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Hitlers furchtbarer Helfer |
Der Angeklagte saß in einem Kasten aus schusssicherem
Glas. Als der Richter am 11. April 1961 in Jerusalem den Prozeß eröffnete,
zuckten die Mundwinkel des 55-Jährigen nervös. Sein Name löst
bis heute Entsetzen und Abscheu aus: Adolf Eichmann.
Als Obersturmbannführer der SS hatte er vor allem die Deportation von
Juden in Vernichtungslager und Ghettos organisiert. Das furchtbare Wort
der Nazi-Verbrecher für den Massenmord: "Endlösung." Sechs Millionen
Juden fielen der Shoa zum Opfer.
Als im Gerichtssaal ein Dokumentarfilm über den
Massenmord vorgeführt wurde, protestierte Eichmann, weil er einen grauen
Anzug statt des versprochenen blauen bekommen
hatte. Ein Ankläger: "Das war das einzige, das ihn
berührt hat..."
Stereotyp wiederholte Eichmann, er habe immer
nur Befehle ausgeführt und seine Pflicht getan. In
Wahrheit war er Täter, Leiter des "Judenreferats", der
Zentrale der Massenmörder im Reichssicherheitshauptamt. "Mich reut gar nichts",
hatte Eichmann 1956 gesagt.
Eichmann war nach Argentinien geflüchtet, lebte
und arbeitete dort unter dem Namen "Ricardo Klement". Agenten des
israelischen Geheimdienstes Mossad fassten ihn 1961 und
entführten ihn nach Israel.
Eichmann wurde zum Tode verurteilt und gehenkt, seine Asche im
Meer verstreut.
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Quellen: Text zitiert aus BILD vom 15.11.1999. Zeichnung
von Inga M.T. nach einem Foto aus der gleichen Ausgabe von BILD. Parallel dazu das Buch: Guido Knopp, 100 Jahre -
Die Bilder des Jahrhunderts - Das Buch zur Serie, Econ Verlag, 1999. |
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