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Warendorfs Umgebung 5

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Unsere Nachbarstadt

Ennigerloh



Ennig.(1K) Bis zur Mitte des 19.Jahrhunderts war Ennigerloh ein unbedeutsames Bauerndorf, aus dem sich bis heute ein interessanter Industriestandort entwickelt hat. Als Geburtsstunde dieser industriellen Entwicklung ist zweifelsohne der Bau der Köln-Mindener-Eisenbahn zu beurteilen, da sich aufgrund der günstigen Verkehrslage Kalk- und Zementgewerkschaften (es gab damals über 120 Kalköfen) ansiedelten. Die Entwicklung setzte sich mit dem Anschluß an die Eisenbahnstrecke der Westfälischen Landeisenbahn (WLE) fort.

Die heutige günstige Verkehrslage an B 475, A2, DB und WLE macht Ennigerloh zum attraktiven Wirtschaftsstandort. So haben sich hier neben der Zementindustrie, Möbel- und Maschinenfabriken, Pharmafirmen, Metall- und Stahlverarbeiter und Elektrofirmen angesiedelt. Hinzu kommen zahlreiche Kleinbetriebe.

Ennigerloh hat die wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe der Müllverarbeitung zugeteilt bekommen. Seit einigen Jahren befindet sich auch ein modernes Kompostierwerk am Stadtrand von Ennigerloh.

Drubbel
Der Drubbel in Ennigerloh
Die dörfliche Struktur ging mehr und mehr verloren und mittlerweile wurden die Dörfer Enniger, Ostenfelde und Westkirchen eingemeindet. Ennigerloh wurde am 9.11.1976 dann offiziell der "Stadttitel" verliehen. Mit 125 qkm ist Ennigerloh flächenmäßig die zweitgrößte Stadt des Kreises Warendorf. Die Einwohnerzahl ist bis heute auf etwa 21.000 angestiegen.

Ennigerloh ist eine lebendige Stadt, die es lohnt zu besuchen und nicht nur auf der B 475 zu umfahren. Zahlreiche Rad- und Wanderwege umgeben und durchziehen die Stadt. Viele jährliche Veranstaltungen sorgen für ein breit gefächertes Angebot im Kulturbereich: Kunstausstellungen im Rathaus, Lesungen in der Alten Brennerei Schwake, Konzerte in der Olympiahalle , Ballonfahrten (Benedikt- Haggeney-Gedächtnis) und der Mettwurstmarkt. Für die Jüngeren gibt es das Jugendzentrum Tümpel. Das Geschäftsleben in Ennigerloh wird durch die Kaufmannschaft "ewie" gefördert.

Die Städtepartnerschaft mit der französischen Atlantikstadt Lessay seit dem 7.6.1987 fördert die grenzüberschreitende Völkerverständigung. Zudem besteht seit 1990 eine Städtefreundschaft mit der Ostseestadt Eggesin und seit 1992 mit der slowenischen Alpenstadt Kamnik . Durch regelmäßige Besuche werden diese Kontakte immer wieder belebt und bereichert .

Christina Linder, Klasse 10A, 15.9.1998    



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Der Differenzierungskurs 10 A/E
bei der Mülldeponie Ennigerloh

Ein Besuch der Mülldeponie - natürlich waren wir alle anfangs nicht gerade begeistert. Doch gegen die Beschreibung unseres Lehrers der wohltuenden Gerüche dort (mmhh...) stand immerhin der mehr oder weniger schulfreie Tag (in der Hinsicht hatten wir uns verrechnet...) - und so ging es dann am 25. Februar 2000 mit dem Bus in Richtung Ennigerloh zur AWG, der Abfall WirtschaftsGesellschaft des Kreises Warendorf

Der erste Eindruck war eigentlich gar nicht so schlecht - na ja, immerhin rochen wir (noch) nichts ....

Nach einem Film über die Errichtung der Müllkippe, die wir hinterher noch "live" sahen, wurden wir durch die Anlage geführt, beginnend mit dem sogenannten Blockheizkraftwerk mit Hochtemperaturfackel, wo das beim Abbau organischer Restmüll-Bestandteile entstehende Faulgas zur Erzeugung elektrischer Energie verwertet wird - diese anfallende Wärme beheizt übrigens das Verwaltungs- und Sozialgebäude.

