Projektorientiertes selbstständiges Arbeiten in der Jahrgangsstufe 5 am Gymnasium Laurentianum (PROSA)

Sie befinden sich im "Drachenpavillon", der für das projektorientierte selbstständige Arbeiten reserviert ist. Der rechte Raum ist mit Regalen und Schränken ausgestattet. Hier wie im Nachbarraum stehen auch Arbeitstische, an denen die Gruppen arbeiten. Jeder kann sich während der Projektarbeit frei bewegen, mit Materialien, die in den Regalen stehen, versorgen und gemeinsam mit den anderen Gruppenmitgliedern arbeiten.

Drachenpavillon

Wir verfolgen mit diesem Projekt im wesentlichen drei Ziele:

  • die Schülerinnen und Schüler sollen selbstständiges Arbeiten lernen (eine Arbeitstechnik, die sie zum Teil bereits aus der Grundschule mitbringen),
  • sie sollen lernen, vernetzt zu denken - fächerübergreifend also,
  • sie sollen zur Teamarbeit befähigt werden.

Projektorientiertes selbstständiges Arbeiten (ProSA) steht am Gymnasium Laurentianum seit der zweiten Hälfte des Schuljahres 1997/98 im Stundenplan der 5. Klassen. Die Erprobung erfolgte zunächst in zwei für dieses Projekt freigehaltenen Wochenstunden (2. 97/98 und 1. 98/99) sodann im 2. Halbjahr 1998/99 im Rahmen des Deutsch- und Mathematikunterrichts. Im dritten Jahr des Projekts haben die Deutschlehrer in Zusammenarbeit mit den Klassenlehrern die Projektleitung übernommen.

Im zweiten Halbjahr des Schuljahres 97/98 hatten die Deutschlehrer der 5. Klassen, – drei davon als Klassenlehrer –, die Projekte geleitet. Sie waren vorwiegend von den Zielen des Deutschunterrichts getragen. Projektthemen waren "Tiere", Theaterstücke sowie "Winter- und Sommergedichte".

In den fünf 5. Klassen des Jahrgangs 98/99 wurden die Projekte im 1. Halbjahr zunächst von den Klassenlehrern geleitet, die die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch vertraten. In dieser Zeit wurden Erfahrungen mit freien Themen gesammelt.

Das Thema "Tiere" war der Renner unter den Projektthemen. Es wurde in allen Klassen gewählt. Die Ergebnisse waren nach Aussagen der beteiligten Lehrer "sehr eindrucksvoll und von guter Qualität". Weitere Projektthemen waren: "Große Gebäude" (bekannte Bauwerke), "Kennenlernen", Technik, "Kinder dieser Erde", "Fremde Länder" und "Sport".

Im zweiten Halbjahr des Schuljahres 1998/99 waren die Projekte an den Zielen der Fächer Deutsch und Mathematik orientiert. Es wurden Märchenbücher geschrieben und Häuser nach maßstabsgerechten Zeichnungen gebaut. Ein sehr umfassendes Projekt beschäftigte sich mit Bären.

Der Verlauf der Projekte ist immer gleich: am Anfang steht die Themenfindung, die Bildung der Projektgruppen, Gespräche über Verlauf und Ziele des Projekts; während der Projektarbeit ist der Lehrer vorwiegend damit beschäftigt, Material zu besorgen, zu unterstützen, Gruppen zusammenzuführen, auf den Zeitplan zu achten; das Projekt endet mit der Vorstellung der Ergebnisse durch die einzelnen Gruppen.

Aus den bisherigen Erfahrungen kann man feststellen, dass die Motivation der Schülerinnen und Schüler für die Projektarbeit im allgemeinen sehr hoch ist. So wird in den Pausen häufig durchgearbeitet und viel freiwillige häusliche Arbeit geleistet.



Michael Sternberg, Sept.1999


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