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Informatik am Laurentianum
[  Klasse 9: Das Albers-Projekt  ]
 

Im Informatikunterricht der Klasse 9 wird mit dem datenfreien System NIKI in die Programmierung eingeführt. Damit lernt man einfache Strukturierung, Konstruktion von Algorithmen, Kontrollstrukturen, Prozeduren ohne Parameter. Durch Verzicht auf Daten werden für den Anfänger einige Schwierigkeiten ausgeräumt. Natürlich muß dann am Ende der 9 der Folgeschritt, die Einführung von Daten, erfolgen.

Ein geeignetes Paket von Grafikprozeduren, bei denen auf natürliche Weise Integer- und Real-Zahlen als Parameter benötigt werden, ist ein brauchbares Mittel, um erste Daten einzuführen. Die Schüler im Informatikkurs 9 haben im Jahr 1999 als Vorlage für ihre Grafikprogrammierübungen Bilder von Josef Albers, Piet Mondrian und Kasimir Malevich genommen. Das wuchs zu einem kleinen Projekt, das dann im Jahr 2000 erneut durchgeführt wurde.

Die folgenden drei Bilder, die ziemlich dicht wirklichen Bildern der drei Künstler nachgebildet sind, wurden unter anderen den Schülern gezeigt.


Albers Mondrian Malevich
Josef Albers, 1967,
Homage to Square Nr.VI
Piet Mondrian,1922,
Tableau 2
Kasimir Malevich, 1915,
Suprematische Komposition

Die folgenden Grafiken wurden 1999 mit einfachen Mitteln in Turbopascal 6.0 für 16-farbige Darstellung programmiert. Es sind Werke von Christian Binkhoff, Kerstin Dittrich, Markus Flaute, Thomas Flaute, Ron Heise, Christine Kampmann, Malte Kumpf, Christine Kampmann, Friederike Leidreiter, Malte Kumpf, Marius Müller, Ruth Nikelewski, Christian Ollick, Claudia Riesenbeck, Birgit Streich, Inga Marie Tiemann und Sarah Todt.


Albers Mondrian Malevich
Malevich Albers Mondrian

Im Jahr 2000 wurde das Projekt erneut aufgelegt. Die folgenden Werke sind unter ähnlichen Umständen wie die vorigen entstanden. Sie stammen von Ralf Berkemeyer, Tim Bieberstein, Rolf-Ingo Doht, David Frerich, Melanie Hankemeier, Thomas Hülsmann, Melanie Jäger, Katrin Laszewski, Sven Mulder, Jan Offers, Markus Plass und Marcel Rau.


Mondrian Malevich Albers
Albers Mondrian Malevich
Malevich Albers Mondrian


 

Josef Albers
Josef Albers   (1888-1976)

Zusamengestellt von Ralf Berkemeyer, David Frerich, Thomas Hülsmann, Melanie Jäger, Katrin Laszewski

Josef Albers, deutschamerikanischer Maler, Zeichner, Designer und Lehrer, der zu den bedeutenden Wegbereitern der abstrakten Kunst gehört. Geboren in Bottrop, besuchte er zunächst die Kunstakademien in Berlin, Essen und München, bevor er seine Ausbildung am Bauhaus in Weimar abschloss (1920-1923). Dort war er lange Jahre als Lehrer tätig, von 1923 bis 1925 in Weimar, nach dem Umzug von 1925 bis 1932 in Dessau und schließlich 1932 bis 1933 kurzzeitig in Berlin, bevor die bedeutende Lehrstätte 1933 von den Nationalsozialisten endgültig geschlossen wurde. Im selben Jahr emigrierte er in die USA, wo er als Lehrer am Black Mountain College in Ashville (North Carolina) die Prinzipien des Bauhauses an seine Schüler weitergab, zu denen der Maler Robert Rauschenberg und der Komponist John Cage gehörten. Seit 1950 war er bis zu seiner Emeritierung 1958 Leiter der neu gegründeten Designabteilung der Yale Universitv in Newhaven (Connecticut).

Seine Arbeiten sind durch einen geradlinigen geometrisch-abstrakten Bildaufbau und die Verwendung starker Farben gekennzeichnet, deren wechselnde optische Wirkung er anhand einfacher geometrischer Figuren demonstrierte. Diese variierte er durch Veränderungen ihrer Form oder ihrer Stellung im Raum immer wieder neu, wie in seiner experimentellen Bildfolge Homage to Square (Huldigung an das Quadrat). Seine theoretischen Schriften zu diesem Thema, wie Interaction of Color (1963), beeinflussten in den sechziger Jahren besonders Op-Art und Minimal Art.

