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US-Pilot John Plummer verwandelte mit seiner Staffel
das Dorf Trang Bang in Nordvietnam am 8. Juni 1972 in ein
Flammenmeer. Sie warfen Napalm-Brandbomben ab,
die eine Temperatur von mehr als 2000 Grad entwickelten
und praktisch nicht löschbar waren.
Auf der Straße rannten Menschen um ihr Leben, darunter die neunjährige Kim
Phuc. Sie riss ihre Kleidung vom Leib: "Ich dachte, mein
Körper verbrennt von innen nach außen, und ich sah
nichts mehr, nur Feuer überall." Kim schrie vor Schmerzen. In diesem Moment drückte
Fotoreporter Nick Ut auf den Auslöser.
Das Foto schockte die Welt. Historiker sind heute der Meinung, dass es dazu beitrug,
die Kampfeinsätze der Amerikaner zu stoppen. Südvietnam kapitulierte am 30. April
1975.
Bilanz: 58 000 gefallene und 300 000 verwundete
Amerikaner, drei Millionen getötete Vietnamesen. Kim
Phuc litt jahrelang unter starken Schmerzen. Große Teile
ihrer Haut waren zerstört. 1992 heiratete sie und bekam
zwei Kinder. Sie lebt heute in
Kanada.
Pilot Plummer konnte das Vietnam-Trauma nicht verwinden. Er hatte quälende
Alpträume, floh in den Alkohol. 1990 wurde er Pfarrer.
1996 begegnete er Kim, die ebenfalls zum Christentum
übergetreten war. Sie umarmten einander. "Ich habe ihm
vergeben", sagte sie.
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Quellen: Text zitiert aus BILD vom 30.11.1999. Grafik
von Robin S. nach einem Foto aus der gleichen Ausgabe von BILD und einem Bild von Edvard Munch. Parallel dazu
das Buch: Guido Knopp, 100 Jahre - Die Bilder des Jahrhunderts - Das Buch zur Serie, Econ Verlag, 1999. |
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