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Günter Bentin

Herr Bentin, wohnhaft in Bad Lippspringe, ist Fernmelde-Oberamtsrat außer Dienst.

G.BentinRAP 2K:  Gibt es Ereignisse aus 50 Jahren Deutschland, die besonderen Eindruck auf Sie gemacht haben?

G.Bentin:  Die Ereignisse in den letzten 50 Jahren, die mich berührt haben, waren zum einen der Bau der Mauer 1961, wie auch ihr Fall 1989.

RAP 2K:  Verbinden Sie mit diesen Ereignissen persöhnlich Erfahrungen oder Eindrücke?

G.Bentin:  Ja, denn ich war einer der ersten Leute, die die Mauer passiert haben, nachdem die Grenzen geschlossen wurden. Es war der 14.08.1961, ein Montag, als ich von West-Berlin nach Ost-Berlin wechselte. Einen Tag zuvor, am Sonntag, den 13.08.1961 wurden die Grenzen geschlossen und man kam ab da an nur noch mit einem Passierschein auf die andere Seite. Mein Schein trug die Nummer 5, also war es einer der ersten. Als ich in Ost-Berlin war besuchte ich erstmal meine Eltern. Diese waren in voller Unruhe, wie auch alle anderen Bekannten. Sie löcherten mich mit Fragen wie zum Beispiel, ob es wieder Krieg gäbe, oder ob die Amerikaner einmarschieren würden. Alle dachten ich wisse darüber bescheid, da ich ja ein "Wessi" war. Aber ich hatte auch keine Antworten parat und so versuchte ich einfach sie zu beruhigen.

RAP 2K:  Gab es irgendwelche Probleme beim überqueren der Grenzen?

G.Bentin:  Probleme an sich gab es eigentlich nicht. Die Wachen in West-Berlin legten mir aber nah, mich beim Passieren ruhig zu verhalten, da diese Situation für alle noch neu und brisant war, und man lieber kein Risiko eingehen wollte. Etwas anderes war, dass ich kein Ostgeld hatte. So musste ich von der Sonnenallee bis nach Lichtenberg zu Fuß gehen, was immerhin an die 8 km waren.

RAP 2K:  Wieso konnten Sie eigentlich so früh von West-Berlin nach Ost-Berlin reisen?

G.Bentin:  Dieses Privileg wurde mir zu teil, da ich dienstlich nach Ost-Berlin zur Funkausstellung der heutigen Telekom unterwegs war.

RAP 2K:  Vielen Dank, Herr Bentin, für diese aufschlussreichen Antworten.


Autorin: Christine Kampmann

 

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