 |
Die Blutspur des RAF-Terrors |
|
 |
Arbeitgeber-Präsident Hanns-Martin Schleyer saß im "Volksgefängnis" ultralinker Terroristen
der "Rote Armee Fraktion" (RAF), als seine Entführer ihn fotografierten. Das Polaroid-Bild lag der
erpresserischen Forderung an die
Bundesregierung bei, die im Gefängnis Stuttgart-Stammheim einsitzenden Andreas Baader,
Gudrun Ensslin, Jan-Carl Raspe und andere Terroristen freizulassen.
Nach den Morden an Generalbundesanwalt Siegfried Buback
(7. April 1977) und Dresdner-Bank-Chef Jürgen Ponto (30. Juli)
markierte die Entführung Schleyers (5. September) den Höhepunkt
der blutigen Auseinandersetzungen der RAF mit dem Staat: Ein
Killer-Kommando hatte den Mercedes des Arbeitgeber-Präsidenten
in Köln gestoppt, den Fahrer und
drei Leibwächter erschossen.
Es begann ein wochenlanger
Nervenkrieg zwischen den Terroristen und der Bundesregierung
unter Kanzler Schmidt. Am 13. Oktober 1977 entführten dann vier
arabische Terroristen den Lufthansa-Jet "Landshut" und forderten die Freilassung
der "Kampfgenossen der RAF".
18. Oktober, kurz nach Mitternacht: Die deutsche Elitetruppe
"GSG 9" befreite die Crew und 82 Passagiere auf dem Flughafen von
Mogadischu (Somalia). Wenige
Stunden später begingen Baader, Ensslin und Raspe im Gefängnis
Selbstmord. Die Leiche von Hanns-Martin Schleyer wurde am
nächsten Tag im Kofferraum eines Audi in Mülhausen (Elsass) gefunden.
|
|
Quellen: Text zitiert aus BILD vom 7.12.1999. Zeichnung
von Sebastian N. nach einem Foto aus der gleichen Ausgabe von BILD. Parallel dazu das Buch: Guido Knopp, 100 Jahre -
Die Bilder des Jahrhunderts - Das Buch zur Serie, Econ Verlag, 1999. |
 |
|