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Wolf-Uwe Schneider

Dipl.-Ing. Wolf-Uwe Schneider wurde 1954 in Pößneck/Thüringen geboren und kam 1960 in die BRD nach Münster, wo er 1972 Fachabitur machte und anschließend bis 1976 Bauingeneurwesen studierte. Seit 1979 wohnt er in Warendorf.

Tim Schneider: Was hat dich in 50 Jahren Bundesrepublik Deutschland besonders beeindruckt?

W.-U. Schneider: Da gab es einige Ereignisse: Sehr beeindruckend war für mich die Teilung und die Wiedervereinigung des Landes. Die Teilung war die Konsequenz aus dem 2. Weltkrieg und der Teilung in 4 Besatzungszonen und dann am 13.8.1961 wurde die Mauer als Konsequenz aus den vielen Flüchtlingen die in der BRD die Freiheit suchten gebaut. Zu denen zähle ich mich auch.

In den folgenden Jahren entwickelten sich die beiden deutschen Staaten völlig verschieden. Sehr beeindruckend für mich war die Entwicklung der BRD. Aus einem völlig zerstörten Land wurde mit Hilfe des Westens eine Industriemacht. Im Gegensatz dazu blieb der Osten sehr unterentwickelt. In Reisen in die DDR fühlte man sich immer gleich um Jahrzehnte in die Vergangenheit zurückversetzt.

Seit Gorbatschow in der Sowjetunion Staats- und Parteichef wurde, deutete sich eine grundlegende Änderung an. 1989 war es dann soweit. Die Mauer fiel. Bei diesem Ereignis beeindruckte mich besonders, wie friedlich die ganze Sache verlief. Ein kriegerischer Konflikt wäre ja auch denkbar gewesen.

Die Studentenproteste von 1968 haben mich auch beeindruckt. Diese Form des öffentlich sichtbaren, spontanen Protestaktionen waren bis dahin einmalig in der BRD.

Ein weiteres Ereignis fand 1973 statt. Damals in den Zeiten der Ölkrise gab es vier autofreie Sonntage. Aufgrund des Rohölmangels wurde das Bewegen von KFZ verboten und Autobahnen wurden nicht selten zum Sonntagsspaziergang genutzt.

T. Schneider: Gab es auch ein regionales Ereignis, das dich beeindruckt hat?

W.-U. Schneider: Ja. In den 70er Jahren wurden in vielen Städten Modernisierungsmaßnahen ergriffen. Es kam zu der Sanierung der Altstädte, um eine möglichst funktionale Infrastruktur zu ermöglichen. Warendorf blieben solche Maßnahmen nach lagen Diskussionen glücklicherweise erspart und die autofreie Altstadt ist heute wirklich ein Anziehungspunkt.

T. Schneider: Vielen Dank für das Gespräch.


Autor: Tim Schneider

 

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