Von Josef Albers stammen auch kurze poetische Texte, von denen hier drei gezeigt werden.

Verteilen sachlicher Güter ist aufteilen, dividieren.
Verteilen geistiger Güter ist verbreiten, multiplizieren.

Schüler: "Josef Albers versucht mit diesen Zeilen auszudrücken, dass sachliche Güter vergänglich sind und geistige Güter einem das ganze Leben erhalten bleiben. Mit sachlichen Gütern kann ein Mensch auch nicht so viel erreichen wie mit geistigen Gütern. Außerdem muss jeder selbst, wenn er oder sie ein sachliches Gut mit anderen teilen möchte, auf etwas verzichten. Aber bei geistigen Gütern kann jeder es jedem weitervermitteln, ohne selbst etwas von seinem Wissen zu verlieren."

Drei Kenner treffen sich vor einem Werk.
Der erste sagt nur:"Hm",
der andere später:"Hm?",
der letzte aber:"Hm.".
Nichts folgte nach dem Punkt, weil jeder jeden verstand.

Schüler: "Ich denke mit dieser kurzen Geschichte möchte Albers ausdrücken, dass es fü seine Kunstwerke keine spezielle Definierung gibt. Er möchte es jedem selbst überlassen, sich allein ein Urteil zu bilden. Dennoch sollen es alle so verstehen, so dass sie sich fast wortlos darüber unterhalten können."

Wir konstruieren und konstruieren,
weil Intuition noch immer eine gute Sache ist.

Schüler: "Bei diesem Kurzgedicht konnte ich nicht verstehen, was Josef Albers damit sagen wollte. Auch nachdem mein Lehrer mich gebeten hatte dieses noch einmal zu überarbeiten, kam ich leider zu keinem Ergebnis. Somit überlasse ich es Ihnen diesen Satz zu interpretieren."


 

Piet Mondrian   (1872-1944)

Zusamengestellt von Tim Bieberstein, Rolf-Ingo Doht, Melanie Hankemeier

Piet Mondrian wurde als Pieter Cornelis Mondrian am 7.3.1872 in Amersfort geboren. Sein Vater Pieter Cornelis Mondrian war Volksschullehrer an der christlich-reformierten Kirche in Amersfort, seine Mutter hieß Johanna Christina de Kok. Mit 14 Jahren erhielt Piet seine ersten Zeichenunterricht bei seinem Vater und seinem Onkel, dem Maler Frits Mondrian. 1889 erwirbt Piet Mondrian das Zeichenlehrer-Diplom für Volksschulen, 1892 das Diplom für höhere Schulen. Piet Mondrian beschließt, Maler zu werden und beginnt 1892 ein Studium an der Amsterdamer Kunstakademie. Dort studiert er zwei Jahre und verdient sich dann seinen Lebensunterhalt mit portraitieren und anderen Aufträgen. Bis 1897 besucht er die Akademie in Abendkursen. Seine erste Ausstellung kann er 1897 bei "Arti et Amicitae" eröffnen. 1898 beginnt seine Freundschaft mit Albert P. van de Briel. 1901 reist er mit seinem Freund Simon Maris nach Spanien und 1903 nach Nord-Brabant (Belgien). Dort gefällt es ihm so gut, dass er 1904 dorthin übersiedelt. 1906 kehrt er nach Amsterdam zurück und malt Landschaften in der Umgebung, besonders am Fluss Gein. Auch sein Freund Simon Maris arbeitet dort. 1909 findet eine große Ausstellung im Stedelijk Museum in Amsterdam statt, zusammen mit Jan Sluijters und Cornelis Spoor. Piet Mondrian tritt der Theosophischen Gesellschaft bei. 1911 beteiligt er sich an einer Ausstellung im Salon des Independants in Paris. Die Arbeiten von Picasso, Braque und Cezanne beeindrucken Piet Mondrian sehr. Ein Jahr später siedelt er nach Paris über und richtet sich ein Atelier in der Rue de Depart ein. 1913 beteiligt er sich am ersten deutschen Herbstsalon in Berlin. Sein Vater wird krank und Piet besucht ihn in Arnheim.

