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Die Welt am Rande des Atomkrieges |
US-Aufklärungsspezialist Dino Brugioni beugte sich über
Fotos, die ein U2-Spionage-Flugzeug über Kuba geschossen hatte. Plötzlich entdeckte
er sowjetische Raketen (Missiles), die mit Atomsprengköpfen die USA erreichen konnten -
das Foto, das fast einen Atomkrieg auslöste.
US-Präsident John F. Kennedy sah das Foto am 16. Oktober
1962 um 9 Uhr. Sein Befehl: weitere Aufklärungsflüge. Sie zeigten, dass die
Raketenstellungen schnell ausgebaut wurden - Alarm bei den Streitkräften. Der Krisenstab im
Weißen Haus tagte rund um die Uhr.
Am 23. Oktober verkündete der Präsident im Fernsehen
und Radio die Seeblockade Kubas, weil die Sowjets die
tödlichen Waffen mit Schiffen auf die Karibikinsel schafften.
Kennedy drohte, "jeden Abschuss einer Atomrakete von
Kuba aus gegen irgendeine Nation der westlichen Hemisphäre als einen Angriff der
Sowjetunion auf die Vereinigten Staaten anzusehen, der einen
umfassenden Vergeltungsschlag gegen die Sowjetunion
erfordert."
Die Sowjets beschuldigten die USA, "ein wahnwitziges
Spiel mit dem Feuer" zu treiben und steigerten die Kampfbereitschaft ihrer Truppen.
Aber Kennedy zeigte weiter unnachgiebige Härte. So zwang er Sowjet-Diktator
Nikita Chruschtschow am 25. Oktober einzulenken: Die Waffen-Schiffe stoppten, die Raketen
auf Kuba wurden demontiert.
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Quellen: Text zitiert aus BILD vom 17.11.1999. Zeichnung
von Thomas S. nach einem Foto aus der gleichen Ausgabe von BILD. Parallel dazu das Buch: Guido Knopp, 100 Jahre -
Die Bilder des Jahrhunderts - Das Buch zur Serie, Econ Verlag, 1999. |
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