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Konrad Dittrich

Herr Dittrich wohnt in Freckenhorst und ist Sparkassenleiter der Sparkasse Freckenhorst.

RAP 2K:  Gibt es Ereignisse aus 50 Jahren Bundesrepublik Deutschland, die besonderen Eindruck auf sie gemacht haben?

Dittrich K.Dittrich:  Die Teilung Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg war für alle Menschen in Europa, der Welt und besonders für die Deutschen eine blutende Wunde im Herzen Europas. Mit dem Verfall der östlichen Wirtschaftsordnung Comecon und begleitet durch die Peristroika der sowjetischen Politik unter dem Präsidenten Gorbatschow aber auch durch den unbändigen Freiheitswillen der Menschen der DDR, Polen und Ungarn fiel die Berliner Mauer, der "Eiserne Vorhang", der Deutschland trennte und die Wiedervereinigung einleitete.

Vor dem Hintergrund dieses Ereignisses besuchte ich mit meiner Familie die Stadt Berlin, um mir in der Geburtsstunde des wiedervereinigten Deutschlands einen ersten Überblick über die Ereignisse zu verschaffen. Wir nahmen die Einladung unserer Berliner Freunde an und wohnten 14 Tage in Caputh bei Potsdam - auf ehemaligem DDR-Gebiet. Von dort aus besuchten wir Berlin, Potsdam und Umgebung. Ausserdem besuchten wir Teile der ehemaligen DDR-Länder, wie Sachsen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt, um uns über Land, Leute und die Infrastruktur zu informieren. Wir sammelten viele Eindrücke und sprachen mit vielen Bürgern vor Ort und informierten uns so über das ehemalige Leben in der DDR. Insgesamt gesehen waren wir in vielerlei Hinsicht fasziniert, glücklich, betroffen, aber auch sprachlos. Ich hatte den Eindruck, dass erst jetzt der fürchterliche zweite Weltkrieg besiegt und zu Ende gegangen war.

Ein besonderes, persönliches Erlebnis für mich und meine Familie war, dass wir in Berlin-Mitte, am Brandenburger Tor am Potsdamer Platz selbst einige Meter der "Berliner Mauer" zu Fall brachten und durch diese Öffnung nach Ostberlin gingen und uns über geräumte Minenfelder, Sperrgebiet und einen seit Jahrzehnten verödeten Friedhof in den ehemaligen Ostsektor begaben, um uns ein Bild vom anderen Teil Deutschlands zu machen. Wir waren betroffen und erschrocken, was Menschen und Ideologien Verheerendes anrichten können. Zum Andenken an diese Tagen nahmen wir uns einige Stückchen der Mauer mit nach Hause.


Autorin: Kerstin Dittrich

 

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