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Laurentianum Titanic Projekt
In der Presse: WN  ]



    9.5.1997


Mit der "Titanic" auf Jungfernfahrt

Mythos zog Laurentianer in ihren Bann

-jrh- Warendorf. 85 Jahre ist es nunmehr her, daß der legendäre Luxusliner "Titanic" am 15. April auf seiner Jungfernfahrt einen Eisberg rammte und binnen kürzester Zeit versank. Der bis heute währende Mythos um das tragische Unglück brachte Harald Otto, Informatiklehrer am Gynasium Laurentianum und "Titanic" Spezialist, auf die Idee, Vergangenes mit heutigem Know-how für die Zukunft festzuhalten.

Otto nahm das Ruder in die Hand und steuerte das Projekt "Reanimation eines Mythos am Computer" in ruhige Gewässer. Unterstützt wurde der Kapitän von fleißigen Matrosen aus den Jahrgangsstufen zehn, elf und zwölf, die in ihrer Ausbildung den Umgang mit Grafik in der Progammiersprache "Pascal" lernen. Schnell entwickelte sich eine Eigendynamik an Bord, da es den Schülern sichtlich Spaß machte, Bilder zu digitalisieren, also durch Befehle in einem bestimmten Prograrnmiercode möglichst genau am Original nachzuprogrammieren, und den eigenenErfolg zu sehen, wenn Selbstgemachtes ein Teil vom Ganzen wird.

"Selbstgemachtes wird ein Teil vom Ganzen", so in etwa übersetzten die Matrosen auch das Motto der "Morgenpredigt" des Kapitäns, der sie auch in schweren Zeiten mit seinem bei Schülern beliebten Humor zum Weitermachen ermunterte. In stiller Arbeit in der Kajüte setzten sie Stück für Stück zusammen, koordiniert vom "Alten", wie ihn die Matrosen liebevoll nennen. Der Mythos "Titanic" hatte sie in den Bann gezogen.

Es galt nun, die große Fachliteratur durchzustöbern und einen einheitlichen Standpunkt herauszuarbeiten, denn selbst die Geschichtsschreiber sind sich nicht einig, was vor 85 Jahren wirklich geschah. Das Ergebnis der vielen Mühe ist schließlich ein Programm, das über 150 Bilder beinhaltet, die einen ziemlich genauen Einblick in das Leben an Bord der Titanic geben. Prominente Passagiere, wie Guggenheim und Astor, werden in kleinen Comicstrips wieder lebendig. Die Morsegeräusche der SOS-Meldung und das unnachahmliche "La Paloma", das der Kapellmeister der Titanic am letzten Tag spielt, sind ebenso in das Programm integriert.

Daß dieses Projekt unerschöpflich wie die große weite See ist, ist mittlerweile auch dem letzten Schiffskoch klargeworden. In Arbeit sind die internationalen Versionen in englischer und französischer Sprache, sowie ein breites Angebot an Zusatzprogrammen, die sich Interessierte aus dem Internet "saugen" können.

Wer sich das Programm auf seinem Heimrechner einmal in aller Ruhe anschauen will, sollte es sich unter der Homepage des Gymnasiums Laurentianums (http: //home.t-on line.de/home/ laurentianum/) "downloaden". Bleibt nur noch, "Mast und Schotbruch" zu wünschen.

Foto
Mit Ihrer Titanic-Simulation schippert das Laurentianum nunmehr auf den
multimedialen Weltmeeren.   Foto: Rhinow


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