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Gymnasium Laurentianum
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Chronogramme in Warendorf

"Markt 17" in der Emsstraße

Ein Chronogramm als Distichon

Alwin Frerich, Mai 1999

Chronogramm 3 (16K)


Das Chronogramm am Haus Emstraße 17 besteht aus einem Hexameter und einem Pentameter, die zum sogenannten Distichon verbunden sind. Das Distichon ist das Versmaß des Epigramms (griech. "Aufschrift") Anliegen des Verfassers ist es, Inhalt und metrische Form in Übereinstimmung zu bringen.

Der Hexameter besteht aus einem rhythmischen Wechsel von Daktylen und Spondeen und weist sechs Hebungen auf.

Der Pentameter entsteht durch Verdoppelung der vorderen Hälfte des Hexameters. Seine metrische Form ist streng geregelt. Die völlige Gleichheit der beiden Hälften gibt Gelegenheit zu Parallelisierungen, hier "protegat" und "qui regit" und "meus" und "Deus". Die zusammengehörigen Wörter "meus" und "Deus" weisen darüberhinaus gleichlautende Endungen auf. Das Ende des Pentameters und damit des Distichons ist zugleich Hauptsatzende.

Der kunstvolle Aufbau des Distichons läßt einen sachkundigen Verfasser vermuten, der sich in der antiken Dichtkunst sehr gut auskannte. (vgl. Einzeldistichon bei Catull und Martial !)


Chronogramm 3 (4K)


Schiller (1796) beschreibt die Form des Distichons so:


Im Hexameter steigt des Springquells flüssige Säule
Im Pentameter drauf fällt sie melodisch herab.


 

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