Dann begann der für uns wohl unangenehmste Teil der Führung - das Kompostwerk. (Das kann man nicht beschreiben - das muß man gerochen haben!) Dort werden die gesammelten Bio- und Grünabfälle zu Kompost verarbeitet, wobei dieser Umwandlungsprozess zirka 5-6 Wochen dauert und der dabei entstehende Kompost später als Dünger und Bodenverbesserer eingesetzt wird.

Die Bioabfälle gelangen dabei über ein Förderband und eine Grobsiebung in die manuelle Vorsortierung, wo per Hand grobe Störstoffe beseitigt werden. (Braucht noch irgendwer einen Ferienjob?) Anschließend werden die Abfälle mechanisch in der Hammermühle zerkleinert, danach wird der Müll durch eine zweite Siebung mit Überbandmagneten nochmals von Störstoffen befreit. Der auf diese Weise für den eigentlichen Kompostierungsprozess vorbereitete Biomüll wird gelagert und gelangt danach zur speziellen Brikollaren (= Brikett, Kompost, Belüftung) Presse, die diesen zu Presslingen formt. Diese werden in die Intensivrottehalle befördert, wo sie bei bis zu 75°C fünf bis sechs Wochen zersetzt werden. Ist der Prozess abgeschlossen, wird das gepresste Material zerkleinert und nochmals gesiebt. Das Endprodukt ist ein feinkörniger Kompost.

Nach dieser Feuertaufe ging es zur Sickerwasserkläranlage, wo das von der Deponie durch Rohrleitungen abgelaufene Wasser gereinigt wird. In dieser Anlage durchläuft es die biologische Stufe, in der Nitrate durch spezielle Bakterien in molekularen Stickstoff und Ammonium zu Nitrat umgewandelt wird, die Ultrafiltration, wo die gesamte Biomasse aus dem Ablauf der Biologie durch siebähnliche Membranen abgetrennt wird, und die Aktivkohle - Adsorption, wo die nicht biologisch abbaubaren Stoffe weiter reduziert werden.

(Zu dieser Zeit schwirrte uns schon der Kopf von all diesen Prozessen und Fachausdrücken - um Ihnen dieses zu ersparen wurde in diesem Bericht nur auf die wichtigsten Prozesse und Vorgänge eingegangen.)

Die eigentliche Deponie ist relativ unspektakulär anzusehen - was soll man auch erwarten? Was allerdings für Arbeit schon vor dem Befüllen in so einer Anlage steckt, wurde uns dann erklärt: Eine 1 m dicke Ausgleichsschicht wahrt den nötigen Abstand zu Grundwasser. Darüber befinden sich drei mineralische Dichtungsschichten von je 25 cm Stärke, auf denen eine Dichtungsbahn aus Kunststoff aufgebracht ist. Uber dieser Abdichtung lagert eine 50 cm starke Kiesschicht, in der Sickerrohre zur Ableitung des Sickerwassers in die Reinigungsanlage verlegt sind. Zum Schutz dieser wird erst eine Schicht gehäckselter Feinmüll aufgebracht, bevor der eigentliche Müll aufgeschüftet wird.

Nach einem Film über die Verwertung der "Gelben Säcke" - worauf hier nicht weiter eingegangen wird - fuhren wir wieder nach Hause, wo das Erlebte im Unterricht noch besprochen und in die passende - schriftliche - Form gebracht wurde. In diesen Unterrichtsstunden wurde uns klar, dass dieser "Ausflug" doch keiner gewesen war....

Lena Hüsemann und Caroline Schomburg, Klasse 1OA, März 2000   



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Westkirchen

Ein Ortsteil der Stadt Ennigerloh im Kreis Warendorf

Die belegbare Geschichte Westkirchens beginnt um 1200. Manches spricht jedoch dafür, daß die kleine Siedlung Westkirchen schon zu den Anfängen unserer Zeitrechnungen bestanden hat. Sicher ist es, daß die Germanen hier siedelten, wie bei Ausgrabungen
Westkirchen (24K)
Luftbild von Westkirchen
in der nächsten Umgebung festgestellt worden ist. Unweit des Dorfes zieht sich ein breiter Weg hin, der im Volksmund die "Alte Römerstraße" heißt. Tatsächlich sieht man die Spuren einer früheren Heerstraße von der Lippe über Beckum nach Warendorf zur Ems.

