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Gymnasium Laurentianum
[  Die Römerroute  ]



Römerroute

 

Die Römerroute ist ein Radwanderweg von Xanten nach Detmold. Sie verläuft grob parallel zur Lippe der ehemaligen Vormarschstraße der Römer in der Zeit von 12 v.Chr. bis 16 n.Chr. In jener Zeit versuchten die Römer das nördliche Germanien zu erobern. Eine gesicherte Vormarschstraße verlief von Vetera (bei Xanten, nicht mit der späteren Zivilstadt Colonia Ulpia Trajana verwechseln) entlang der Lippe. Die Lippe wurde dabei als Schiffahrtsweg genutzt. Eine Kette von Legionslagern (Holsterhausen, Haltern, Oberaden, Anreppen) ist für jene Zeit nachgewiesen.

Der Radwanderweg ist auch im Internet beschrieben. (http://www.roemerroute.de) Dort werden touristische Hinweise gegeben, die Museen und Besichtungspunkte beschrieben und es wird z.B. auch beschrieben wo und wie man im Stil der Römer speisen kann. Es wird auch auf die Varusschlacht im Jahre 9 eingegangen. Dabei klingt an, dass die Lipper aus Detmold sich noch nicht ganz damit anfreunden können, dass das Geschehen vermutlich weiter nördlich bei Kalkriese stattfand und somit der "Hermann", das Denkmal bei Detmold, wohl an der falschen Stelle steht.

Hier zeigen wir einige Punkte der Römerroute und ergänzen die um weitere Punkte etwas abseits dieser Route. Diese Orte waren Ausflugsziele für Wandertage und Ziele von Exkursionen. Informationen zur Römerroute allgemein:

    Arbeitskreis Römerroute
    Münsterland Touristik       Telefon: 02551/939291
    Hohe Schule  13             Fax:  02551/939293
    48565 Steinfurt             Web:  http://www.roemerroute.de

 


 

Ausgangspunkt ist die alte Stadt Xanten am Niederrhein. Im 1.Jahrhundert war hier in der Nähe der wichtige Militärstützpunkt Vetera. Später entstand hier die römische Zivilstadt Colonia Ulpia Trajana (CUT). Hier trat der seltene Fall ein, dass die römische Stadt nicht überbaut wurde und damit der Grundriss und die Fundamente erhalten blieben. Die mittelaterliche Stadt Xanten ist neben der Römerstadt errichtet worden. Die Römerstadt ist in Teilen rekonstruiert und bildet jetzt den archäologischen Park Xanten (APX).

     
APX: Hafentempel, Hafentempel Detail, Amphitheater und Kran
 
       
APX: Amphitheater, Kaiser Trajan, Nordtor
 

 


 

In und um Haltern an der Lippe wurde die größte Konzentration römischer Einrichtungen aus der Zeit des Kaisers Augustus gefunden: Die Bodenspuren von fünf Befestigungsanlagen (Kastelle am Annaberg und an der Lippe, Haupt- und Feldlager) geben wertvolle Aufschlüsse über den Vorstoß der römischen Truppen, der im Jahre 9 n. Chr. mit der berühmten Varusschlacht abrupt endete. An der Stelle des Hauptlagers steht heute das neue Westfälischen Römermuseum Haltern. Dort sind seit 1993 die Funde der hundertjährigen Ausgrabungstätigkeiten um Haltern zu sehen sowie Grundrisse, Rekonstruktionszeichnungen und Modelle der Anlagen mit Szenen des täglichen Soldatenlebens.


 


 

Etwa 20 km nördlich von Haltern bei Lüdinghausen liegt die malerische Wasserburg Vischering. Dieser Ort gehört nicht zur Römerroute, ist aber sehr sehenswert. Vischering ist eine der schönsten Wasserburgen überhaupt.

   
Altes Schiffshebewerk Henrichenburg,  Burg Vischering

Ebenfalls abseits der Römerroute, südlich von Haltern, bei Henrichenburg befindet sich ein technisches Denkmal ersten Ranges: Das alte Schiffshebewerk. In unmittelbarer Nähe liegen noch eine alte Schleuse, ein neueres Hebewerk und eine moderne Schleuse. Das alte Schiffshebewerk ist heute ein Museum. Bei den neueren Anlagen befindet sich eine informative Ausstellung.


 


 

Südlich von Delbrück liegt das Dorf Anreppen. Südlich von Anreppen an der Lippe ist ein archäologischer Grabungsbereich eingezäunt. Eine Hinweistafel erläutert die Situation; historisch Interessierte finden hier wertvolle Informationen. Die Römer legten hier am Lippeufer für ihre Angriffskriege gegen die Germanen im 1. Jahrhundert n. Chr. ein Legionslager für etwa 5000 Soldaten an. Die Lager von Anreppen und Haltern dürften zur gleichen Zeit bestanden haben.

