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München feierte seine "heiteren
Spiele". Zehn Tage bejubelten die Massen in der Arena Sieger
und Medaillen.
Der Schock am 5. September
1972: Um 4.30 Uhr drangen palästinensische Terroristen ins
olympische Dorf ein. Sie überfielen die israelische Mannschaft -
zwei Tote, neun Geiseln. Die Täter forderten von Israel,
200 arabische Gefangene zu entlassen.
Der bayerische Innenminister
Bruno Merk und Bundesinnenminister Hans-Dietrich
Genscher gaben die Weisung an den
Polizeiführungsstab, die Befreiung der Geiseln
"einsatztaktisch" vorzubereiten. Israel wollte niemanden freilassen.
Das Bild des Maskierten auf
dem Balkon verschlug der Welt den Atem. Die Araber wollten
mit den Israelis in ihrer Gewalt nach Kairo ausgeflogen werden.
Um 22.20 Uhr starteten zwei Hubschrauber mit acht schwer
bewaffneten Terroristen und den Geiseln zum Flugplatz Fürstenfeldbruck.
Da feuerten Scharfschützen
der Polizei, ein Gefecht begann. Am Ende waren neun Israelis ermordet, ein Polizist tot, fünf
Palästinenser erschossen und drei festgenommen - sie wurden später mit einer
Flugzeugentführung freigepresst.
Am Tag nach dem Massaker
sprach IOC-Präsident Avery Brundage zu 80000 geschockten
Zuschauern im Olympiastadion: "The games must go on!" ("Die
Spiele müssen weitergehen!&uot;)
Die "heiteren Spiele" hatten
ihre Unschuld verloren.
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Quellen: Text zitiert aus BILD vom 1.12.1999. Zeichnung
von Sebastian N. nach einem Foto aus der gleichen Ausgabe von BILD. Parallel dazu das Buch: Guido Knopp, 100 Jahre -
Die Bilder des Jahrhunderts - Das Buch zur Serie, Econ Verlag, 1999. |
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