Bevor Mondrian zu einem der einflussreichsten Repräsentanten der abstrakten Malerei wurde, hat er in seinen frühen Schaffensperioden meist harmonische Landschaftsbilder in zarten Farben geschaffen. Zum prägenden Ereignis seiner künstlerischen Entwicklung wurde die Begegnung mit dem Maler Jan Toorop im Jahr 1908. Unter dessen Einfluss begann Mondrian, mit kräftigeren Farben und neuen Techniken wie dem Pointillismus zu experimentieren. Diese Wandlung leitete einen sich in klar abgegrenzten Phasen vollziehenden Prozess ein, an dessen Ende ein radikales Bekenntnis zur Abstraktion stand. 1911 bis 1914 hielt sich Mondrian in Paris auf und entwickelte einen deutlich kubistischen Stil, wie er z. B. in Bäume (1912/13) und Gerüste (1912-1914) in Erscheinung tritt.

Der Ausbruch des ersten Weltkriegs verhindert die Rückkehr nach Paris. 1915 macht Piet Mondrian die Bekanntschaft mit dem Philosophen Dr. M.H.J. Schoenemaekers und mit Theo van Doesburg und Bart van der Leck. Nun beginnt er seine publizistische Tätigkeit. Er gründet die "Stijl"-Bewegung zusammen mit Theo van Doesburg. Stijl ist eine Spielart der in der Moderne hervorstehenden charakteristischen abstrakten Kunst. Im Oktober 1917 erscheint die erste Nummer der Zeitschrift "De Stijl", die von 1917 - 1931 besteht.

1919 kehrt Piet Mondrian zurück nach Paris. Dort wird sein Essay "Le neo plasticisme" verlegt. Seine Theorie der neuen Kunstform des Neoplastizismus: Seiner Ansicht nach bestand die Aufgabe der Kunst nicht in der mimetischen Wiedergabe realer Objekte. Sie solle vielmehr die der Realität immanenten universellen Aspekte zum Ausdruck bringen. Entsprechend reduzierte Mondrian seine Palette auf reine Primärfarben, die in rechteckigen Farbflächen unterschiedlicher Größe die Leinwand strukturieren und von einem System horizontaler und vertikaler Linien überlagert werden. Charakteristisch ist die 1927 entstandene Komposition mit Rot, Gelb und Blau (Cleveland Museum of Art).

Anläßlich seines 50. Geburtstages wird eine Retrospektive im Stedelijk-Museum in Amsterdam gezeigt. 1925 tritt Mondrian aus der Gruppe "De Stijl" aus. 1936 bezieht er sein neues Pariser Atelier auf dem Boulevard Raspail 278. Zwei Jahre später zieht er nach London, wieder zwei Jahre später nach New York. Dort kommt er am 3. Oktober 1940 an, inzwischen 68 Jahre alt. 1942 zeigt er seine neuesten Arbeiten in der Galerie Valentin Dudensing in New York, 1943 erfolgt dort seine zweite Ausstellung. Im Spätwerk gab er die strenge Geometrie zugunsten lebhafter, kettenartiger Muster in leuchtenden Farben auf, was besonders in seinem letzten vollendeten Meisterwerk Broadway Boogie Woogie (1942/43, Museum of Modern Art) deutlich wird

Am 1.Februar 1944 stirbt Piet Mondrian im Alter von fast 72 Jahren an einer Lungenentzündung im Murray Hill Hospital. Am 3.Februar wird er auf dem Cyress Hill Friedhof in Brooklyn beigesetzt. Das Bild "Victory Boogie-Woogie" bleibt unvollendet, leitet aber die Nachkriegsentwicklung der Malerei ein.

Mondrian war einer der einflussreichsten Vertreter der gegenstandslosen Malerei und zählt damit zugleich zu den bedeutendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Seine Theorien, die er u. a. in Le néo-plasticisme (1920, Neue Gestaltung - Neoplastizismus) niederlegte, wirkten prägend auch auf die Entwicklung von Architektur, Design und Graphik.

Nur die reine Erscheinung der Elemente, in ausgeglichenem Verhältnis, kann die Tragik in Leben und Kunst mindern.

Schüler: "Ich denke, dass Mondrians Bilder sehr geordnet aussehen und deswegen leicht zu verstehen sind. Er benutzt relativ wenig Farben was wie man sieht nicht nicht immer ein Nachteil ist. Seine Bilder sprechen jede Altersgruppe an und man kann sie überall hinhängen was deutlich für seine Art zu malen spricht. Ich glaube, dass diese Art von Bildern fast jeder malen könnte, aber erst die Ideen machen einen richtigen Künstler zum Künstler."