Anreppen
Skizze der bisher archäologisch erschlossenen Teile des Römerlagers Anreppen an der Lippe

Das Lager in der Größe 750 x 330 m ist bislang der östlichste bekannte römische Militärstützpunkt an der Lippe. Das Lager war offensichtlich mehr als ein Marschlager, denn die Umwallung bestand neben dem obligatorischen Spitzgraben aus Holz-Erde-Mauern; an der Südseite sogar in doppelter Linie. Bei den Ausgrabungen sind bisher Spuren eines großen Wirtschaftsgebäudes, weiterer Bauten und Kasernen (Unterkunftsgebäude für jeweils eine Centurie) und des Praetoriums (Wohn- und Dienstgebäude des Kommandeurs) gefunden worden. Das Praetorium war besonders groß, dem Kommandeur standen 3375 qm als Wohn- und Arbeitsbereich zur Verfügung.

Bei http://www.uni-paderborn.de/schulen/gsn/faecher/latein/Germanen/_private/ steht: "Dieses Lager war wahrscheinlich der Wohnort von Kaiser Tiberius, was man daran sah, dass es größer und komfortabler war als andere Lager. Es war ovalförmig, von einer Fläche von ca. 23 ha (750mX330m). Im östlichen Teil des Lagers befand sich ein Speichergebäude. Dort lebten zwischen 5000 und 8000 Soldaten."

    Verkehrsverein Delbrücker Land e.V.
    Boker Straße 6          Telefon: 05250/9841-0   
    33129 Delbrück          Fax: 05250/9841-13

 


 

Südlich, abseits der Römerroute, zwischen Paderborn und Lippstadt liegt der Regionalflughafen Paderborn- Lippstadt und nahe dabei die Wewelsburg. Auf mittelaterlichen Resten wurde diese Burg im Stil der Weserrenaissance für die Paderborner Bischöfe errichtet. Sie ist heute sehenswert restauriert. Für historisch Interessierte ist die Geschichte der Burg in der Nazizeit in einer eigenen Ausstellung aufbereitet.

   
Wewelsburg,  Paderborn HNF

Paderborn liegt auf der Römerroute, obwohl ursprüngliche Denkmale aus der Römerzeit nicht vorhanden sind. In Paderborn gibt es viel zu sehen: das Rathaus, mittelalterliche Kaiserpfalzen, den mächtigen Dom und andere Kirchenbauten von Romanik bis Barock. Nicht zu vergessen auch Schloß Neuhaus mit seinem Barockgarten im gleichnamigen Paderborner Stadtteil. Einige Funde aus der Römerzeit sind im Museum in der Kaiserpfalz und im Diözesanmuseum ausgestellt.

Alles über Schreiben und Rechnen bietet das größte Computermuseum der Welt, das Heinz Nixdorf Museums Forum (HNF). Hier kann man sogar Schreiben wie die alten Römer oder Rechnen mit dem Abakus lernen. Auf eigenen Seiten zeigen wir einen größeren Beitrag mit vielen Fotos aus dem HNF.


 


 

Von Paderborn zum Endpunkt der Römerroute in Detmold kommt man durch den Teutobuger Wald, da wo er am höchsten ist. Etwas südlich der Route liegt bei Altenbeken der Velmerstot, mit 468 m der höchste Berg des Teutoburger Waldes. Etwas nördlich liegen die bizarren Felsen der Externsteine, die wohl ein vorchristliches Heiligtum waren. Auch Detmold selbst ist kein Ort mit originalen Denkmalen aus der Römerzeit. Aber wenn man wie die Römer von der Lippe zur Weser kommen will, kommt man unweigerlich hier vorbei.

Lange Zeit nahmen die Lipper für sich den Ort der Varusschlacht in Anspruch. Im 19.Jahrhundert wurde auf der 386 m hohen Grotenburg bei Detmold das weithin sichtbare Hermannsdenkmal zur Erinnerung an die Varusschlacht errichtet. Heute ist weniger ein Denkmal und Symbol als ein touristisches Ausflugsziel.

     
Externsteine, römischer Grabstein, Hermannsdenkmal

Im Lippischen Landesmuseum Detmold sind die römischen Funde der Umgebung ausgestellt: Keramik, Münzen und Spitzen eines Pilum, Bronzen sowie die Nachbildung des Denkmals für einen in der Varusschlacht gefallenen römischen Centurio. Das Grabmal war in der Nähe Xantens aufgestellt.

    Tourist Information Detmold
    Rathaus am Markt               Telefon: 05231/977328
    32754 Detmold                  Fax: 05231/977447

 


 

Der Ort der Varusschlacht liegt weit nördlich der Römerroute, nördlich von Osnabrück, in Kalkriese. An diesem Ort hat man derart viele Objekte gefunden, dass man dort sicher für das Jahr 9 n.Chr. einen Kampf zwischen Römern und Germanen annehmen muss. Das kann eigentlich nur die Varusschlacht gewesen sein oder jedenfalls im Zusammenhang damit stehen. Wir haben noch einen größeren Beitrag von Schülern zum Thema "Zeitinsel Kalkriese", der anläßlich Join Multimedia 2001 entstanden ist.


 

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