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Das Geiseldrama von Gladbeck |
In Gladbeck begann am 16. August 1988 früh morgens mit
einem Banküberfall eine Serie von Geiselnahmen,die
die Bundesrepublik 54 Stunden in Atem hielt. Die schwer
bewaffneten Kriminellen Dieter Degowski (32) und Hans-Jürgen Rösner (31)
flüchteten mit ihren Opfern quer durch das Land.
In der Innenstadt von Köln hielt Degowski Geisel Silke
Bischoff (18) einen Revolver an den Hals. Die 18-Jährige
hatte Todesangst - die Polizei konnte nicht zugreifen. Rösner
gab unterdessen Reporten Interviews.
Das Drama hatte in der Bank begonnen, als die alarmierte Polizei das Gebäude
umstellte. Die Gangster konnten mit zwei Geiseln und
420000 Mark in einem Fluchtauto entkommen.
Rösners Freundin stieg zu, die Polizei
verlor die Spur.
Am nächsten Abend kaperten die Verbrecher in Bremen einen Linienbus mit Fahrgästen.
Rösner sagte vor laufenden Fernseh-Kameras: "Mein Kumpel ist brandgefährlich,
ich scheiss auf mein Leben."
Als Beamte auf einer Raststätte Rösners Freundin überwältigten, erschoss Degowski
den 15-jährigen Italiener Emanuele.
Bis auf zwei ließen die Verbrecher in der Nacht alle
Geiseln für einen BMW frei. Am folgenden Tag auf der A3
bei Bad Honnef das blutige Ende: Ein Sondereinsatzkommando rammte den
BMW - Schüsse peitschten. Dabei starb Silke
Bischoff durch eine Kugel aus Rösners Waffe.
Die Gangster wurden wältigt. Degowski und Rösner
bekamen Lebenslänglich.
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Quellen: Text zitiert aus BILD vom 20.12.1999. Zeichnung
von Thomas F. nach einem Foto aus der gleichen Ausgabe von BILD. Parallel dazu das Buch: Guido Knopp, 100 Jahre -
Die Bilder des Jahrhunderts - Das Buch zur Serie, Econ Verlag, 1999. |
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