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Gymnasium Laurentianum
[  Deutschl@nd geht online   11.2.2000  ]
 

Rede von Bundeskanzler Gerhard Schröder anlässlich des 9. Internationalen Presse-Kolloquiums der Deutschen Telekom AG


Es gilt das gesprochene Wort!

I. Schröder

Sehr geehrter Herr Dr. Sommer, meine sehr geehrten Damen und Herren!

Anlässlich der heutigen Eröffnung ihrer Hauptstadtrepräsentanz, die gleich anschließend stattfinden wird, heiße ich die Deutsche Telekom AG herzlich in Berlin willkommen.

Willkommen im ehemaligen "Kaiserlichen Haupttelegraphenamt", einer der Geburtsstätten der Telekommunikation in Deutschland.

Im Jahr 2000 ist dieses Gebäude erneut Sinnbild des Aufbruchs und der Moderne.

Dass es eine niedersächsische Architektengemeinschaft war, die dieser Modernität Gestalt gegeben hat, vermerke ich - natürlich nicht ganz ohne Genugtuung - hier nur am Rande.

Auch das Internationale Presse-Kolloquium der Telekom steht dieses Jahr ganz im Zeichen des Aufbruchs - des Aufbruchs in das 21. Jahrhundert, das "online-Jahrhundert".

"Deutschland geht online" - hinter diesem kurzen und prägnanten Titel der diesjährigen Veranstaltung verbirgt sich die ganze Themenvielfalt des Wandels von der Industrie- zur Wissens- und Informationsgesellschaft.

Es ist nunmehr das neunte Mal, dass Vertreterinnen und Vertreter deutscher und internationaler Medien in diesem Rahmen zusammenkommen, um sich über Status-quo und Perspektiven der Informationswirtschaft zu informieren.

Ich freue mich, dass Sie so zahlreich der Einladung der Telekom in die Hauptstadt gefolgt sind. In die Stadt, in der wesentliche Weichenstellungen für Deutschlands Weg in das Informationszeitalter getroffen werden.

II.

Die Bundesregierung schreibt der Gestaltung des Informationszeitalters eine herausragende Rolle für die zukünftige wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland zu.

Wir wollen, dass Informations- und Kommunikations-Technologien stärker als bisher genutzt werden. Und zwar von allen Bürgerinnen und Bürgern.

Die Kompetenz in der Anwendung der Informations- und Kommunikations-Technologien entscheidet in starkem Maße über den zukünftigen wirtschaftlichen Rang Deutschlands in der Welt. Die jüngsten Großfusionen im Bereich der Informationswirtschaft haben dies in aller Deutlichkeit gezeigt.

Unser Anspruch ist es, dass Deutschland auch im Informationszeitalter im internationalen Wettbewerb einen Spitzenplatz einnimmt.

Wir stehen heute vor völlig neuen Dimensionen bei der Anwendung der neuen Kommunikationsmöglichkeiten mit großen Chancen für unsere Volkswirtschaft.

Ich denke etwa an die Einführung der dritten Generation von Mobilfunksystemen. Die Frequenzvergabe für UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) ist noch in diesem Jahr geplant.

Nur wenn es uns gelingt, den Übergang von der Industrie- zur Informationsgesellschaft zu meistern, werden wir auch die Arbeitslosigkeit in Deutschland nachhaltig abbauen können.

Allein in den vergangenen drei Jahren sind 100.000 zusätzliche Arbeitsplätze in der Informationswirtschaft entstanden.

Kein anderer Sektor weist eine solche Beschäftigungsdynamik auf.

Seriöse Untersuchungen erwarten - wenn wir die Weichen richtig stellen - allein in der Multimedia-Branche einen Beschäftigungsschub in der Größenordnung von bis zu 350.000 zusätzlichen Stellen bis zum Jahr 2002.

Aber auch in den klassischen Industrien werden Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigungssituation zunehmend von der Kompetenz in den neuen Technologien bestimmt.

Die Bundesregierung ist fest entschlossen, die Weichen so zu stellen, dass das damit verbundene Beschäftigungspotenzial umfassend ausgeschöpft wird.

Dabei können wir auf ein solides Fundament aufbauen.

Deutschland verfügt - gerade aufgrund der umfangreichen Investitionen der Telekom - über eine ausgezeichnete, leistungsfähige Telekommunikationsinfrastruktur.

Hier spielt Deutschland im weltweiten Vergleich ganz oben mit. So nehmen wir etwa bei den ISDN-Anschlüssen, digitalen Hauptanschlüssen und TV-Kabelanschlüssen eine Spitzenstellung ein.

