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Auf der Leipziger Straße in Ost-Berlin rollten sowjetische T-34-Panzer,
einer rasselte mit qietschenden Ketten direkt auf zwei unbewaffnete
Männer zu. Sie warfen verzweifelt mit Steinen.
Hunderttausende demonstrierten
am 17. Juni 1953 in der DDR gegen die Diktatur der SED.
Zum Volksaufstand hatten eine Erhöhung der Arbeitsnormen und
die Unzufriedenheit mit der schlechten Lebensmittelversorgung geführt.
Allein von Juli 1952 bis Juni 1953 flüchteten mehr als 330 000 Menschen in den Westen. Unter denen,
die blieben, gärte es. Bei den Demonstrationen kamen Forderungen
auf: "Nieder mit der Regierung!", "Freie Wahlen!", "Russen raus!"
und "Für die Einheit Deutschlands!"
Weil der Partei unter Generalsekretär Walter Ulbricht die Kontrolle
entglitt, rief Moskau den Ausnahmezustand in der DDR aus. Panzer walzten den Aufstand blutig nieder.
Geschätzte Bilanz: mehr als 50 Deutsche getötet, Hunderte Verletzte,
mindestens 20 standrechtlich Erschossene. 1526 Verurteilungen, davon zwei zum Tode - vollstreckt. 40
Russen wurden erschossen, weil sie keine Aufständischen erschießen wollten.
Folge des 17. Juni: Die Stasi wurde
zu einem riesigen Spitzel- und Unterdrückungsapparat ausgebaut.
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Quellen: Text zitiert aus BILD vom 4.11.1999. Zeichnung
von Robert G. nach einem Foto aus der gleichen Ausgabe von BILD. Parallel dazu das Buch: Guido Knopp, 100 Jahre -
Die Bilder des Jahrhunderts - Das Buch zur Serie, Econ Verlag, 1999. |
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