Die Ems
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Die Emsquelle liegt im 440 ha großen Naturschutzgebiet Moosheide. Es ist durch einen Rundwanderweg mit Informationsstationen hervorragend erschlossen. Man wird dort über die erstaunlich unterschiedlichen Landschaftsteile des Gebiets - Dünen, offene Sandflächen, Feuchtwiesen, Heide, Sandtrockenrasen, Kiefern-Altholz-Bestand - im Detail informiert. Der einstündige Rundweg führt auch zu einer Stelle, die als die Emsquelle bezeichnet wird. Tatsächlich entsteht die Ems hier aus mehreren kleinen, eng beieinander liegenden Sickerquellen.
Die Ems wird 331 km lang. Ein Drittel davon ist der nicht schiffbare Oberlauf der Ems durch Westfalen, über Rheda-Wiedenbrück, durch unsere Stadt Warendorf, durch Telgte bis Greven. Der Mittelteil von Greven über Rheine, Lingen und Meppen bis Haren durch das Emsland ist für kleinere Schiffe geeignet. Der gewerbliche Schiffsverkehr benutzt jedoch den parallel verlaufenden Dortmund-Ems-Kanal, der bei Haren endet.
Im Unterlauf bei Papenburg ist die Ems 90 m breit, bei Leer schon 210 m und bei Emden dann 700 m. Von Papenburg an ist die Ems tideabhängig und für seegängige Schiffe mit besonderen Maßnahmen schiffbar; man erinnere die spektakulären Überführungsfahrten der riesigen Schiffsneubauten der Meyer-Werft in Papenburg. |
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Die Ems in WarendorfAm historischen nördlichen Stadtrand von Warendorf, heute mitten durch die
Stadt, fließt die Ems. Das Flußbett ist hier begradigt und reguliert, kaum 10 m breit.
Blick zur Linnenwiese, Blick auf St.Laurentius Bei entsprechendem Wetter kann ein Hochwasser ganz schnell den Pegel der Ems um 2 m oder mehr steigen lassen, wie auf diesen Fotos vom November 1998. Das Überschwemmungsgebiet wird dann zu einem großen See. Das ist normalerweise kein Problem, wenn nicht gerade ein Zirkus oder eine Ausstellung auf dem Gelände ist.
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Der EmsseeIn den Jahren 1948/49, 1951 und 1962/63 wurden Maßnahmen zur Sicherheit gegen Hochwasser durchgeführt. In Warendorf wurde die Ems im Bereich des Betriebsgeländes der Firma Brinkhaus kanalisiert. Im Jahr 1974 fand der Ausbau der Ems seinen Abschluss mit der Fertigstellung des Emssees. Ein Teil der Emsaue neben dem ausgebauten Emslauf wurde zu einem See ausgebaut, der in eine großzügige Parkanlage eingebettet ist. Dort, wo früher Ödland, Wiesen und Warendorfs ehemals in Europa berühmte Bleichen waren, erstreckt sich heute ein in Ost-West-Richtung rund 1,4 km langer See, der von der Überlaufschwelle der Ems bis zum Lohwall reicht und hier den Altarm des Flusses einbezieht. Er soll sowohl dem Hochwasserdurchfluss der Ems dienen, um die fast jedes Frühjahr eintretenden Überschwemmungen zu steuern, als auch Freizeit- und Erholungsfunktionen. Der Emssee mit der Parkanlage hat sich zu einem beliebten Naherholungsgebiet der Warendorfer entwickelt. Ein Reitweg, Wanderwege über den leichten Geländemodellierungen der Ufer des Sees und des Flusses erschließen den Park, in dem ein Kinderspielplatz und Freizeitgelände, auch ein Bootshaus mit Bootsstegen weitere Schwerpunkte bilden und Aktivmöglichkeiten bieten. Sogar einige Segelboote findet man auf dem See. Standortgerechte heimische Bäume und Gewächse gestalten Ufer und Parklandschaft.Der Emssee ist in doppelter Sicht eine Einrichtung, auf die heute kein Warendorfer verzichten möchte.
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1984: Wirtschaftsschau "Treffpunkt Warendorf" buchstäblich ins Wasser gefallenDie Wirtschaftsschau "Treffpunkt Warendorf", die ein Spiegelbild der heimischen Wirtschaft sein sollte, versank am Dienstag, den 29.5.1984 in den schlammigen Fluten der Ems. Aufgrund der heftigen Regenfälle am Vortag schwoll sie innerhalb kurzer Zeit so an, dass sie um vier Uhr morgens ihr Flussbett verließ und das Ausstellungsgelände am Warendorfer Lohwall überflutete. Innerhalb von zwei Stunden standen die Ausstellungshallen bis zu 1,70 Meter unter Wasser. In Folge des Wasserdrucks hatten sich die Holzböden gelöst und waren an die Wasseroberfläche geschwemmt worden. Zu dieser Flutkatastrophe war es nach tagelangen Regenfällen in Ostwestfalen und im Warendorfer Raum gekommen.
Es gab jedoch heftige Vorwürfe der Aussteller gegenüber den Veranstaltern, da es tagelang geregnet hatte und somit ein Hochwasser zu erwarten gewesen war. Doch sowohl dieses, als auch, dass die Lohwallwiesen im Flächennutzungsplan als Emsüberschwemmungsgebiet eingetragen waren, übersah der Veranstalter, die Halle Münsterland. Zumindest einige Aussteller hatten mitgedacht und wollten noch am Vorabend ihre wertvollen Waren in Sicherheit bringen, wurden jedoch vom Wachpersonal daran gehindert. Diese hatten strikte Anweisungen bekommen, keine Waren vom Gelände zu lassen, da mit einer Überflutung nicht zu rechnen sei. |
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