Im Jahre 1193 plante Bischof Hermann II.den Bau einer Kirche zwischen Freckenhorst und Ostenfelde. Nach etwa 10 Jahren kam der Kirchbau zustande. In der Nähe des zum Stift Freckenhorst gehörenden Lehngutes des Herrn von Oer wurde die Filialkirche gebaut, die von der Pfarrei Ostenfelde betreut wurde. Kirche und Siedlung wurden Westeren-Ostenfelde genannt. Die Ortsbezeichnung Westkirchen tritt erstmalig 1337 auf.

Im Laufe der Zeit wurde die Filialkirche zur selbständigen Pfarrei erhoben. Es wurde auch eine genau abgegrenzte Dorfgemarkung festgelegt. Um 1810 wurde eine neue Kirche gebaut. Im Jahr 1868 brannte die Kirche und ein großer Teil des Dorfes Westkirchen ab; nur Pastorat, Schule, Vikarie und ein Gasthaus wurden vom Feuer verschont. Der Wiederaufbaus änderte das Dorfbild wesentlich. So wurden die Straßen verbreitert und die engen Gäßchen verschwanden.

MühleDas rechte, schon etwas ältere Foto der Westkirchener Mühle wird überlagert von einer Federzeichnung von Elli Grützner von 1928, sofern JavaScript funktioniert. Die Mühle ist heute mustergültig restauriert, ein Denkmal und ein Schmuckstück des Dorfes.

Die Größe des Gemeindegebietes Westkirchen beträgt etwa 28 Quadratkilometer. Die Einwohnerzahlen haben sich folgendermaßen entwickelt:

Jahr  Einwohnerzahl
1498   218	
1749   766	
1818   892
1925  1255		
1946  1807	
1970  2482
1998  2800 geschätzt

Sehenswürdigkeiten sind vor allem das 1771 von Freiherr Leopold von Hanxleden und Aloisia Freiin von der Recke erbaute Haus Diek und die alte Mühle. Das Haus Diek wechselte in den letzten 220 Jahren häufig den Besitzer und beherbergt zur Zeit ein Architekturbüro. Die Mühle hat der Heimatverein in liebevoller Arbeit restauriert und in den Räumen ein kleines Heimatmuseum eingerichtet. In den Sommermonaten empfängt hier der "Westfälische Kiepenkerl" viele Gäste und Vereine, vor allem aus dem Ruhrgebiet, die in einem lustigen Wettbewerb bei westfälischem Korn und Mettwurst ihren "Knüppelkönig" ermitteln.

Grün-Weiß Westkirchen mit den Abteilungen Volleyball, Fußball, Tischtennis, Tennis, Turnen und Leichtathletik und der Sportschützen-Verein gehören zum Dorfleben, sowie das traditionelle Schützenfest im Juni. Es gibt Kolpinggruppen und die Landjugend, einen Kirchenchor und den Männerchor, der schon Konzertreisen nach Italien, Irland und in die USA unternommen hat und für den Oktober 1998 eine Reise nach China plant.

Die Bundeswehr unterhielt bis 2002 in Westkirchen die "Münsterlandkaserne" für eine Flugabwehrbatterie mit Raketen des Typs "Patriot". Über die weitere Verwendung der Anlage ist noch nicht entschieden.

In einer Außenstelle der Justizvollzugsanstalt sind Gefangene untergebracht, die ihre Reststrafe absitzen und die als Freigänger in den umliegenden Betrieben arbeiten.

Westkirchen besitzt einen Vier-Gruppen-Kindergarten und eine Grundschule. Die weiterführenden Schulen sind in Ennigerloh und in der nahen Kreisstadt Warendorf. Viele Westkirchener besuchen das Gymnasium Laurentianum.

Dank an das Dorfarchiv, Markus K.    
Alexander Fölling, Klasse 10A, 10.9.1998    






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