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Die Wasserver- und -entsorgung von Berlin


Berlin ist flächenmäßig gesehen so groß wie Frankfurt, Hamburg und München zusammen. In Berlin leben zur Zeit 3,63 Mio. Menschen die am Tag durchschnittlich 180 Liter pro Tag verbrauchen (Industrie miteinbezogen). Dementsprechend gibt es in ganz Berlin 11 Wasserwerke. Diese sind miteinander unterirdisch verbunden. In den Rohren herrscht zu jeder Zeit ein Druck von 5 Bar. Dieser Druck kann ebenfalls gehalten werden, wenn eines der 11 Wasserwerke ausfällt. Dadurch wird auch bei einem Störfall die Wasserversorgung gewährleistet. In den sieben Klärwerken sind die Reinigungsmethoden auf einem sehr hohen Standard. Neben diesen Einrichtungen gibt es noch drei Oberflächenwasseraufbereitungsanlagen, die Flusswasser aufnehmen, es versickern um es dann dem Grundwasser zuzuführen. Pro Jahr werden in Berlin 400 Millionen Kubikmeter Wasser verbraucht. Hiervon sind 30% Regen-, 14% Fluss- und 56% Grundwasser. Der Spitzenfaktor der Wasserwerke liegt bei 1,5. Das heißt, dass bei Bedarf das 1,5fache des normalen Wasserverbrauchs bereitgestellt werden kann.

Die Geschichte

In der Vergangenheit wurden Abwässer jeglicher Art einfach auf die Straße geschüttet, da man keine geeignete Methode der Entsorgung kannte und man sich hierüber auch keine Gedanken machte. Um die Straßen nicht vollständig zu verschmutzen und zumindest eine gewisse Hygiene zu gewährleisten, wurden 50 cm breite und bis zu 60 cm tiefe Rinnsteine in die Straße eingelassen. Sie zogen sich als offene, schlecht gepflasterte Gräben zwischen Fahrdamm und Bürgersteig hin, was jedoch ein großes Verkehrshindernis darstellte. Die Fäkalien gelangten in die Spree oder ihre Nebenflüsse. Da aber das Gefälle der Rinnsteine oftmals zu gering war, kam es häufig zu Stauungen. Fäkalien sammelte man auch in Dunggruben, die regelmäßig mit Fuhrwerken per Hand geleert wurden. Da aber weder Straßen, Rinnsteine noch Fuhrwerke genügend abgedichtet waren, wurde der Boden bzw. das Grundwasser enorm verschmutzt. Die Bewohner entnahmen ihr Wasser aus hauseigenen Brunnen.

Dieses mit Fäkalkeimen belastete Wasser war die Ursache für sich ausbreitende Krankheiten und einen allgegenwärtigen unangenehmen Geruch. Daher schlug im Jahre 1816 der Bauschreiber Dedicke vor, regelmäßige Spülungen der Rinnsteine vorzunehmen. Diese Überlegungen wurden jedoch erst nicht in die Tat umgesetzt, da so viel Wasser mit dem entsprechenden Druck nicht zur Verfügung stand. Um dies zu realisieren sollte 1830 eine Dampfmaschine errichtet werden, die die Rinnsteine spülen und gleichzeitig den Lustgarten bewässern sollte. Dieser Plan wurde 1843 von Johann Jakob Baeyer, einem deutschen Geodät (Landvermesser), und Blesson verwirklicht. Sie errichteten eine Wasserhebemaschine, die Spreewasser durch die Rinnsteine spülen sollte. Eine vom König Friedrich Wilhelm IV eingesetzte Studienkommission beschloss 1846 die Errichtung eines Wasserwerkes. Die Stadt Berlin erbaute zu dieser Zeit jedoch ein Gaswerk und besaß nicht die nötigen finanziellen Mittel. 1852 wurde ein Vertrag für die Versorgung Berlins mit fließendem Wasser abgeschlossen. Auftraggeber hierbei war der Polizeipräsident von Hinkeldey, der die Engländer Fox und Crampten für diese Aufgabe auswählte. Das Unternehmen stellte kostenlos Wasser für Löschzwecke und für die Durchspülung der Rinnsteine zur Verfügung. Außerdem versorgte es die Bevölkerung gegen ein Entgeld mit Wasser. Auch wurde die Einführung des Water-Closets genehmigt. Ein Jahr später wurde dann die Berlin Waterworks Company gegründet, die ihre Zentrale in London hatte. Nachdem sich die Firma eingearbeitet hatte, wurde 1856 das erste Wasserwerk in Betrieb genommen. Es hatte seinen Standort im Osten der Stadt, am Stralauer Tor. Der erste Kanalisationsentwurf wurde 1861 von dem Geheimen Oberbaurat Wiebe erarbeitet.

