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Der Tod des Benno Ohnesorg |
2. Juni 1967, West-Berlin. Bei einer Demonstration gegen den Staatsbesuch
von Persiens Schah Reza Pahlewi wurde der Student Benno Ohnesorg (26) erschossen.
Der Schütze, Polizist Karl-Heinz Kurras, erklärte, er habe "in
Notwehr" gehandelt.
Ohnesorg, seit wenigen Wochen verheiratet, war einer von vielen Studenten,
die den Schah vor der Deutschen Oper mit Pfiffen nnd Buhrufen empfingen. Als Polizeipräsident
Erich Duensing den Befehl "Knüppel frei, räumen!"
gab, schlugen Beamte auf Demonstranten ein. Panik brach aus, Ohnesorg flüchtete in einen Hinterhof.
dort traf ihn die Kugel.
Die Demonstrantin Friederike Hausmann versuchte als Erste, Ohnesorg zu
helfen (Foto). Sie legte ihre Handtasche unter seinen Kopf, aus dem Blut rann,
und schrie nach einem Krankenwagen.
Der Tod Ohnesorgs löste die Studentenrevolte aus, die die Bnndesrepublik tief
erschütterte - Zehntausende demonstrierten gegen "autoritäre Strukturen" an
Universitäten ("unter den Talaren Muff von 1OOO Jahren"). Es war der Beginn
gewalttätiger Auseinandersetzungen zwischen
Studenten und Staatsgewalt.
Kurras wurde von der Anklage der fahrlässigen
Tötung freigesprochen.
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Quellen: Text zitiert aus BILD vom 23.11.1999. Grafik
von Robin B. nach einem Foto aus der gleichen Ausgabe von BILD. Parallel dazu das Buch: Guido Knopp, 100 Jahre -
Die Bilder des Jahrhunderts - Das Buch zur Serie, Econ Verlag, 1999. |
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