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Stumm, andächtig, einige mit Tränen in den Augen -
so beteten junge israelische Soldaten vor der Klagemauer. Soeben hatten
sie die heiligste Stätte des Judentums in dem bisher
jordanischen Ost-Jerusalem erobert. Einer hielt seinen Helm in den
Händen: Yitzhak Yifat. In ihm erkannten sich viele seiner
Landsleute wieder - das Foto wurde zum Symbol
für das Schicksal Israels.
Krisen und Kriege reichten zurück bis zur Entstehung des jüdischen
Staates 1948. Die Araber, voran Ägyptens Präsident Nasser, drohten, "alle
Juden ins Meer" zu jagen. Ägyptische Truppen rückten im
Sinai vor.
Israels Generalstabschef Yitzhak Rabin und Verteidigungsminister Moshe
Dayan bereiteten deswegen einen Präventivschlag vor. Am Morgen des 5.
Juni 1967 vernichteten Kampfjets die ägyptische, syrische und jordanische
Luftwaffe am Boden. Truppen eroberten den Gaza-Streifen und
marschierten Richtung Suezkanal. Unterstützt von Kampfhubschraubern
stürmten sie die Golan-Höhen im Norden. Dann begannen die heftigen
Kämpfe um Ost-Jerusalem. Als "Sechs-Tage-Krieg" wurde der
israelische Sieg Geschichte.
Yitzha Yifat ist heute Gynäkologe und Chirurg. Er hilft, Kinder auf die
Welt zu bringen - israelische und arabische.
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Quellen: Text zitiert aus BILD vom 24.11.1999. Zeichnung
von Matthias K. nach einem Foto aus der gleichen Ausgabe von BILD. Parallel dazu das Buch: Guido Knopp, 100 Jahre -
Die Bilder des Jahrhunderts - Das Buch zur Serie, Econ Verlag, 1999. |
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