Pavillon 1: Cafeteria

Unsere Cafeteria - Segen oder Fluch?


"Eine Milchschnitte und einen Kakao!" - "Zwei Twix, 'nen Schulburger und 'ne Packung M&M's!" - "Für mich zwei Müsliriegel, nein besser drei Riegel und einen Cappucino!".

Was sich hier wie chaotisches Geschrei an der Frankfurter Fressalien-Börse anhört, spielt sich genau so jeden Tag um Punkt 9.20 Uhr im Pavillon 1.1 des Lau ab. Unmengen von kleineren und größeren Schülern drängen in die viel zu enge Schulkantine, um sich für die folgenden Stunden mit Wichtigem und Nichtigem einzudecken. Es ist ein wildes Gerangel, Gedränge und Geschubse, wenn die meisten der weit über 1000 Schüler ihrem täglichen Kampf um die Schulmilch nachgehen. Und seit Jahren überblickt nur eine Frau die Wünsche ihrer gestreßten Kunden: Christina Niehues. Sie ist die gute Seele der Schule, verteilt keine Noten und sammelt nicht die Hefte der Schüler ein, die auf den letzten Drücker noch die restlichen Hausaufgaben für die weiteren Fächer des Tages unter ihren Augen an den Tischen "erledigen".

Niehues (33K) Sie kennt den Preis für jedes einzelne Produkt ihrer Verpflegungsstation aus dem Kopf. Ruhig und sicher rechnet sie in Windeseile die Summe zusammen, verrechnet habe sie sich bislang immer nur zu Gunsten der Schüler. Für viele ist es unverständlich, wie Frau Niehues immer die Ruhe behält, wenn die dichtgedrängte vorderste Reihe an der Glastheke laut und durcheinander ihre Wünsche äußert. Freundlich kümmert sie dann auch umdie von den Älteren stark unterdrückten Sextaner "Was willst Du denn? Eine Vanillemilch, das macht 50 Pfennig." Wer hier nicht seine Ellbogen einsetzt und eigene blaue Flecken am gesamten Körper in Kauf nimmt, hat nicht die geringste Chance, bis 9.35 Uhr an sein Frühstück zu gelangen. Während dieser Viertel Stunde ist der Notstand ausgebrochen.

Doch was der Unter- und Mittelstufe versagt bleibt, ist die Rettung der Oberstufe: die beliebten Freistunden. Hier erwartet den 11- bis 13-Klässler nicht nur eine gewaltfreie Cafeteria ohne den Lärm trampelnder Kinder, sondern auch ein nettes Wort von Frau Niehues. Hat man sich gerade über einen Pauker aufgeregt oder ist von diesem ungerechtfertigter Weise zusammengefaltet worden, Frau Niehues weiß immer Rat. Ist es das erfrischende Mineralwasser nach sportlicher Betätigung oder das gesund belegte Baguette mit Ei, Salat und Remoulade nach Mathe, es schmeckt den Schülern. Hierbei anzumerken ist wohl die außerordentliche Vielfalt, die sich dem feinschmeckenden Laurentianer bietet. Vom Schnitzel über Würstchen bis hin zur Frikadelle ist neben aller Art Süßwaren und der altbewährten Schulmilch auch Yoghurt und Eis zu bekommen.

Diese Vielfalt zeichnet unsere Cafeteria aus, die sich - unbestritten - als die wohl beste des Einzugsgebietes der Schule darstellt, und ohne Frau Niehues wäre es nur halb so schön. Somit ist auch die anfangs gestellte Frage geklärt, bis auf die Pausen läßt es sich hier gut aushalten. Also dann: Guten Appetit!

Christian Engbert, Jgst 13, August 1998


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