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Richard Nixon machte das Siegeszeichen, bevor er in
den Hubschrauber stieg, mit dem er Washington am
9. August 1974 verließ. Mit dieser Geste wollte der
Machtpolitiker überspielen, dass er als US-Präsident zurückgetreten war.
Anderenfalls wäre er abgesetzt worden.
Der Republikaner war im Sumpf des größten
Skandals der US-Politik seit den 20er-Jahren versunken.
Am frühen Morgen des
17. Juni 1972 hatten vom Nachtwächter alarmierte
Polizisten fünf Männer verhaftet, die in die
Wahlkampfzentrale der Demokratischen Partei
im Washingtoner Hotel "Watergate" eingebrochen waren: Sicherheitskoordinator McCord von
Nixons Wiederwahl-Komitee und Helfer. Präsident und Republikaner
erklärten, McCord habe "übereifrig" ohne Auftrag die Demokraten ausspioniert.
Nixon gewann die Wahlen.
Zwei Reporter der "Washington Post", Carl Bernstein und Bob Woodward,
vermuteten eine Verschwörung im Fall Watergate. Sie fanden heraus,
dass der Einbruch mit republikanischem Wahlkampfgeld finanziert war,
Schmier- und Schweigegelder flossen, Präsidentenberater beteiligt waren.
Illegales Abhören, Prozesse, Justizminister und FBI-Chef verwickelt,
Untersuchungsausschuss - immer mehr schmutzige Tricks kamen ans Licht.
Mitgeschnittene belastende Gespräche im Weißen Haus
waren zum Teil gelöscht, aber Nixons Beteiligung an
Vertuschungen von Anfang an war noch auf Band.
Der Ex-Präsident starb
1994 nach einem Schlaganfall.
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Quellen: Text zitiert aus BILD vom 4.12.1999. Zeichnung
von Christian S. nach einem Foto aus der gleichen Ausgabe von BILD. Parallel dazu das Buch: Guido Knopp, 100 Jahre -
Die Bilder des Jahrhunderts - Das Buch zur Serie, Econ Verlag, 1999. |
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