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Der Super-GAU von Tschernobyl |
Die Sowjetunion versuchte
zwei Tage, eine Katastrophe geheimzuhalten. Während dessen stieg eine riesige, atomar verseuchte
Wolke auf und zog nach
Westen. Erst als in Skandinavien erhöhte Strahlenwerte gemessen wurden,
gestand Moskau eine "Havarie": Block 4 des Atomkraftwerks in Tschernobyl
(Ukraine) war am 26. April
1986 explodiert - der Super-GAU (Größter Anzunehmender Unfall). Das 3000-
Tonnen-Dach des Reaktors war weggesprengt, ein
Höllenfeuer brannte.
Mit einem Hubschrauber flogen "Liquidotoren"
(Feuerwehrleute und Einsatzkräfte) nur kurz über
den zerstörten Reaktor,
maßen extreme Strahlung.
Bedienungsfehler bei einem Testexperiment hatten die Katastrophe ausgelöst. Nach offiziellen
Angaben starben in den ersten Tagen rund 250 Menschen. In der Region konnten keine Menschen mehr
leben, Der Reaktor wurde mit einem bleiernen Stahlbetonsarg verschlossen,
Von den "Liquidatoren" erkrankten viele an Krebs
und starben.
Die unsichtbare Gefahr aus der Luft versetzte die
Deutschen in Angst. Bei Schlachtvieh maß die hessische Lebensmittelüberwachung
"astronomische Spitzenwerte an Jod 131 und Cäsium 137". Hamburg
schloss Kinderspielplätze. Freilandgemüse und Pilze
waren verseucht.
Das größte Unglück in der zivilen Nutzung der
Atomkraft erschütterte den Glauben an diese Energiequelle.
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Quellen: Text zitiert aus BILD vom 18.12.1999. Zeichnung
von Daniel K. nach einem Foto aus der gleichen Ausgabe von BILD. Parallel dazu das Buch: Guido Knopp, 100 Jahre -
Die Bilder des Jahrhunderts - Das Buch zur Serie, Econ Verlag, 1999. |
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