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Aufstand der jungen Schwarzen |
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Die Schüsse trafen den 13-jährigen Hector Pietersen in
den Kopf. Er starb in den Armen eines Jugendlichen. Daneben
Hectors Schwester Antoinette in Panik. Sie erinnert
sich: "Ich dachte, die löschen uns alle aus." "Die" - das
waren weiße Polizisten.
Mehr als zehntausend Schüler hatten an diesem 16. Juni
1976 im Schwarzen-Ghetto Soweto bei Johannesburg gegen
einen Sprach-Erlass der weißen Regierung protestiert. Für
wichtige Schulfächer war "Afrikaans" als Pflichtsprache
angeordnet worden, die aus dem Holländischen entstandene Sprache der herrschenden
weißen Buren. Bei der schwarzen Mehrheit war sie als
"Sprache der Polizeiwache"
verhasst. Die farbigen Jugendlichen wollten lieber Englisch
lernen. Deswegen hatte es seit
Wochen gebrodelt.
Als demonstrierende
Schwarze mit Steinen nach
Polizisten warfen, reagierten
die, wie befohlen, "mit äußerster Härte". Prügel, Hunde,
Tränengas, dann gezielte Todesschüsse auf Kinder. Militante Schwarze erschlugen
Weiße - eine Gewalt-Welle
wütete tagelang in Südafrika:
Plünderungen, Busse, Autos
und Gebäude brannten. Die
Polizei hielt dagegen: Hunderte Tote, Tausende Verletzte.
Die Regierung nahm zwar
den Spracherlass zurück, setzte aber die "Apartheid"(Rassentrennung)
mit noch größerer Härte durch.
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Quellen: Text zitiert aus BILD vom 6.12.1999. Zeichnung
von Felix G. einem Foto aus der gleichen Ausgabe von BILD. Parallel dazu das Buch: Guido Knopp, 100 Jahre -
Die Bilder des Jahrhunderts - Das Buch zur Serie, Econ Verlag, 1999. |
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