 

Kasimir Sewerinowitsch Malevich   (1878-1935)

Zusamengestellt von Markus Plass und Olga Bograd

Malevich war ein russischer Maler und Kunsttheoretiker, der mit Mondrian der wichtigste Pionier der geometrisch abstrakten Kunst war.

Geboren in der Nähe von Kiew, ausgebildet in Kiews Kunstschule und der Moskauer Akademie der bildenden Kunst; 1913 kreierte er abstrakte geometrische Muster, die er selbst als Suprematismus bezeichnete, lehrte Zeichnen in Moskau und Leningrad 1919-21, veröffentlichte ein Buch seiner Theorie mit dem Titel: "Die gegenstandslose Welt" (1926). Seine geometrischen Kompositionen veröffentlichte er erst farbig, beschränkte sich aber später auf Schwarz und Weiß ("Schwarzes Quadrat auf weißem Grund", 1913 [russisches Museum Sankt Petersburg]; "Weiß auf Weiß", 1918 [Museum of modern art , New York]). Diese Werke trugen supermatistische Theorien zum absoluten Schluß. Die sowjetischen Politiker wandten sich gegen die moderne Kunst und er starb 1935 in Armut und Vergessenheit im damaligen Leningrad.

Er begann seine Arbeit in einem spät-impressionistischem Stil und malte 1912 bäuerliche Gegenstände in einer massiven "rohrhaften" Art, ähnlich der von Lèger. Er brauchte Zeit, sich vom Impressionismus und Fauvismus zu lösen und dann über den Kubismus einen eigenständigen, abstrakten Stil zu entwickeln. Seine frühen Bilder kombinieren die Fragmentation der Form vom Kubismus multipliziert mit der Vorstellung des Futurismus ("Der Messerschärfer", Yale Universität, Kunstgalerie, 1912). Malevich, wie auch immer, hatte den Wunsch von der "freien Kunst der Bürde eines Objekts" und begann seinen eigenständigen abstrakten Stil zu entwickeln, den er als Suprematismus bezeichnete. Damit war die Forderung nach einer gegenstandslosen Malerei verbunden, die auf geomtrische Grundformen wie Rechteck, Dreieck oder Kreis verwies. Der Suprematismus brachte die abstrakte Kunst zu einer geometrischen Einfachheit, radikaler als es je etwas ähnliches gab. Er behauptete ein Bild gemacht zu haben, bestehend aus nicht mehr als einem schwarzem Quadrat auf weißem Grund (1913), aber veröffentlicht wurden suprematistische Werke in Moskau erst ab 1915 und deshalb ist es oft schwer, seine Werke zu datieren (in vielen Fällen ist es auch schwer herauszufinden, in welcher Weise seine Werke aufgehängt werden sollen, Fotografien von früheren Ausstellungen sind manchmal wichtige Beweismittel).

Malevich experimentierte, indem er Rechtecke aus der Vertikalen kippte, mehr Farbe verwandte und Ideen für die dritte Dimension zufügte. Doch um 1918 kehrte er zu seinen früheren Idealen mit der Serie "Weiß auf Weiß" zurück. Dann fühlte er aber, dass er diesen Weg nicht mehr weiter gehen konnte und verlegte sich mehr auf das Lehren, Schreiben und Herstellen von dreidimensionalen Modellen - eine wichtige Entwicklungsarbeit für den Konstruktivismus. 1919 begann er als Lehrer in der Kunstschule Witebsk (an der in dieser Zeit auch Chagall arbeitete), wo er um einen hintergründigen Einfluss von Lissitzky bemüht war. 1922 zog er nach Leningrad, wo er den Rest seines Lebens verbrachte. Er besuchte Warschau und Berlin (1927), begleitete eine Ausstellung seiner Werke und besuchte das Bauhaus. In den späten 20ern wand er zu "figurativen" Zeichnungen, doch war er nicht mit dem politischem System, das damals den sozialistischen Realismus von den Künstlern forderte, einverstanden. So starb er 1935 in Armut und Vergessenheit. Sein Einfluss auf die abstrakte Kunst, im Westen und auch in Russland, war aber enorm. Die beste Kollektion seiner Werke ist im Stedelijk Museum, Amsterdam.

[Quelle: WebMuseum Paris; Encarta 97 Enzyklopädie ]


Juni 1999, ergänzt Juni 2001


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