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Wembley: Ein Tor macht Geschichte |
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Wembley-Stadion in London, Endspiel um die Fußball-Weltmeisterschaft
zwischen England und Deutschland. Es steht 2:2. Dann die 102. Minute in
der Verlängerung - der Augenblick, der Sportgeschichte macht. Libero
Willi Schulz liegt am Boden. Torwart Tilkowski ist
noch in der Luft, Höttges schaut dem Ball hinterher,
Linienrichter Bachramow versucht, dem Geschehen
zu folgen.
Wolfgang Weber erinnert sich an den Moment:
"Hurst haute dranf, der Ball knallte an
die Unterkante der Latte,
prallte zurück ins Feld. Mir war klar: kein Tor.
Als Vorstopper schoss ich den Ball ganz
schnell zur Ecke weg. Aber die
englischen Spieler jubelten schon. Ich riss Bobby
Charlton die Hände runter - reiner Reflex. Irgendwie
müssen diese Schreie und das ganze Drumherum
auch den Linienrichter beeinflusst haben. Er stand
nicht an der Eckfahne, deshalb konnte er die Situation nicht erkennen.
Dennoch hat er auf Tor entschieden - 3:2." Später
erzielten die Engländer noch das 4:2.
1995 glaubten zwei englische Wissenschaftler, mit
einer neuen Computer-Fernseh-Technik beweisen
zu können: Wembley 1966 war kein Tor. Die Diskussionen
sind trotzdem geblieben.
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Quellen: Text zitiert aus BILD vom 22.11.1999. Zeichnung
von Jens H. nach einem Foto aus der gleichen Ausgabe von BILD. Parallel dazu das Buch: Guido Knopp, 100 Jahre -
Die Bilder des Jahrhunderts - Das Buch zur Serie, Econ Verlag, 1999. |
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