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Stadt Warendorf

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Das Warendorfer Landgestüt

Das 1826 in Warendorf unter Friedrich Wilhelm III gegründete Preußische Landgestüt für die Provinz Westfalen war sechs Jahrzehnte am Münsterwall in der Stadt untergebracht, ehe es 1888 in den großzügig angelegten Gebäudekomplex an der Sassenberger-Straße vor dem Emstor umzog.

Gestüt Seit den zwanziger Jahren ist das Landgestüt der Ausgangspunkt einer eigenen westfälischen Pferdezucht, die heute weniger der Landwirtschaft als dem Reitsport dient. Das Gestüt war ein Ansatzpunkt für den Ausbau Warendorfs als "Stadt des Pferdes" und "Stadt des Sportes" nach 1945 und präsentiert sich auf dem Bild In seinem Originalzustand von 1888.

Diese Gebäude, heute schon ein Denkmal, beherbergen die "Deutsche Reitschule" und das "Nordrhein-Westfälische Landgestüt", mit seinen rund zweihundertfünzig Hengsten. Alljährlich finden dort im Herbst die Hengstparaden statt, die Tausende von Besuchern aus nah und fern anziehen.

GestütMit Exaktheit werden die verschiedenen Anspannungen und Koppeln geprobt, ehe das dreistündige Schauspiel der Hengstparaden im September und Oktober eines jeden Jahres vor den Augen der großen Besucherschar abrollt. Der sonst viel geschmähte preußische Drill zeigt sich hier einmal von seiner ästhetisch schönen Seite.

Doch erfüllen die Hengstparaden nur eine Nebenfunktion des Landgestüts. Die Hauptfunktion ist es, Vererber für die Pferdezucht vorzuhalten. Dafür ziehen jährlich zwischen Februar und August die Gestütsbeamten mit den Hengsten auf die Deckstellen des Landes. Unter den Beschälern der westfälischen Warmblutzucht waren seit den zwanziger Jahren solche Namen wie "Herrscher","Burgadler", "Amadeus" und "Amrath". Der Beginn der einst blühenden, heute aber weniger gefragten, Kaltblutzucht geht auf das Jahr 1881 zurück.

Weitere Einzelheiten zum Warendorfer Landgestüt befinden sich auf unseren Seiten für RAP 2K.

Hendrik Kaiser, Thiemo Brinkmann, Inf.11, Dez.98    



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Warendorf is famous for sports


People who are interested in horses should go and visit the "Landgestüt". Here you can see the annual "Hengstparade", a well-known horse parade. In the "Bundeswehrsportschule", a big sports centre, you can do almost every kind of sport. Sometimes, there are big tournaments here.

Hengstparade Hengstparade
Annual Stallion-Parades at the
North-Rhine Westphalian Landgestüt in Warendorf

The climate in and around Warendorf is warm enough to go swimming in the summer. In the winter, the average temperature is around -3°C, but there is almost no snow. Altogether, the climate is mild. The landscape in and around Warendorf is typical for the "Münsterland". You will find a lot of farms and trees, but there are also some nice castles you can visit.

Erik Feldmann, Max Altefrohne; Dorothee Müller, 8 D, 10.12.98    



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Die Brünebrede


Über Warendorfs Altstadt ist viel geschrieben worden - mit Recht. Damit wollen wir gar nicht konkurrieren. Hier steht nur ein Text über die Brünebrede, die Straße in der die Autorin Hyun-A Cho wohnt, exemplarisch für die vielen interessanten Stellen unserer Stadt.

Zwischen dem "Osttor" und "In den Lampen" liegt die Brünebrede. Von ihr gehen 5 Seitenstraßen ab. Die Zuhornstraße führt zur Oststraße, der Steinweg zum Heumarkt, die Königsstraße zum Krickmarkt, und die Bülstraße und die Wallgasse führen zum Ostwall.

Im Mittelalter war Warendorf stark befestigt. Viele Straßennamen stammen noch aus den Zeiten, als Warendorf von einer Mauer und einem mit Emswasser gefüllten Stadtgraben umgeben war. An vier Stellen konnte man durch befestigte Türme mit Toren in den Stadtkern gelangen. Durch das Freckenhorster Tor im Süden, das Münstertor im Westen,  das Emstor im Norden und durch das Osttor im Osten. Die Plätze, an denen diese Tore gestanden haben, tragen noch bis heute die Namen der Tore. Außer diesen vier Türmen gab es noch fünf weitere, von denen bis heute nur noch der Bentheimer Turm stehengeblieben ist. Weitere Straßennamen, die an die Befestigung Warendorfs erinnern, sind z.B. Ostwall, Münsterwall, Wallgasse, Wallpromenade (Heute die B64) und die Lange Kesselstraße und die Kurze Kesselstraße, die beide zum "Kessel" führten, einem niedrigen, dicken Turm in dem Pulver und Waffen lagerten. Vor etwa 170 Jahren wurde die Stadtmauer niedergerissen und der Stadtgraben zugeschüttet.

