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Gymnasium Laurentianum
[  Schülerwettbewerb "bio - logisch"  ]
 
Der Preisträger Volker Leopold


Fliegen - mehr als lästige Plagegeister

Neugierig und ungeduldig erwarteten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5D des Gymnasium Laurentianum am vergangenen Donnerstag den Schüler ihrer Schule, der beim diesjährigen Schülerwettbewerb " bio - logisch" für die Klassen 5 bis 10 punktgleich mit einem Schüler einer auswärtigen Schule den ersten Platz belegt hatte. Der zwölfjährige Volker Leopold, einziger Teilnehmer des Laurentianum, hatte sich bereit erklärt, die wissbegierigen Schülerinnen und Schüler über seine erfolgreiche Arbeit und die Teilnahme an einer dreitägigen Schülerakademie zu informieren. "Was wisst ihr über Fliegen?", begann Volker seine Ausführungen. "Fliegen sind einfach nervig", so die einhellige Meinung der Fünftklässler, eine Feststellung, die der junge Naturforscher Volker bestätigte, denn in seiner Arbeit hat er formuliert: "Wer jemals bei seinem Mittagsschlaf durch eine ständig um seine Nase kreisende Fliege belästigt wurde, wer vergeblich versucht hat, von seinem Kuchenstück auf der Terrasse die Fliegen fern zu halten, wer auf hellen Tapeten und Lampenschirmen den typischen Fliegendreck entfernt hat, weiß, warum er Fliegen als lästig empfindet." Unbekannt war den Zuhörern jedoch, dass Fliegen darüber hinaus weltweit als Überträger gefährlicher Krankheiten ( Malaria, Schlafkrankheit, Typhus, Tuberkulose, Kinderlähmung und Maul- und Klauenseuche ) gelten. Im weiteren Verlauf der Stunde kamen viele Fragen auf: Warum fliegen Fliegen fort? Wie orientieren sich Fliegen? Wie kann die Fliege kopfüber an einer glatten Fläche hängen bleiben? Wie erkennt man das Geschlecht der Fliegen? Wie schnell fliegen Fliegen? Wo sind die Fliegen im Winter? Diese und viele andere Fragen wurden lebhaft diskutiert und Volker stand durch seine intensive Beschäftigung mit diesem Thema als kundiger Experte Rede und Antwort. Lebhaft berichtete er von seinen Beobachtungen und Versuchen , die er zu diesen Fragen durchgeführt hatte, beschrieb begeistert die tollen Augen, Flügel und Beine der Fliegen und zeigte den Schülern seine selbst gefertigten Zeichnungen.

"Besonders schwierig gestaltete sich die Ermittlung der Fluggeschwindigkeit der Fliegen , da mir die technischen Mittel nicht zur Verfügung standen", so Volker Leopold. Er zeigte und erklärte den interessierten Schülern seine selbst gebastelte Vorrichtung, die sich jedoch letztlich als ungeeignet erwies. "Um wenigstens eine ungefähre Fluggeschwindigkeit heraus zu bekommen, habe ich bei uns im Haus Fliegen beim Fliegen beobachtet. Einige Flugstrecken habe ich stoppen können, in dem ich ruhig sitzende Fliegen aufgescheucht habe und auch den Zeitpunkt ihrer erneuten Landung wieder bestimmt habe. Aus Zeit und Entfernung habe ich die Fluggeschwindigkeit ermittelt. Dabei ist mir klar geworden, dass die Zahl meiner Versuche viel zu klein ist um ein genaues Ergebnis zu erzielen. Ebenso ist auch die gestoppte Zeit mit Fehlern behaftet, da man gar nicht so schnell reagieren kann, wie die Fliege sich bewegt, nämlich durchschnittlich 1,80 Meter pro Sekunde." Als die Schülerinnen und Schüler abschließend mittels einer Stereolupe die Facettenaugen, Flügel und Beine eines Insekts betrachten konnten, war allen klar: Fliegen sind mehr als lästige Plagegeister. Mit einem kräftigen Applaus bedankten sich die Schüler bei Volker Leopold für seine interessanten Ausführungen zum Thema " Mach'ne Fliege".

Vielleicht zählen einige der Zuhörer dieser Klasse beim nächsten Schülerwettbewerb im Frühjahr 2004 auch zu den Teilnehmern, denn es gilt: Wer mitmacht, hat bereits gewonnen! "Na klar", so die Äußerung eines pfiffigen Fünftklässlers, " Mitmachen macht schlau !"


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