Dieses Beispiel zeigt, dass wir beim Aufbau der Infrastruktur für die Informationsgesellschaft gut vorangekommen sind.

Wir müssen jedoch zur Kenntnis nehmen, dass wir bei der Anwendung der neuen Medien im internationalen Vergleich bisher zu den Nachzüglern zählen:

  • In Europa rangiert Deutschland bei der Internet-Nutzung im unteren Drittel.
  • Auch bei den Pro-Kopf-Ausgaben für Informationstechnik und Telekommunikation bewegen sich die Deutschen nur im internationalen Mittelfeld.
Spiegelbildlich dazu ist die Bedeutung der Informations- und Kommunikationsbranche in anderen Volkswirtschaften deutlich höher.

So sind in den Niederlanden, Schweden, Dänemark und Norwegen 9 Prozent der Beschäftigten im Bereich Informations- und Kommunikationstechnik tätig, bei uns aber nur 5 Prozent.

Das gemeinsame Ziel aller Verantwortlichen muss sein, diesen Abstand im Vergleich zu anderen Ländern so rasch wie möglich zu verringern.

Mit diesem Ziel hat die Bundesregierung vor wenigen Monaten das Aktionsprogramm "Innovation und Arbeitsplätze in der Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts" beschlossen.

Wir haben das Aktionsprogramm mit konkreten Zielmarken versehen.

Wir wollen

  • die Zahl der Internet-Abonnenten an der Gesamtbevölkerung von derzeit 9 Prozent auf 40 Prozent im Jahr 2005 steigern,
  • alle Schulen bis 2001 ans Netz bringen,
  • die Zahl der Multimedia-Unternehmen bis zum Jahr 2001 verdoppeln.
Diese Zielsetzungen sind ehrgeizig. Um sie zu erreichen, bedarf es gemeinsamer Anstrengungen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

III.

Aufgabe der Politik ist es vor allem, die rechtlichen Rahmenbedingungen weiter zu verbessern und einen zukunftsfähigen Ordnungsrahmen für einen modernen Medienstandort zu schaffen.

Zum einen brauchen wir funktionsfähige Wettbewerbsstrukturen.

Mit der Öffnung der Telekommunikationsmärkte sind wir hier einen großen Sprung vorangekommen.

Wettbewerbsorientierte Preise und moderner Service, die wir mit dieser Reform erreicht haben, sind eine Grundvoraussetzung für die breite Nutzung der neuen Möglichkeiten der Informationsgesellschaft.

Zum anderen brauchen wir einen Rechtsrahmen, der Sicherheit und Vertrauen fördert und gleichzeitig unnötige Regulierungen vermeidet.

Wir wissen, dass mangelndes Vertrauen in die Sicherheit ein Grund ist, der viele Anwender von der Nutzung abhält.

Wir müssen diese Sorgen ernst nehmen und entsprechende Sicherheitsstandards verbessern. Beispielsweise durch "Verschlüsselung" und "elektronische Signatur".

Die Aktivitäten der Bundesregierung beschränken sich aber nicht auf die intelligente Ausgestaltung der rechtlichen Rahmenbedingungen.

Wir fördern auch ganz gezielt innovative Prozesse und Anwendungen im Bereich der neuen Medien.

An vorderster Stelle steht dabei der "electronic commerce", den wir auch in Deutschland zur Erfolgsstory machen wollen.

Unsere Förderung setzt gezielt bei den kleinen und mittleren Unternehmen sowie dem Handwerk an.

Viele dieser Unternehmen haben den "virtuellen siebten Kontinent" , auf dem in elektronischen Kaufhäusern gekauft und verkauft wird, bislang noch nicht entdeckt.

Die von der Bundesregierung geförderten Kompetenzzentren für elektronischen Geschäftsverkehr leisten hier wertvolle Unterstützung.

Unser erklärtes Ziel ist die Förderung der Vernetzung kleiner und mittlerer Unternehmen auf ein für Großunternehmen vergleichbares Niveau.

Gleichzeitig wollen wir über einen von der Bundesregierung angestoßenen Gründerwettbewerb die Zahl der Multimedia-Unternehmen bis zum Jahr 2001 verdoppeln.

Sie sehen, wir fördern mit dem Aktionsprogramm auch ganz gezielt den Mittelstand.

Selbstkritisch müssen wir heute feststellen: Auch vielen Bürgerinnen und Bürgern ist das Internet nach wie vor ein Buch mit sieben Siegeln.

Offensichtlich ist es uns bislang nicht ausreichend gelungen, die Menschen in unserem Land von dem Nutzen der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien zu überzeugen.

