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Klaus Gruhn

Am 13. April stellte sich Oberstudiendirektor i.R. Klaus Gruhn den Fragen von RAP 2K. Am Telefon erläuterte er seine Eindrücke zu 50 Jahren Bundesrepublik Deutschland. Klaus Gruhn war von 1976 bis 1997 Schulleiter des Gymnasium Laurentianum in Warendorf.

Gruhn RAP 2K: Was hat sie in den vergangenen 50 Jahren Bundesrepublik Deutschland persönlich am meisten beeindruckt?

Gruhn: Ach du lieber Gott. Beeindruckt ist vielleicht das falsche Wort. Eher bewegt: Der Fall der Mauer am 9. November 1989. Aus dem Stand heraus würde ich dies als ein großartiges Ereigniss bezeichnen, daß ich an die Spitze stellen würde. Ich kann ihnen auch den Grund dafür nennen: Ich gehöre zu einer Generation, die den Krieg miterlebt hat. Ich selbst war bei Kriegsende 12 Jahre alt. Wir haben den Zusammenbruch eines Staates und die anschließenden Notzeiten erlebt. Aufgewachsen sind wir damals in Trümmerstädten, ich selbst in Dortmund. Ebenso habe ich erlebt, wie ein Teilstaat errichtet wurde. Aus Erfahrungen heraus kannten wir ein größeres Deutschland. Daher hat meine Generation es schwer gehabt zu glauben, daß es jemals wieder ein vereinigtes, besser gesagt ein wiedervereinigtes Deutschland geben wird. Als die Mauer am 9. November 1989 fiel war das für mich ein großartiges, bewegendes Erlebnis. Dieses Ereigniss fand ich so beeindruckend, daß ich am 10. November, an dem an unserer Schule Elternsprechtag war dem Hausmeister aufgetragen hatte, die deutsche Flagge aufzuhängen, als Zeichen der Freude über die Wiedervereinigung Deutschlands.

Wenn sie eine Entwicklung meinen, würde ich die Zeit des Wirtschaftswunders nennen. Wir als Schüler/Kinder/Jugendliche lebten damals in den zerstörten Großstädten in einer heute kaum mehr vorstellbaren Not. Die Währungsreform 1948 bedeutete wirtschaftlicher Aufschwung. Unsere Trümmerstädte verwandelten sich in Baustellen. Wir konnten wieder satt werden, Geld sparen und zum Beispiel ein Rad kaufen. Diese Erfahrung hat sich tief eingeprägt und in meiner Generation einen großen Optimismus hervorgerufen.

RAP 2K: Gibt es auch auf kommunaler Ebene ein Ereignis, daß sie besonders bewegt oder beeindruckt hat?

Gruhn: Dazu kann ich wenig sagen, da ich selbst erst seit 1976 hier lebe und zu wenig aus der Geschichte dieser Region miterlebt habe.

RAP 2K: Danke für dieses Gespräch und ich wünsche ihnen noch einen schönen Abend.

Gruhn: Bitte sehr. Bis dann.


Autor: Thomas Skerhutt

 

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