"God save the Queen!" hallte es am 2. Juni 1953
durch die Westminster Abbey in London. Großbritanniens Königin Elizabeth II.
war vom Erzbischof von Canterbury gekrönt worden. Die 27-Jährige trug auf dem Portrait
nach der Zeremonie die Imperiale Staatskrone. Sie hielt in ihren Händen als
Oberhaupt der anglikanischen Kirche die Kugel unter dem Kreuz (Symbol der
Weltherrschaft von Christus) und das Zepter. Darin ist der größte geschliffene Diamant
der Welt eingebettet, der "Erste Stern von Afrika". Erstmals berichtete
das noch junge Fernsehen live. Weltweit schauten Millionen Menschen zu.
Elizabeth soll sich schon mit etwa zwölf Jahren in
ihren späteren Mann verliebt haben: Prinz Philip. Sie wurde auf ihre Führungsaufgabe
sorgfältig vorbereitet. Ergebnis: eiserne Selbstkontrolle und Disziplin. So wollte sie
auch das Bild einer perfekten Familie gestalten. Das wundert nicht bei der Vorgeschichte.
Ihr Onkel Edward VIII. hatte 1936 abgedankt, um die zweimal geschiedene Amerikanerin
Wallis Simpson zu ehelichen. Ihm folgte sein Bruder und Elizabeths Vater als George VI.
als König.
Fast ein halbes Jahrhundert nach der Krönung sitzt Elizabeth II.
noch immer auf dem Thron. Dass der manchmal zitterte, lag zumeist an ihren
skandalträchtigen Kindern.
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Quellen: Text zitiert aus BILD vom 6.11.1999. Zeichnung
von Markus F. nach einem Foto aus der gleichen Ausgabe von BILD. Parallel dazu das Buch: Guido Knopp, 100 Jahre -
Die Bilder des Jahrhunderts - Das Buch zur Serie, Econ Verlag, 1999. |
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