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Römische Mostbrötchen

Das antike Rezept für MOSTBRÖTCHEN aus Cato, de agricultura 121, das in unserem Lateinbuch „Iter Romanum“ in Lektion 16 abgedruckt ist, brachte uns auf die Idee, das römische Backrezept einmal auszuprobieren. Also machten wir uns in mehreren Gruppen zu Hause an die Arbeit. Im Lateinunterricht wollten wir dann von unseren Erfahrungen berichten und die Brötchen probieren.

Folgende Zutaten sollten verwendet werden:

½kg Mehl
1 Würfel Hefe (40g)
0,31 Traubensaft
2 Esslöffel Aniskörner
1 Esslöffel Kümmel (ganz oder gemahlen)
100g Schmalz
50g geriebener Käse (am besten Schafskäse)
etwa 20 Lorbeerblätter
Backzeit: ca.30-35 Min. (bei 180°)

Und so sind wir vorgegangen:

Nachdem sich die Gruppen die Zutaten im Supermarkt besorgt hatten, stellten wir zuerst einen Hefeteig her, für den wir Mehl, Traubensaft und 1 Würfel Hefe benötigten. Diesen ließen wir ca. 1 Stunde gehen, bevor wir weitere Zutaten hinzugaben. Nachdem der Teig aufgegangen war, gaben wir Anis und Kümmel in den Teig hinein. Anschließend fügten wir Schmalz, zerriebene Lorbeerblätter und 50g Käse hinzu. Danach formten wir aus dem Teig Bällchen und backten diese 30-35 Min. bei 180°.
Die Ergebnisse waren recht unterschiedlich. Einige Mostbrötchen waren recht platt und fest, andere locker und schon eher brötchenähnlich.
Ungewohnt war der Geschmack. Recht deftig fanden wir das Ergebnis und den Kümmelgeschmack doch sehr ungewohnt. Ebenfalls berichteten alle übereinstimmend, dass während der Backaktion zu Hause recht ungewöhnliche Düfte die Küche durchzogen hätten.
Das Probieren der verschiedenen Exemplare im Lateinunterricht, zu dem uns Frau Niehues, unsere Wirtin in der Cafeteria, die Servietten spendierte, war ein großer Spaß, doch die meisten Mitschüler reagierten eher skeptisch und gaben den Brötchen des heimischen Bäckers den Vorzug.
Eine Gruppe hat ihre Brötchen dann im PZ unserer Schule angeboten und damit bei SchülerInnen und LehrerInnen Interesse geweckt.
Das Projekt „Mostbrötchen" hat der Klasse 7B, wie man an nachfolgendem Bericht einer Projektgruppe sehen kann, sehr viel Spaß gemacht und sie kann es zur Nachahmung nur empfehlen.
Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7B


Ein unvergessliches Erlebnis
„Wir, die Zweiergruppe, die eigentlich eine Vierergruppe war, gingen an die Arbeit. Zuerst kauften wir im Aldi die benötigten Zutaten. Dann bereiteten wir einen Hefeteig zu, den wir bei ca. 50° eine ¾ Stunde gehen ließen. Als wir den Backofen öffneten, bot sich uns ein schreckliches Bild: Die vor uns liegende schwabbelige Masse verklebte unsere Hände für ca. 5 Minuten, als wir versuchten, sie zu kneten. Mit weiteren 300g Mehl schafften wir es, sie zu bändigen und aus ihr Brötchen zu formen. Dann legten wir die Brötchen auf ein mit Backpapier und Lorbeerblättern ausgelegtes Blech. Wir stellten den Backofen auf 200° und ließen sie, während wir fernsahen, backen. Nach etwa 40 Minuten nahmen wir die Brötchen heraus. Der erste Test war eine harte Probe für unsere Geschmackssinne. Trotzdem war es für uns ein schönes Erlebnis, Latein lebendig zu erleben.“ (Robert B. und Markus H.)



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