Die
Stadt Sassenberg liegt 6 km nordöstlich der Kreisstadt
Warendorf am Schnittpunkt der Bundesstraßen 475, 476 und
513. Der Kreuzungspunkt des 8. Längengrades Ost und des 52. Breitengrades Nord befindet sich auf
Sassenberger Gemeindegebiet in der Bauernschaft Gröblingen. In ihrer jetzigen Ausdehnung besteht
Sassenberg seit der kommunalen Neugliederung im Jahre 1969. Sie wurde
gebildet aus den früheren Gemeinden Sassenberg und
Füchtorf und den größten Teilen der Bauernschaften Dackmar
und Gröblingen. Auf einer Fläche von 78,02 km² wohnen
rd. 12.400 Einwohner.
Der Ursprung von Sassenberg (= Sachsenburg) geht auf eine Sächische Fliehburg zurück,
die mitten im Sumpfgebiet der Hessel den Sachsen im Raume Füchtorf-Warendorf in Notzeiten
als Zuflucht gedient hatte. Glanzvolle Zeiten sah die Stadt, als sie in der Mitte des 17. und Anfang des
18. Jahrhunderts Residenz der Fürstbischöfe von Münster war.
 |
| Sassenberg, an der Hessel |
Mittlerweile
hat sich Sassenberg zu einer Stadt mit großem Freizeitangebot entwickelt. Im Brook
entstand das erste moderne Freibad im Altkreis Warendorf. Auch ein Freizeitzentrum mit
Tennisanlagen und Fußballplätzen ist entstanden. Sogar eine Halfpipe zum Skaten befindet
sich im Brook. Aus einer Anzahl von Baggerseen wurde das Erholungsgebiet Feldmark entwickelt.
Das Gebiet ist im Landesentwicklungsplan als Freizeit- und Erholungsschwerpunkt ausgewiesen.
Eingerahmt von mehrern Campingplätzen und Wochenendhausgebieten liegt im Zentrum des
Erholungsgebietes der ca. 13 ha große Feldmarksee mit Vogelschutzinsel und Strandbad. In der
Nähe befindet sich auch ein Trimmstrecke und ein Abenteuerspielplatz. Eine Grillhütte
mit mehreren Grillplätzen ist ebenfalls in dem durch Wanderwege erschlossenen Gebiet
vorhanden.
Zu den kulturell beachtenswerten Baulichkeiten der Stadt Sassenberg gehören
- die spätgotische Hallenkirche von 1678 mit zwei barocken Portalen,
- die jetzt als Begegnungsstätte genutzte Mühle von 1578
- sowie das Haus Schücking, das Mitte des 18. Jahrhunderts von dem Meister
des westfälischen Barocks, Johann Conrad Schlaun, errichtet wurde.
- Im Ortsteil Füchtorf, befindet sich die Doppelschloßanlage Harkotten, die auf das frühe
14. Jahrhundert zurückgeht.
Sassenberg wächst zur Zeit noch: Es gibt große Baugebiete und die Grundstückspreise
sind vergleichsweise niedrig. So nehmen viele Bauherren die Möglichkeit war, kaufen ein
Grundstück in Sassenberg und lassen sich dort nieder.
Auch das Industriegebiet in Sassenberg ist noch im Wachstum. Viele Firmen haben ihren Firmensitz im
Sassenberger Industriegebiet. Unter ihnen befinden sich zum Beispiel namhafte Firmen, wie Linnemann und
Technotrans.
Die Stadt Sassenberg verfügt über zwei Grund- und eine
Hauptschule und eine Realschule. Gymnasien befinden sich in der
nahegelegenen Kreisstadt Warendorf.
Die drei Sassenberger Schulen:
- Johannesschule, kath. Grundschule in Sassenberg, 532 Schüler
- Wilhelm-Emanuel-von-Ketteler-Schule, kath. Grundschule im Ortsteil Füchtorf, 204 Schüler
- Schule im Herxfeld, Gemeinschafts-Hauptschule Sassenberg, 451 Schüler
Andreas Abeck, Inf.13, 26.2.1998
André A., Inf.11, 10.12.1998