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Gymnasium Laurentianum
[  RAP 2K, Westfälische Nachrichten 2  ]


Die "Silberkralle" für das Laurentianum im Road Ahead Prize 2000.
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WN
Warendorf Sonderseite, 27. Oktober 2000


LAURENTIANUM: AUF DEM WEG NACH VORN

Keine halben Sachen

Laurentianum belegt Platz zwei bei Microsoft-Wettbewerb

Von Thomas Skerhutt
Warendorf/Berlin.  Auch die eine oder andere Träne floss am Mittwoch im "Tränenpalast" in Berlin. Doch zumeist waren es wohl eher Freudentränen. Denn bei der Preisverleihung des Microsoft-Wettbewerbes "Road Ahead Prize 2000" räumten die Informatikschüler des Gymnasium Laurentianum kräftig ab: Mit einem Pokal für den zweiten Platz und einem Preisgeld in Höhe von 15 000 Mark kamen die Schüler nach einem zweitägigen Aufenthalt in der Bundeshauptstadt zurück nach Warendorf. Eine namenhafte Jury hatte ihren Beitrag zu dem Thema "50 Jahre Bundesrepublik Deutschland" unter rund 450 Beiträgen ausgewählt.
  Auch wenn das letzte Quentchen Glück fehlte, um ganz oben auf dem Treppchen zu landen - stolz waren die Schüler dennoch über ihren Erfolg bei dem Wettbewerb, von den Laurentianern kurz "RAP 2k" genannt. "Das Geld wird auf jeden Fall in den Be- reich der 'Neuen Medien' an unserer Schule fließen. Aber es bleibt sicherlich noch etwas übrig, um die Platzierung noch einmal zu feiern", ließ die strahlende Direktorin Marlis Ermer direkt nach Antritt
 
der Rückreise verlauten, während sie mit dem "Trainer" der Mannschaft, Informatiklehrer Harald M. Otto, und den mitgereisten Vertretern der örtlichen Presse auf den Erfolg anstieß.
  Angefangen hatte alles als kleines Unterrichtsprojekt, in dessen Rahmen der Informatiklehrer das Programmieren von Internetseiten erläutern wollte. Plötzlich fanden sich die Schüler mitten im Wettbewerbsgeschen wieder: "Ganz oder gar nicht", lautete die Devise. "Wenn wir die Vorrunde überstehen, werden wir sicherlich weit kommen", hatte Harald Otto bereits im September 1999 vorausgesagt. Gesagt, getan: Lediglich einem zweiköpfigen Team aus Rinteln mussten sich die Schüler der Klassen 10 bis 13 geschlagen geben. Den Preis überreichten ihnen ihre "Paten", die Mitglieder der Band "Die 3. Generation", bekannt duch den Big-Brother-Song "Leb, so wie du dich fühlst". Abseits vom Wettbewerb durfte aber auch das Rahmenprogramm nicht fehlen: Reichstagsbesichtigung und ein Besuch des Filmparks Babelsberg rundeten die Fahrt ab.

 
Der Besuch des Reichstags war einer der Höhepunkte für die Gruppe.
Fotos (10): Skerhutt
 
Die Jugendband "Die 3. Generation" überreichte den Warendorfer Schülern den Preis.

 
Im Februar präsentierte sie "RAP 2k" noch dem Kanzler, jetzt freute sich Chefdesignerin Hyun-A Cho mit Friedrich Merz über den zweiten Platz.
 
Gemeinsam mit ihren Paten feierten die Laurentianer ausgelassen ihren großen Erfolg bei dem bundesweiten Wettbewerb.

 
Die zweiten Sieger machen sich stolz auf den Weg zur Bühne, wo sie den Preis entgegen nahmen.
 
Schulleiterin Marli Ermer und Informatiklehrer Harald M. Otto präsentieren den Scheck und die Skulptur.

 

Das tragende
Symbol im
Beitrag:
Der Bundesadler.

 

Der Microsoft-Wettbewerb im Kurzportrait

-tsk-  Warendorf. Der Road Ahead Prize fand in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. Benannt ist der Wettbewerb nach dem Buch von Ex-Microsoft-Chef Bill Gates, "The Road Ahead", zu deutsch "Der Weg nach vorn". Ziel von Microsoft ist es, das Internet den Schülern deutscher Schulen näher zu bringen. Die besten Arbeiten werden mit Preisgeldern in Höhe von 60 000 Mark prämiert.
  Die Jury setzte sich aus vielen namenhaften Wissenschaftlern und Redakteuren zusammen, unter ihnen Prof.Dr. Guido Knopp, dessen Serie "50 Jahre Bundesrepublik" von den Laurentianern in den Beitrag eingebracht wurden. Ebenfalls in der Jury waren Harald Kuppeck, Chefredakteur der Zeitschrift Computer-Bild, und der Politikwissenschaftler Werner Weidenfeld.
  "Es gab einen ganzen Katalog mit Kriterien, nach denen entschieden wurde. Besonders wichtig waren Orginalität und
 
der Inhalt", erläuterte der stellvertretende ComputerBild-Chefredakteur Harald Fritsche im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten.
  Was ebenfalls zählte: Die Laurentianer haben auf Hilfsmittel zur Erstellung der Internetseiten verzichtet, und alles eigenhändig programmiert. "Hier konnte der Informatikunterricht eingreifen", erklärt Harald Otto, der sich selbst weniger als Leiter des Projektes sieht, sondern eher als Trainer einer Mannschaft, die alles selbst erstellt. Layout und Grafiken wurden von Hyun-A Cho aus der Jahrgangsstufe 13 erstellt. Die Informationen für die Beiträge, sowie das entsprechende Thema suchten sich die Schüler in den Archiven der lokalen Zeitungen und im Kreisarchiv zusammen.
  Im Berliner Tränenpalast wurde die Veranstaltung von VIVA-Moderatorin Minh-Khai Phan-Thi moderiert. Für den krönenden Abschluss der Preisverleihung sorgte die Band "Die 3. Generation".