Bei Umbauarbeiten am Zurbonschen Haus wurden Funde gemacht, die belegen, daß es sich bei der Brünebrede ursprünglich um einen Innengraben handelte, der die Südflanke der Stadt innerhalb der alten Wallmauern schützte. Ein Teil der alten Wallmauern ist heute noch an der Rückseite des Hauses Budde erkennbar.

Brünebrede
Brünebrede im Dez.1998
Über die Herkunft des Namens Brünebrede gibt es zwei verschiedene Varianten. Die erste Variante, der Ursprung der Bezeichnung "Brede" deutet die Besonderheit dieser Straße an. Brede war damals eine Bezeichnung für Breite. Zur Zeit der ersten urkundlichen Erwähnung 1277 wohnte einer der elf Schöffen Warendorfs, "Thomas Bruning", in dieser Straße. Später nannten ihn die Einwohner Warendorfs "Thomas upper Bruningbreden", also Thomas, der auf der Bruningbrede wohnt.

Eine andere Deutung des Namens Brünebrede findet sich in der Zuhornschen Kirchengeschichte. Demnach soll einst ein Anwohner namens Bruno auf dieser Straße gewohnt haben, nachdem diese Straße benannt wurde. Es wird vermutet, daß er dem Geschlecht der Ritter von Warendorf angehörte.

Der Name der Straße blieb 200 Jahre nach seiner ersten urkundlichen Erwähnung verschwunden. Erst 1515 wird in einem Kaufvertrag die "Bruninkbrede" erwähnt, und 1598 taucht die Bezeichnung "uff'n Bruiningbreden" auf. Um 1900 wird dann von "19 Tennentoren, davor 19 Ackerwagen und 19 Misthaufen", berichtet.

Auf der Brünebrede waren angesehene Handwerker ansässig, was man noch an den Namenszügen an vielen Häusern erkennen kann. (und in Zukunft wohl noch erkennen wird, weil diese Schriftzüge unter Denkmalschutz stehen.) Ein Beispiel ist der Schriftzug "Cillessen" am Haus Nr. 41, der Name von einer über viele Generationen hoch angesehenen Schneiderei. Ein anderes Beispiel ist der Schriftzug "Hermann Koch" am gegenüber stehenden Haus.

Die ältesten, jetzt noch auf der Brünebrede ansässigen Familien sind: Budde, Leve und Zurbonsen, letztere seit 1771. Auf dieser Straße kam 1876 Friedrich Zurbonsen, später Professor am Paulinum zu Münster, zur Welt. Als Wissenschaftler, Schriftsteller, Herausgeber und Übersetzer schuf er sich einen unvergänglichen Namen. Die Zurbonsen sind ein uraltes Sendenhorster Ratsgeschlecht. Sie sind ebenfalls die älteste Postbeamtenfamilie in ganz Westfalen. (1690 - 1910)

Seit 1692 besteht das Gasthaus "Im Engel" der Familie Leve, doch ein Gasthaus als solches war an dieser Stelle nach der Überlieferung schon vor etwa 400 Jahren vorhanden.

Bogen Brünebrede (21K)Die Familie Budde wohnt seit dem Jahre 1681 auf der Straße, ihr Name geht zurück bis ins 12. Jahrhundert. Der Überlieferung nach waren es Schreinermeister Bäumer und der 1764 in Wien tätige Kunstschreiner Budde, die die Zeichnungen von schmückenden Holzbögen, welche in Wien zu  Ehren Maria Theresias aufgestellt waren, mitbrachten.

Nach deren Vorlagen wurden dann hier in Warendorf die ersten Bögen hergestellt, die alljährlich an Mariä Himmelfahrt aufgestellt wurden. Es entwickelten sich "Bogengemeinschaften", wahrscheinlich aus den alten "Pumpengemeinschaften" und "Nachbarschaften". (Damals wurden mehrere Häuser zu Gemeinschaften zusammengefaßt, die sich eine Wasserstelle teilten). Diese Tradition reicht noch bis in die heutige Zeit, denn immer noch werden jedes Jahr zu Mariä Himmelfahrt in der ganzen Warendorfer Innenstadt von den Bogengemeinschaften die Bögen aufgestellt und geschmückt.

Hyun-A Cho, Inf.11.1, 10.12.98    



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Straßen und Plätze in der Altstadt




Krickmarkt, Blick auf die Münsterstraße   Oststraße
Krickmarkt, Münsterstraße Oststraße

Haus Kolkstiege Nr.1
Haus Kolkstiege Nr.1

Schweinemarkt,Radio WAF   Bentheimer Turm
Schweinemarkt, Radio WAF Bentheimer Turm, der letzte erhaltene Teil der Stadtmauer, im Hintergrund St.Laurentius

Markt, ehemalige Hirschapotheke   Emsstraße
Markt, ehemalige Hirschapotheke Emsstraße





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