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Winfried Richter

Winfried Richter ist der Konrektor der Grundschule in Everswinkel.

Richter RAP 2K:  Gibt es Ereignisse aus 50 Jahren Deutschland, die besonderen Eindruck auf Sie gemacht haben?

Richter: Zwei Ereignisse möchte ich besonders hervorheben. Zunächst 13. August 1961: Mauerbau in Berlin. Als 13jähriger war ich damals mit meiner Schwester in Bayern wandern. In einer Jugendherberge weinte an eben diesem 13. August 1961 ein vielleicht 16jähriges Mädchen völlig aufgelöst. Wie sie dann erzählte, stammte sie aus Ost-Berlin und war über die damals noch ziemlich offene Berliner Grenze in Urlaub nach Westdeutschland gefahren. Jetzt in Bayern erfuhr sie, dass die Grenze zu war. Sie wusste nun nicht mehr, wie sie nach Hause zu ihren Eltern zurückkommen sollte. Sie war völlig verzweifelt. Bis dahin war mir, dem 13jährigen ohne Verwandtschaft in der damaligen "Zone", die Teilung Deutschland zwar bekannt gewesen. Aber diese unmittelbar erlebte Betroffenheit sowie die in den Nachrichten vermittelten Ereignisse dieser Tage und der Folgejahre machten die innerdeutsche Grenze zu etwas Unfassbaren und Unerträglichem, mit dem man sich nicht abfinden durfte.In den Folgejahren habe ich oft - zumeist mit Schülern - diese Grenze und die Kontrollpunkte der Berliner Mauer passiert, immer mit höchst beklommenem Gefühl.

Ich erinnere mich des weiteren, dass ich mit meinen Kindern auf einer Ungarnfahrt, das muss Sommer 1988 gewesen sein, mal wieder über den Ostblock und den "Eisernen Vorhang" sprach - das lag bei einer Fahrt durch das damalige zum sozialistischen Lager gehörenden Ungarn mit Urlaubskontakten zu DDR-Bürgern nahe - und ihnen sagte: "Ihr werdet ganz sicher erleben, dass er einmal fällt, bei mir ist das eher unwahrscheinlich". Klar, dass dann der 9. November 1989 einen ganz besonders bewegenden Eindruck hinterließ, als Grenze und Mauer fielen.

RAP 2K:  Gibt es Ereignisse aus dem Kreis Warendorf, die in den letzten 50 Jahren auf Sie besonderen Eindruck gemacht haben?

Richter: Ich wohne seit 21 Jahren im Kreis Warendorf. Während dieser Zeit hat es dort eine Vielzahl von Ereignissen gegeben, die ich auch interessiert verfolgt habe. Aber dabei ist keines, dass auf mich einen so herausragenden Eindruck gemacht hat, als dass ich es als das besondere hervorheben würde. Wenn ich den Blick auf Everswinkel lenke, ist für unsere Gemeinde die Entscheidung besonders wichtig gewesen, bei der Kommunalreform 1975 selbständig geblieben zu sein. Sie war eine wesentliche Grundlage für die dynamische Entwicklung und eine aktive Bürgerschaft unserer Gemeinde.


Autorin: Nadine Tillmann

 

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