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Arno Biesemann

Herr Biesemann ist Oberstudienrat am Warendorfer Gymansium Laurentianum. Er unterrichtet Biologie und Chemie.

Arno Biesemann, LaurentianumRAP 2K: Gibt es Ereignisse aus fünfzig Jahren Bundesrepublik Deutschland, die besonderen Eindruck auf Sie gemacht haben?

A.Biesemann: Als erstes fällt mir da natürlich der Mauerfall in Berlin am 9.11.1989 ein. Über dieses Ereignis wurde ja auch zahlreich berichtet. Überall im Fernsehen, im Radio und in der Zeitung erfuhr man etwas über die Öffnung der Grenzen. So was bewegt einen natürlich und hinterlässt einen besonderen Eindruck.
Jedoch fallen mir auch noch andere Ereignisse ein. Ich bin genauso alt wie die Bundesrepublik Deutschland und so habe ich natürlich viele verschiedene Dinge miterlebt.
Da wäre dann zum Beispiel die Errichtung der Berliner Mauer im Jahr 1961. Zu dem Zeitpunkt war ich 12 Jahre alt. Hiervon konnte man zwar nicht so viel erfahren, wie beim Mauerfall, trotzdem ging mir dieses Ereignis sehr nahe. Es war auch alles eine sehr dramatische Angelegenheit. Ich kann mich noch an mehrere Bilder errinnern. Zum Beispiel wie sich Menschen aus den Fenstern ihrer Häuser abseilten, da die Mauer an der Stelle der Häuser gebaut wurde. Oder wie ein Mann im letzten Moment über einen Stacheldrahtzaun sprang, um sich noch zu retten.
Dann fallen mir die Studentenunruhen in den 68ern ein. Da hat man sich noch für seine Ideale eingesetzt.
Was auf mich noch großen Eindruck gemacht hat bzw. macht, ist die technische Entwicklung. Wenn man auf 50 Jahre Bundesrepublik Deutschland zurückblickt, hat sich da doch sehr viel verändert.

RAP 2K: Was denn zum Beispiel?

A.Biesemann: Nach dem zweiten Weltkrieg musste Deutschland völlig neu aufgebaut werden. Es ist erstaunlich, was daraus geworden ist. Außerdem gibt es vieles, von dem man sich heute überhaupt nicht mehr vorstellen kann, dass es nicht immer da war. Da ist zum Beispiel das Auto. Ich kann mich noch an meinen Onkel erinnern. Als er einmal bei uns mit dem Auto vorfuhr, war dies etwas ganz besonderes. Oder auch in der Landwirtschaft hat sich viel verändert. Ich bekomme dies ja auch genau mit, da ich selber auf dem Land lebe. Früher musste man alles mit der Hand und mit Tieren machen. Und jetzt fährt der Landwirt mit seinem voll ausgerüsteten Mähdrescher über sein Feld und hört Musik aus der eingebauten Steroanlage. Ich denke, dies ist alles sehr schnell voran gegangen und ich glaube, dass man sich das heute gar nicht mehr so vorstellen kann.
Allerdings kann es ja auch sein, das man in fünfzig Jahren dasselbe denken wird.


Autorin: Claudia Riesenbeck

 

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