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Mehr als zwei Millionen Iraner gerieten am 1. Februar
1979 an den Straßen in Teheran in Hysterie, als ein alter bärtiger Mann aus dem
Exil wiederkam: Ajatollah Ruhollah Khomeini.
Kurz zuvor war Schah Reza Pahlewi geflohen. Er hatte mit eiserner Hand regiert,
Opposition blutig unterdrückt. Die USA hatten ihn
wegen des Erdöls und als Bollwerk gegen die Sowjetunion gestützt. Der
Herrscher wollte den rückständigen Iran schnell modernisieren, geriet dabei
in wirtschaftliche Probleme und in Konflikt mit den rund
180000 islamischen Geistlichen ("Mullahs"). Vor allem
durch sie fachte Khomeini aus seinem französischen
Exil Streiks und Volksaufstände an. Er versprach das
Ende von Armut und sozialer Ungerechtigkeit und verkündete:
"Rede- und Meinungsfreiheit gehören zu
den elementarsten Rechten der Menschen."
Wieder in Teheran wollte der Ajatollah (Ehrentitel
führender zur juristischen Auslegung des Korans befähigter Religionsgelehrter)
davon nichts mehr wissen. Er wurde Führer eines radikal-islamischen
Gottesstaates, in dem Fanatiker bei
"Säuberungen" Tausende umbrachten. Präsident Banisadr setzte sich 1981 ins
Exil ab: "Khomeini erinnert
mich an Stalin." Millionen Iraner
flüchteten ins Ausland.
Der Schah starb 1980 an Krebs, Khomeini 1989. Dessen Nachfolger Khamenei
ist ebenso fundamentalistisch.
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Quellen: Text zitiert aus BILD vom 10.11.1999. Zeichnung
von Friederike L. nach einem Foto aus der gleichen Ausgabe von BILD. Parallel dazu das Buch: Guido Knopp, 100 Jahre -
Die Bilder des Jahrhunderts - Das Buch zur Serie, Econ Verlag, 1999. |
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