Hier besteht noch dringender Nachholbedarf.

Eine zentrale Rolle kommt hierbei den Unternehmen der Informationswirtschaft zu. Es ist ihre ureigene Aufgabe, über Servicequalität und Preisgestaltung Kunden von der Vorteilhaftigkeit ihrer Angebote zu überzeugen.

Die Bundesregierung unterstützt sie dabei mit Informationskampagnen im Rahmen von Innovationspartnerschaften.

So etwa bei der außerordentlich erfolgreichen Aktion "Frauen ans Netz", an der die Telekom maßgeblich beteiligt ist.

Solche Aktionen tragen ganz erheblich dazu bei, weitverbreitete Berührungsängste vor dem Internet durch "Ausprobieren" abzubauen.

IV.

Den Menschen den Nutzen der neuen Medien sichtbar zu machen, ist die eine Sache.

Gleichzeitig müssen wir ihnen Wege aufzeigen, wie sie an der Entwicklung teilhaben und das Beste für sich daraus machen können.

Wir brauchen neue Angebote für ein lebenslanges Lernen, damit Menschen jeden Alters Zugang erhalten in die Informationsgesellschaft.

Die gleichberechtigte Teilhabe aller Bevölkerungskreise ist mir ein ganz wichtiges Anliegen.

Es darf keine Spaltung der Gesellschaft geben, in Menschen mit Zugang zu den neuen Informations- und Kommunikationsangeboten und jenen, die nicht ins Netz gelangen.

Sie wäre sozial ungerecht, weil dadurch viele, zu viele Menschen von einer entscheidenden Zukunftsentwicklung abgekoppelt würden.

Sie wäre aber auch in hohem Maße ineffizient. Denn die intellektuellen und kreativen Ressourcen der Menschen sind ein wichtiger Produktionsfaktor in der Informationsgesellschaft.

Mit der Vermittlung der notwendigen Kompetenzen kann nicht früh genug begonnen werden. Bereits Kinder und Jugendliche müssen in vernünftiger Weise an die Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnik herangeführt werden.

Unser Ziel ist es daher, bis zum Jahr 2001 allen Schulen den Zugang zum Internet zu eröffnen. Jeder Schülerin und jedem Schüler wird dann die Nutzung von Computern möglich sein.

Diese Herausforderung können wir nur gemeinsam mit der Wirtschaft bewältigen.

Das Engagement der Telekom in diesem Bereich war und ist beispielhaft.

Ich begrüße nachdrücklich die von Ihnen, Herr Dr. Sommer, soeben verkündete Absicht der Deutschen Telekom, allen Schulen in Deutschland einen kostenlosen Internet-Zugang auf ISDN-Basis zu verschaffen.

Die Telekom leistet damit einen ganz wesentlichen Beitrag, die heranwachsende Generation frühzeitig mit den Möglichkeiten des Internets vertraut zu machen.

Sie greifen damit eines der zentralen Ziele unseres Aktionsprogramms "Innovation und Arbeitsplätze in der Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts" auf, alle Schulen bis 2001 mit PC’s und Internet-Zugang auszustatten.

Ich finde, diese Vorreiterrolle der Telekom sollte schnell "Schule machen" und Nachahmer bei den Wettbewerbern finden.

Natürlich müssen wir im Auge behalten, inwieweit hierbei auch Aspekte des Wettbewerbs eine Rolle spielen.

Aber wir sollten bei der Bewertung dieser Aktion vor allem den damit verbundenen herausragenden bildungspolitischen Impuls in den Mittelpunkt rücken.

V.

Parallel dazu müssen wir alles unternehmen, um den derzeit bestehenden Fachkräftemangel zu überwinden.

Die Zahl der nicht besetzbaren Arbeitsplätze in der Informationswirtschaft wird auf 75.000 beziffert, Tendenz steigend.

Abhilfe schafft hier die mehrjährige Offensive zum Abbau des Fachkräfte-mangels in den Informations- und Kommunikationsberufen, auf die sich die Partner des Bündnisses für Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit im letzten Jahr verständigt haben.

Bereits 1999 ist es gelungen, 30.000 jungen Menschen die Ausbildung in IT- und Medienberufen zu ermöglichen.

Dank erheblicher Anstrengungen der Unternehmen wird das vereinbarte Ziel, die Zahl der betrieblichen Ausbildungsplätze in diesen Berufen auf 40.000 zu erhöhen, nicht erst 2002, sondern bereits dieses Jahr erreicht.

VI.

Meine Damen und Herren,

Deutschland geht "online" - das ist heute schon mehr eine Feststellung als eine Vision.