 

Multimediales Lernen

-tsk-  Berlin.  Hauptperson der Preisverleihung war Microsoftpräsident Steve Ballmer, der in seiner Rede die enorme Wichtigkeit des Benutzens von Computern in der Schule immer wieder betonte. Die Firma Microsoft arbeitet im Moment mit 800 amerikanischen Schulen an verschieden Projekten, in deren Rahmen das Benutzen von Computern in allen Bereichen des Lebens vermittelt werden soll. "Mit dem Laptop als Lehr- und Arbeismittel verbessern Schüler ihre Leistungen erheblich, sie arbeiten selbstständiger, indem sie zum Beispiel Informationen im Internet recherchieren", so Ballmer. Dies war auch ein Ziel des Wettbewerbes "Schüler mit Laptops engagieren sich stärker bei den Schularbeiten als Schüler ohne. Lehrer mit Laptops setzen verstärkt auf neue Lehrmethoden, etwa auf aktives Lernen statt auf passives Zuhören", trägt er die Ergebnisse der Untersuchungen
 

Steve Ballmer

 
in den USA zusammen. Er sieht auch für deutsche Schulabgänger gute Chancen auf dem Weltmarkt der Informationstechnologie. Ebenso hätten deutsche Technologie und damit deutsche Unternehmen durchaus auch die gleichen, guten Chancen, sich auf dem Weltmarkt dauerhaft zu behaupten.

 

Schulen fördern

-tsk-  Berlin.  Richard Roy, Chef von Microsoft Deutschland, stellte heraus, wie deutsche Schulen von der Firma gefördert werden. Jedes Jahr wandern 40 Millionen Mark an deutsche Schulen, die im Bereich der Informatik besonders aktiv sind. Er freute sich darüber, dass sich so viele Schulen für einen solchen Wettbewerb engagieren und die Schüler dazu motivieren können, aktiv zu werden. Die Arbeit mit und im Internet werde in der Zukunft immer wichtiger für alle. Deshalb sollte man möglichst früh anfangen, den Kindern dieses Medium und vor allen Dingen den Umgang mit dem Computer zu vermitteln. "Nur so haben sie eine Chance in der Zukunft", verdeutlicht er den anwesenden Vertretern der Medienanstalten und den Teilnehmern.
  Microsoft Deutschland fördere außerdem Programme für Lehrer, denen der Einsatz der "Neuen Medien" im Unterricht vermittelt werden soll. "So können wir
 

Richard Roy

 
die Zukunft der Kinder sichern", betonte der gebürtige Frankfurter, der seit einigen Jahren Chef von Microsoft Deutschland ist. Auch in der Zukunft werde sich das Unternehmen für die Förderung von Schulen und hochbegabten Schülern einsetzen.

 

Offensive für Bildung

-tsk-  Berlin.  CDU/CSU- Fraktions-vorsitzender Friedrich Merz dankte in seiner Festrede den Initiatoren der Firma Microsoft für den Einsatz in der Förderung der Schulen. "Der Computer und das Internet sind die Zukunft. Ich bin der festen Uberzeu- gung, dass in spätestens 20 Jahren unsere Wahlen, egal ob Bundestagswahl oder Kommunalwahl online stattfinden werden", blickte er in die Zukunft. Die Förderung an unseren Schulen müsse besser werden . "Allerdings hängen wir nicht, wie es oft gesagt wird, so weit hinter den Amerikanern her", bilanzierte er zuversichtlich.
  Er selbst habe einen Wettbewerb zum Thema "Rechtsradikalismus, was geht mich das an?" ins Leben gerufen. Allerdings können die Laurentianer hier nicht teilnehmen, weil der Teilnehmerkreis auf seinen sauerländischen Wahlkreis beschränkt ist.
  "Wir brauchen eine Offensive für Bildung.
 

Friedrich Merz

 
Die bisherigen Möglichkeiten im Bereich von Internet und Multimedia sind alles andere als gut. Ich persönlich bin aber sehr aufgeschlossen, wenn es darum geht, Programme zu starten und zu fördern", betonte Friedrich Merz am Ende seiner Festrede.

 

Pannen am Rande

Erfolg war das Ziel. Und dafür nahmen die Schüler eine ganze Menge Arbeit auf sich: Archive durchwühlen, Interviews führen, prominente und weniger prominente Mitmenschen anrufen und vieles mehr. In der Zeit der neuen Medien alles kein Problem. Eigentlich. Handy und Internet machen es möglich. Aber wie kann man einen Politiker erreichen, der zu jeder denkbaren Zeit mit Fallschirmspringen beschäftigt ist?
  In diesem Fall half eine E-Mail. Zwar gab es keinen persönlichen Termin. Schade. Aber dafür eine umfassende Antwort auf dem Computer-Bildschirm. Schnell die Aufgabe erledigt, ohne viel Anstrengung. Wunderbar. Die Regeln der Höflichkeit schreiben es vor: Also schickten die Schüler eine E-Mail als Dankeschön an den Interviewpartner. Doch leider hatte das Betriebssystem eines Monopolisten aus Amerika eine kleine Sicherheitslücke: Zum Dank gab es nicht nur einige Worte, sondern auch einen neuen Virus für den Fallschirmspringer-Computer. Vielleicht wäre ein persönliches Treffen für den prominenten Liberalen doch günstiger gewesen...   -tsk-


 

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