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Der erste Deutsche im Weltraum |
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Daumen hoch, alles klar zum Abheben! Sigmund Jähn stieg
in die Raumkapsel "Sojus 31" und startete mit Valerij Bykowski von Baikonur (Kasachstan)
am 26. August 1978 um 15.51 Uhr. "Wir spürten die 20 Millionen Pferdestärken, die da
nacheinander frei wurden", sagte Jähn, "das polterte und wummerte, vibrierte und summte."
Der erste Deutsche war im Weltraum.
Der Oberstleutnant der Nationalen Volksarmee (NVA) und der Sowjet-Oberst dockten an
der Raumstation "Saljut 6" an. Jähn betrachtete die Erde. "Der wunderschöne
Anblick zieht einen in seinen Bann", wurde er zitiert, "und man fragt sich,
warum es die Menschen manchmal so schwer haben, miteinander zurechtzukommen."
Nach der harten Landung in Kasachstan am 3. September bejubelte die ostdeutsche
Presse den "Fliegerkosmonauten der DDR". Die Menschen waren stolz auf die Leistung des
41-Jährigen.
Der Sohn eines Sägewerksarbeiters aus dem Vogtland hatte seine Karriere als
Militärpilot begonnen. Nach dem Raumflug machte Physiker Jähn seinen
Doktor und wurde General.
Seit 1990 arbeitet er für das "Deutsche Zentrum für Luft- und
Raumfahrt", betreute in der UdSSR (GUS) deutsche Astronauten. Jähn ist befreundet mit Ulf Merbold,
dem ersten Westdeutschen im All (1983), der 1960 die DDR verlassen hatte. Grund: Nur mit einem Bekenntnis
zum Sozialismus hätte er einen Studienplatz bekommen.
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Quellen: Text zitiert aus BILD vom 9.12.1999. Zeichnung
von Sebastian M.O. nach einem Foto aus der gleichen Ausgabe von BILD. Parallel dazu das Buch: Guido Knopp, 100 Jahre -
Die Bilder des Jahrhunderts - Das Buch zur Serie, Econ Verlag, 1999. |
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