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Region  6

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Osnabrück



Wie Münster und auch Warendorf wurde diese Stadt in karolingischer Zeit Ende des 8.Jahrhunderts gegründet. Um 800 wurde sie Bischofssitz. Über diese Stadt sind andere berufener zu schreiben, aber von Warendorf aus ist sie ein lohnendes Ausflugsziel. Zwei Sehenswürdigkeiten sollen hier hervorgehoben werden.


1.
Libeskind Bau
Das "Felix Nussbaum Haus" in Osnabrück, ein Libeskind-Bau.
Aus Osnabrück stammt der Maler Felix Nussbaum (1904-1944), der als Jude verfolgt wurde, sich in Belgien verbergen konnte, dann schließlich Ende 1944 denunziert und in Auschwitz ermordet wurde. In einer großen Dauerausstellung werden seine Werke in Osnabrück gezeigt. Kunstbetrachtungen mögen andere machen, die Bilder hinterlassen jedenfalls einen tiefen Eindruck.

Wer das "Jüdische Museum Berlin" bereits gesehen hat, wird sofort erkennen, dass der Architekt des "Felix Nussbaum Hauses" ebenfalls der bekannte Daniel Libeskind ist, der 2003 auch den Wettbewerb um den Neuaufbau des World Trade Center in New York gewonnen hat. Das Osnabrücker Haus wirkt wie eine verkleinerte Version des Berliner Museums. Für die Bilder von Felix Nussbaum schuf Libeskind damit ein Bauwerk - selbst ein Kunstwerk - das für die Bilder einen beeindruckenden Raum schafft und eine besondere Athmosphäre herstellt.

Das "Felix Nussbaum Haus" am Heger-Tor-Wall in Osnabrück ist ein erstes lohnendes Ziel. Es ist zu den üblichen Museumszeiten geöffnet. Die Eintrittspreise sind normal, z.B. Familienkarte 18,- DM.



2. Die zweite Empfehlung ist das Museum am Schölerberg direkt neben dem Zoo. Hier war der Eintritt viele Jahre kostenlos, aber seit 2002 wird hier auch ein Eintrittsgeld verlangt. Dieses Haus ist besonders kinderfreundlich. Es ist eine besondere Art von Naturkunde-Museum. Es hat sich jetzt mehr und mehr zu einem Umwelt-Museum geändert. Hier soll - laienhaft - ein Detail aus der ständigen Ausstellung referiert werden.

Auf dem 8.Meridian - wie Warendorf - nur 50-60 km weiter nördlich befindet sich etwa 5,5 km unter der Oberfläche und noch tiefer eine geologische Besonderheit: der Bramscher Pluton. Die folgende, grobe Skizze soll einen Schnitt etwa von Süd nach Nord durch den Bramscher Pluton zeigen. Die verschiedenen geologischen Formationen sind nur angedeutet. Durch die Zeitabschnitte hindurch haben sich hier vom Präkambrium bis heute etwa 10 km dicke Schichten angesammelt. Ziemlich weit oben liegen Jura- und Kreideschichten - wir erinnern die Dinosaurier 250 Mio - 65 Mio Jahre vor unserer Zeit.


Schnitt durch den Bramscher Pluton
Schnitt durch den Bramscher Pluton, vereinfachte Darstellung

Vielleicht vor 100 Mio Jahren, spätestens aber vor 70 Mio Jahren ist hier aus den Tiefen der Erde ein Vulkan aufgestiegen, jedoch nicht bis zur Oberfläche. In den oberen Schichten ist er steckengeblieben, aber nicht ohne Folgen. Meßbar ist hier eine magentische Anomalie, verursacht durch das hochgepreßte Tiefengestein. In der Kontaktzone und darüber fanden unter hohem Druck und großer Hitze Vererzungs- und Inkohlungsprozesse statt, so daß man hier, z.B. am Piesberg nördlich Osnabrück, bemerkenswerte Mineralien findet. Letzlich ist der Pluton für die in diesem Raum bestehende Schwerindustrie, z.B. Georgsmarienhütte, und den Bergbau in diesem Gebiet verantwortlich.

Genaueres kann man in Museum am Schölerberg erfahren.

Als Zugabe ist hier noch ein Bild (in der Mitte) aus einer Ausstellung im Museum am Schölerberg vom Frühjahr 1999. Das mittlere Bild ist aus Osnabrück, das rechte Bild zeigt das gleiche, berühmte Paar aus dem Museum of Natural History in New York und das linke Foto ist aus dem Naturkunde-Museum in Münster. Tatsächlich ist der dargestellte Mann eine Fiktion und wie die Dame genau aussah ist auch unbekannt. Die Dame ist die berühmte Lucy (benannt nach dem zur Zeit ihrer Entdeckung berühmten Beatles-Titel "Lucy In The Sky With Diamonds"), Afrikanerin vor 3 Millionen Jahren.


Lucy MS Lucy OS Lucy NY

Lucy Rekonstruktion im Naturkundemuseum in Münster

Lucy mit Familie, Bild aus dem Museum am Schölerberg in Osnabrück

Lucy Rekonstruktion aus dem American Museum of Natural History in New York

    Museum am Schölerberg, Planetarium

    Öffnungszeiten:
       Di     11 - 20 Uhr
       Mi-Fr  11 - 18 Uhr
       Sa/So  10 - 18 Uhr
    Eintritt frei

    Öffnungszeiten Planetarium:
       Di und Mi  15 Uhr  Kinderprogramm
       So  15 und 16 Uhr  Kinderprogramm
       Di      19.30 Uhr  Abendprogramm
       So         17 Uhr  Abendprogramm
    Eintritt: Erw. 5,- DM
       Ermäßigt    2,- DM
       Familie    10,- DM    
   
   Felix-Nussbaum-Haus

   Öffnungszeiten:
      Di-Do   11 - 18 Uhr
      Fr      11 - 20 Uhr
      Sa/So   11 - 18 Uhr

   Eintritt:  Erw.  8,- DM
      Ermäßigt      4,- DM
      Familie      18,- DM
   

Osnabrücker Hafen
Der Osnabrücker Hafen
Osnabrück ist auch ein Industriestandort. Zwar ist die Schwerindustrie in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen, aber anders als in Münster sieht man noch einiges. Zum Beispiel sieht der Osnabrücker Binnenhafen so richtig wie ein Hafen aus. Über einen Stichkanal ist Osnabrück mit dem Mittellandkanal und damit mit dem europäischen Wasserstraßennetz verbunden. Von hier aus kann man mit dem Schiff bis nach Rotterdam oder Berlin fahren, oder auch ans Schwarze Meer.



Wasserstraßen



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