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Die Ölkrise - autofreie Sonntage |
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Die Bundesrepublik steckte in der Ölkrise - der heimische
Spritvorrat reichte nur noch für drei Monate. Um Benzin zu sparen. hatte die Bundesregierung
den ersten autofreien Sonntag angeordnet. Rund 13 Millionen durften an
diesem 25. November 1973 ihr Fahrzeng nicht bewegen. Bei Hannover kontrollierten Polizisten von
einer Autobahnbrücke die Einhaltung des Verbots (Foto).
Dennoch erwischten Beamte im Bundesgebiet
fast 1300 Fahrer, die ohne Sondergenehmigung (u.a.
für 711 Taxis, Ärzte - Journalisten) ihr Auto benutzten.
Weil die Sünder wegen des geringen Verkehrs kaum
auf Schilder achteten, starben bei Unfällen 19
Menschen. Das Bußgeld für unerlaubtes Fahren
wurde von 80 auf 500 Mark angehoben.
Am 2. Dezember, dem zweiten autofreien Sonntag, wurden nur noch 222
Sünder erwischt. Noch zwei weitere beruhigte Sonntage folgten.
Hintergrund: Die Araber hatten das Öl als Waffe
entdeckt. Während des Jom-Kippur-Krieges mit
Israel im Oktober 1973 beschlossen sie, ihre Ölproduktion zu drosseln -
Folge: Die Peise stiegen. Im Dezember wurde zwar
wieder mehr Öl gefördert, aber die Preiserhöhung
blieb: Statt 66 Pfennig vor der Krise kostete ein Liter
Normalbenzin 86 Pfennig.
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Quellen: Text zitiert aus BILD vom 2.12.1999. Zeichnung
von Christian B. nach einem Foto aus der gleichen Ausgabe von BILD. Parallel dazu das Buch: Guido Knopp, 100 Jahre -
Die Bilder des Jahrhunderts - Das Buch zur Serie, Econ Verlag, 1999. |
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