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Gymnasium Laurentianum
[  Biologie, Projekttag  ]
 
 
 

Klasse 8 D und "Lumbricus"

 

Das Fahrzeug, die Ausstattung

Am Freitag, dem 25.09.98 war "Lumbricus - der Umweltbus" zu Besuch an unserer Schule. Die mobile Umweltstation leistete den Schülern und Schülerinnen der Klasse 8d bei biologischen "Forschungsarbeiten" am Schulteich gute Dienste.

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Der "Lumbricus" in Warendorf.

Der "Lumbricus" (wissenschaftliche Bezeichnung für Regenwurm) kostet rund 1 Mio. DM und wurde entwickelt und hergestellt auf Kosten der Firmen Daimler-Benz AG und IBM Deutschland GmbH. Er wurde am 15. Juni 1992 in Düsseldorf dem Umweltministerium des Landes Nordrhein-Westfalen vom Daimler-Benz- Vorstandsvorsitzenden Edzard Reuter und vom IBM-Deutschland- Chef Hans- Olaf Henkel übergeben.

Der als rollendes Klassenzimmer ausgestattete Umweltbus ist ein Lastkraftwagen Typ 814 Mercedes-Benz. Die Hauptabmessungen des Gesamtfahrzeugs sind: maximal 9m Länge, 2,5m Breite , Höhe 3,5m einschließlich der Dachaufbauten. Das 7,5t schwere Fahrzeug verfügt in seinem Innenraum über 26 gut ausgestattete Arbeitsplätze und eine mobile Laborausrüstung mit Meß- und Analysegeräten für Wasser-, Luft- und Bodenuntersuchungen. Zur vielseitigen Ausrüstung des Fahrzeuges gehören die zielgruppengerechten Arbeitsmaterialien für den Naturkundeunterricht. Darüber hinaus gehört eine EDV-Anlage mit zur Ausrüstung. Mit dem Bordcomputer lassen sich Umweltdaten aus Nordrhein-Westfalen in Darstellungen, Daten und Diagrammen anschaulich darstellen und regionalbezogen auswerten.

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Herr Biesemann und die Klasse 8 D im "Lumbricus".

An jedem Ort können Gruppen, in direktem Kontakt mit der Natur, unter fachkundiger Anleitung von Umweltpädagogen Untersuchungen biologischer, chemischer und landschaftsökologischer Art durchführen und diese sowohl im als auch am Fahrzeug auswerten. Für die Wiedergabe von Lehrinhalten und für die Dokumentation der Projekte stehen den Gruppen ein Camcorder, ein Videorecorder mit Großbildschirm, ein Fotoapparat, ein Overhead- und Diaprojektor, ein Kassettenrecorder und eine Magnettafel zur Verfügung. Zur Vogelbeobachtung werden ein Teleskop und mehrere Ferngläser bereit gestellt. Für das Studieren von Kleinstlebewesen dienen Lupen und Mikroskope. Ferner verfügt der "Lumbricus" über eine Handbibliothek und über Bestimmungsliteratur, eine Broschürensammlung, über Lehrtafeln und umfangreiches Kartenmaterial. Auch diverse praktische Utensilien wie z.B. ein Aquarium mit Zubehör, Sammel- und Probebehälter, Anglerhosen, Käscher und verschiedene Werkzeuge. Es wurde an alles gedacht, was den Tatendrang, aber auch den Wissensdurst der an der Natur interessierten Menschen unterstützen und fördern könnte.

Ein Tag mit dem "Lumbricus" am Lau

Den Besuch des Lumbricus werden die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8 D des Gymnasiums Laurentianum nicht so schnell wieder vergessen. Am Freitag, den 25.9.1998, stand der Umweltbus dieser Klasse einen Vormittag lang zur Verfügung und wurde von der motivierten Schülergruppe unter der Leitung  ihres Biolehrers Herrn Biesemann und der 34 jährigen Umweltpädagogin und Fahrerin der Lumbricus, Regina von Oldenburg, als Basisstation für Forschungsarbeiten am Schulteich intensiv genutzt. Als das auffällige Fahrzeug am Treffpunkt nahe des ausgewählten Feuchtbiotopes eintraf, staunten die aufgeregten Schüler und Schülerinnen nicht schlecht. Besonders die Photovoltaikanlage mit ihren 24 Solarmodellen auf dem Dach des Umweltbusses wurde von ihnen bewundert. Ihr Biolehrer  Herr Biesemann hielt das Interesse seiner Klasse auf Video fest. So viel Engagement sehe er nicht oft.

Nach einer kurzen Einführung und ausgiebigen Antworten auf neugierige Fragen durften die Schüler nun den bestens ausgestatteten Innenraum der mobilen Umweltstation begutachten. Bald darauf machte sich die junge Forschergruppe mit Sieben, Gefäßen, Pinseln und vielen mehr auf den Weg zum Schulteich. Kurze Zeit später waren 25 Jugendliche eifrig damit beschäftigt kleinere Tiere aus dem Wasser zu fischen, in dem es von Leben wimmelte. Stolz präsentierten sie ihre Funde der stets umringten Umweltpädagogin, die jedoch noch nicht die Namen der Tiere verriet. Das sollten die Schüler der Kl. 8d im zweiten Teil des Projektes im Umweltbus in Gruppenarbeit selbstständig erarbeiten. Besonders der Fund eines Gelbrandkäfers sorgte für Aufregung, jedoch auch ein junger Molch, der sich gerade in der Metamorphose befand, erntete Bewunderung. Ausdauernd verfolgten Die Schüler Frösche und anderes Getier, wobei sie jedoch stets darauf achteten, dass sie nichts zerstörten. Nachdem auch das letzte Gefäß mit Teichbewohnern gefüllt war, trat die Gruppe den Rückweg an.

Die Tiere wurden behutsam zur Basisstation Lumbricus transportiert, wo ihre Entdecker sofort interessiert mit dem Bestimmen der Tiere mit Hilfe eines Bestimmungsschlüssels begannen und Artenlisten erstellten. Unter dem Mikroskop bot sich den faszinierten Schülern eine bizarre Welt. Nach einer kurzen Erholungspause machten sich die Gruppe erneut an die Arbeit. Es sollte ein kurzer Videofilm über die einzelnen Tiere des Schulteiches erstellt werden. Dieser Vorschlag wurde von den Schülern und Schülerinnen gerne angenommen. Staunend bewunderten sie die Tiere ihrer Mitschüler auf den TV-Bildschirm. Jetzt zeigten sich, wie viele verschiedene Arten gefangen worden waren:Bergmolch, Grünfrosch, Stichling, Pferdeegel, Wasserskorpion, Stabwanze, Gelbrandkäfer, Rückenschwimmer, Klein-und Großlibellenlarven, Waffenfliegenlarve, Bremsenlarven, Eintagsfliegenlarven, Stechmückenlarven, Furchenschwimmer, Spitzschlammschnecke, Tellerschnecke, Wasserläufer und Taumelkäfer.

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Nun hieß es auch schon Abschied nehmen. Die Tiere wurden sorgfältig zurück in den Schulteich gebracht. Auch Regina von Oldenburg mußte aufbrechen, denn es stand ein weiterer Termin des Lumbricus in Everswinkel an.Der Besuch des Lumbricus hat den Schülern und Schülerinnen die Natur etwas näher gebracht. Nur wer sich mit ihr beschäftigt entwickelt Interesse und Verantwortungsgefühl.

Text und Gestaltung: Silja Allmer, Birte Remmert, Klasse 8 D


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