Der Umsatz in Informationstechnik, Telekommunikation und Medien übertrifft heute bereits den auf dem deutschen Automobilmarkt.

Doch trotz der beachtlichen Fortschritte sollten wir nicht aus dem Auge verlieren, dass wir noch am Anfang der Entwicklung zur Informations- und Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts stehen.

Die vor uns liegenden Aufgaben erfordern eine Bündelung der Kräfte von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft.

Ich begrüße es daher, dass die Deutsche Telekom sich mit Projekten wie "Schulen ans Netz" und "Frauen ans Netz" aktiv in gemeinsame Unternehmungen einbringt.

Wesentlich ist, die Bedeutung dieser Entwicklung für die Zukunft unserer Gesellschaft immer wieder ins öffentliche Bewußtsein zu rücken. Das Kolloquium der Telekom ist dafür ein guter Beitrag.

Auch die Initiative "Deutschland 21", deren Beiratsvorsitz ich übernommen habe, leistet hier wertvolle Unterstützung.

Sehr geehrter Herr Dr. Sommer,

ich freue mich über Ihre Ankündigung, dass die Telekom sich zukünftig auch in das Engagement der Initiative "Deutschland 21" aktiv einbringen will.

Dies wird unserem gemeinsamen Ziel, die neuen Möglichkeiten der Informationsgesellschaft breit und fest in unserer Gesellschaft zu verankern, zusätzlichen Auftrieb geben.

VII.

Von besonderer Bedeutung für einen raschen und reibungslosen Wandel zur Informationsgesellschaft sind natürlich auch die richtigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Wir setzen auf einen Dreiklang bestehend aus

  • Haushaltskonsolidierung (Zukunftsprogramm 2000),
  • Steuerentlastungen (Steuerentlastungsgesetz 1999-2002 und Steuerreform 2000),
  • Sozialen Dialog (Bündnis für Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit).
  • Die Politik der Bundesregierung will den Strukturwandel für die Unternehmen erleichtern und so gute Voraussetzungen für mehr Wachstum und Beschäftigung schaffen.
Die Konjunkturperspektiven sind günstig:
  • Das Wachstums-Tempo beschleunigt sich in diesem Jahr auf 2,5 Prozent (nach 1,5 Prozent im Jahr 1999).
  • Mit einem kräftigen Schub beim privaten Verbrauch (Prognose der Bundesregierung im Jahreswirtschaftsbericht 2000: +2,5 Prozent) zündet neben dem Export der zweite Konjunkturmotor.
  • Die Arbeitslosigkeit geht im Durchschnitt dieses Jahres um 200.000 Personen zurück und sinkt damit erstmals seit 1996 wieder unter die 4 Millionen-Grenze.
Ziel unserer Politik ist es, diese Konjunkturbelebung in einen nachhaltigen Aufschwung überzuleiten.

Den Grundstein haben wir mit der im Zukunftsprogramm 2000 eingeleiteten Konsolidierung des Bundeshaushalts gelegt.

Mit einem stetig ansteigenden Einsparvolumen - angefangen bei 30 Milliarden DM in diesem Jahr - führen wir den Staat aus der Schuldenfalle.

Damit schaffen wir die Voraussetzung für eine - viel zu lang verzögerte - durchgreifende Steuerreform.

Insgesamt werden wir die Steuerbelastung im Zeitraum 1999 bis 2005 um über 70 Milliarden DM senken.

70 Milliarden DM, die den Haushalten und Unternehmen zusätzlich für Anschaffungen und Investitionen zur Verfügung stehen.

Durchgreifende strukturelle Reformen, die Bestehendes in Frage stellen beziehungsweise verändern, brauchen eine breite gesellschaftliche Akzeptanz.

Deshalb habe ich das Bündnis für Arbeit ins Leben gerufen.

Im Januar haben wir dort gemeinsam einen wichtigen Durchbruch erzielt. Die Gefahr, dass die Tarifrunde eine reine Lohnrunde zu Lasten neuer Arbeitsplätze wird, ist zunächst gebannt.

Jetzt stehen die Tarifparteien in der Verantwortung, ihren Beitrag für mehr Beschäftigung zu leisten.

Ich bin davon überzeugt, dass wir in einer gemeinsamen Anstrengung unser Land aus der Erstarrung der vergangenen Jahre lösen und wieder in Schwung bringen werden. Die Chancen sind günstig.

Wir haben allen Anlass, mit Optimismus und Zuversicht in das neue - digitale - Jahrhundert zu gehen.


Quelle: Pressemappe der Telekom,   Foto: Alwin Frerich


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