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Klaus Chmiel

Im Gespräch mit Klaus Chmiel, Diplomsportlehrer und OTL d.Res. in der Bundeswehrsportschule Warendorf, außerdem Verantwortlicher für Presseangelegenheiten.

Klaus Chmiel RAP 2K: Herr Chmiel, vorweg erst einmal vielen Dank, dass Sie die Zeit gefunden haben, uns bei der Erweiterung unserer Internetseite behilflich zu sein. Aber nun zur eigentlichen Fragestellung: Wie sie wissen, feierte die Bundesrepublik ihren 50. Geburtstag. Deshalb frage ich Sie, was denn in 50 Jahren Bundesgeschichte für Sie persönlich das wohl bedeutenste Ereignis war?

Chmiel: Ich denke mal, dass nahezu jeder, den Sie interviewen auf diese Frage mit der Wiedervereinigung antworten wird, und auch bei mir läuft es darauf hinaus.

RAP 2K: Was genau meinen Sie damit?

Chmiel: Nun, ich war 1973 in Ungarn, bezüglich eines 5-Kampf-Wettbewerbes, und hatte so auch die Möglichkeit mich mit Ostdeutschen zu unterhalten. Und während man sich dort besser kennenlernte, wurde natürlich auch über eine Wiedervereinigung diskutiert. Einmal kam uns ein alter Herr besuchen, und sagte zu mir, daß es nur noch eine Frage der Zeit war, bis alle Deutschen wieder in einem Land leben werden. Und diese Weitsicht war es, glaube ich, die ich so stark bewundert habe, und nur noch bei einem einzigen anderen Menschen erfahren konnte: Herrn Leber, dem damaligen Verteidigungsminister. Ihn bekam ich 1975 zu sehen, als er bei der Grundsteinlegung dieser Bundeswehrsportschule sagte, dass er davon überzeug sei, daß eines Tages West- sowie Ostdeutsche in dieser Bundeswehrsportschule stationiert sein werden.

RAP 2K:  Dies waren also die Momente, die für sie in den 50 Jahren Bundesgeschichte am bedeutsamsten waren. Ist ihnen dennn auch ein Moment bewusst, den sie als den schlimmsten bezeichnen würden?

Chmiel: Oh ja, und zwar war ich in Texas ebenfalls auf einem 5-Kampf-Wettbewerb, und musste erschreckt feststellen, daß die Soldaten, mit denen ich mich dort unterhalten hatten nicht wussten, daß Deutschland geteilt war. Das war für mich schon ein großer Schock, da ich bis zu diesem Zeitpunkt davon ausgegangen war, daß diese Tatsache zur Allgemeinbildung gehört.

RAP 2K: Gut, daß war's auch schon. Haben Sie vielen Dank für das Interview.


Autor: Ron Heise

 

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