Enkelin Noa und Sohn Yuval waren mit Lea Rabin im
Schmerz vereint. Sie trauerten um den Mann, den die
Kugeln eines religiösen Eiferers getötet hatten. Die
junge Frau sagte am Sarg ihres Großvaters Yitzhak
Rabin: "Du warst mein Feuer vor dem Lager, jetzt sind
wir das Lager ohne Feuer, ohne Fackel in der Finsternis.
Ich weiß, dass Menschen in Begriffen von einem
nationalen Unglück sprechen, aber versuch mal, ein
ganzes Volk zu trösten oder es am privaten Schmerz
teilnehmen zu lassen, wenn Großmutter nicht aufhört zu
weinen und wir ganz stumm die Leere bemerken, die sich
hier aufgetan hat."
Die Großen der Welt nahmen an diesem 6. November
1995 auf dem Herzl-Berg in Jerusalem Abschied,
darunter US-Präsident Clinton, König Hussein von Jordanien,
Ägyptens Präsident Mubarak, Bundespräsident Herzog, Bundeskanzler Kohl
und eine Palästinenser-Delegation.
Am 4. November hatte sich der Student Jigal Amir nach
einer Friedenskundgebung nahe an Rabin herangeschlichen und ihn mit drei
Schüssen niedergestreckt.
Der israelische Ministerpräsident hatte eine Rede gegen Gewalt und für
den Frieden gehalten. Er hatte die Zeichen der Zeit erkannt,
sich vom kriegerischen Falken zur friedliebenden Taube gewandelt. Dafür
bekam er den Friedensnobelpreis - und zog sich den Hass
rechtsradikaler Nationalisten und orthodoxer Fundamentalisten zu.
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Quellen: Text zitiert aus BILD vom 28.12.1999. Zeichnung
von Jan M. nach einem Foto aus der gleichen Ausgabe von BILD. Parallel dazu das Buch: Guido Knopp, 100 Jahre -
Die Bilder des Jahrhunderts - Das Buch zur Serie, Econ Verlag, 1999. |
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