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Geschichte        5 / 6      

Im 16. Jhr. fanden die neuen reformatorischen Lehren auch in Freckenhorst viele Anhänger. So fanden sogar radikale Wiedertäufer aus Münster im Freckenhorster Stift Unterschlupf. Die meisten Stiftsdamen und Stiftgeistlichen waren Anhänger der Reformation. Bis ins 17. Jhr. hinein waren auch die Äbtissinen z.T. erklärte Prostestantinnen, sehr zum Unmut der katholischen Kirchenfürsten in Münster. Entsprechend waren die Äbtissinen z. T. verheiratet, ebenso wie Dechanten und Pfarrer, und es gab viele legitime und illegitime Kinder. Vom Bistum Münster wurden die Zustände als äußerst bedenklich angesehen und mehrere Visitationen wurden durchgeführt und Strafen ausgesprochen, deren Umsetzung jedoch nicht kontrolliert wurde. Auch in den Gottesdiensten und anderen religiösen Zeremonien kamen die Geistlichen ihren katholischen Pflichten in keinster Weise nach. Bei einer Visitation im Jahr 1626 wurde festgestellt, dass die Krypta als Bierkeller genutzt wurde und viele wertvolle religiöse Gegenstände nicht mehr an ihrem Platz waren. Stattdessen fanden Ziegen und Schweine in der Kirche Unterschlupf. Während des 30-jährigen Kriegs taten Kriegshandlungen und Epidemien ihren Beitrag zum Verfall der Kirche. Erst nach Ende des 30-jährigen Krieges vollzog Fürstbischof Bernhard von Galen im Zuge der Gegenreformation viele einschneidene Änderungen im Kirchenleben und sorgte für die Renovierung der Kirche.

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