Zuvor wurde Wiebe vom Minister für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten, von Heydt, beauftragt, eine Studienreise nach Hamburg, Paris und London zu unternehmen und einen Plan für die Beendigung des Abwasserproblems zu erstellen. So setzte er auch eine Städtische Abordnung über die Reorganisation des Latrinenwesens bzw. der Kanalisation Berlins ein. Fünf Jahre später, 1855, wurde dann Wiebes Entwurf durch die Stadtverordnetenversammlung abgelehnt mit der Begründung ab, sie sei nicht genügend informiert. 1867 wurde eine neue Delegation gebildet. Sie wurde von Rudolf Virchow (1821 - 1902) geleitet und beschäftigte sich mit der Untersuchung der auf die Kanalisation und Abfuhr bezüglichen Fragen. Nach einem Jahr lieferte Virchow dann einen Generalbericht und einen neuen Kanalisationsentwurf von James Hobrecht (1825 - 1903) an die Stadtverordnetenversammlung ab. 1873 beschloss diese den Bau der Kanalisation Berlins, unter der Leitung des Ideengebers Hobrecht, durchzuführen.



Rudolf Virchow (1821-1902)     James Hobrecht (1825-1903)

Im nächsten Jahr wurde dann eine Polizeiverordnung erlassen, die die Kanalisation Berlins und den Anschluss von Grundstücken an die Kanalisation betraf. Gleichzeitig wurden die Rittergüter Osdorf und Friederikendorf erworben um sie als Rieselfelder umzustrukturieren. Diese Felder wie sie auch heute noch, beispielsweise in Münster, zu finden sind, wurden zur Verrieselung von Abwässern genutzt. Mittels Druckrohr wurde das Wasser auf die Rieselfelder gebracht und endete an der höchsten Stelle des Rieselfelds, einem Standrohr mit Überlauf. Dieses diente als Sicherheitsventil und als Wasserdruckanzeiger. Bevor das Abwasser eingeleitet wurde musste es einen Sandfang passieren in dem sich Schwimm- und Sinkstoffe absetzten. Das Wasser wurde dann durch Auslassschieber über Verteilungsrohrleitungen und Gräben auf die verschiedenen Beete aufgebracht. Dort verrieselte es und wurde durch Drähnung in Entwässerungsgräben geleitet.

Wenn es die Höhenverhältnisse zuließen wurde das Wasser ein zweites mal verrieselt und in einen Vorfluter geleitet. Der Sandfang musste, wie auch heute noch der Sandfang im modernen Klärwerk, gereinigt werden.



Schematischer Aufbau eines Riesenfeldes

1876 öffneten die ersten Kanalisationen Berlins. 1878 wurden die bisher erstellten Entwässerungsanlagen offiziell übernommen. 1920 schlossen sich acht Städte, 59 Landgemeinden und 27 Gutsbezirke zusammen und es entstand die neue Stadtgemeinde Berlin. Drei Jahre später wurde daher die gesamte Stadtentwässerung neu organisiert und 48 weitere, bereits kanalisierte Vororte wurden miteinbezogen. Drei Jahre später wurden die Entwässerungsgebühren erstmals durch die Berliner Städtischen Wasserwerke AG bzw. die Charlottenburger Wasser- und Industriewerke AG eingezogen. Als 1949 die Stadt Berlin in Ost und West gespalten wurde, spaltete sich auch die Berliner Stadtentwässerung. In Ostberlin wurden die Berliner Stadtentwässerung und die Berliner Wasserwerke zu den Groß-Berliner Wasser- und Entwässerungswerke zusammengelegt. 1962 wurde die Berliner Stadtentwässerung mit den Berliner Wasserwerken in Berlin West organisatorisch verflochten.

1964 wurde die VEB Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Berlin gebildet. Diese Konstellation hielt sich 24 Jahre, erst dann kam es zur Fusion der Berliner Wasserwerke und der Berliner Entwässerungswerke in Berlin (West) zu den Berliner Wasser Betriebe. Nach der Wiedervereinigung von Berlin Ost und Berlin West, fusionierten 1992 die Berliner Wasserbetriebe und die Wasserversorgung und Abwasserbehandlung zu den Berliner Wasser Betriebe, die jedoch 1994 in eine Anstalt des Öffentlichen Rechts umgewandelt wurden. Die aktuellste Entwicklung war dann 1999 die Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe. 49,9 Prozent wurden an die großen Unternehmen Vivendi, an den Multi-Utility-Konzern RWE und an den Versicherungskonzern Allianz verkauft. Die restlichen 50,1% blieben in der Hand der Stadt. Die BWB bleiben allerdings als Anstalt des öffentlichen Rechts erhalten. Der neue Name lautet heute Berlinwasser Holding AG.

Die Wasserversorgung

Berlin liegt zwischen den Hochflächen des Barnim und Teltow in einem Urstromtal, das während der Eiszeit entstanden ist. Das Grundwasser von den Hängen der Hochebenen fließt in die trichterförmige Vertiefung unterhalb von Berlin. Dadurch hat Berlin einen Außergewöhnlich großen und natürlichen Grundwasservorrat. Auf dem Weg in die Tiefe fließen Grund- wie Regenwasser durch verschiedene Sand-, Kies- und eingelagerte Geschiebemergelschichten und lagern sich dann auf wasserundurchlässigen Tonbänken an. Durch diesen großen Grundwassergehalt ist es den Wasserwerken möglich 800 Brunnen zu betreiben. Aus diesen 30 bis 170 Meter tiefen Brunnen wird das Wasser hochgepumpt. Jeder Brunnen fördert zwischen 40 und 400 m3 Wasser. Da das Wasser mindestens 50 Tage im Untergrund bleiben muss, ist es so sauber, dass es nicht mehr gereinigt und gechlort werden muss. Nachdem das Wasser hochgepumpt wurde, wird es in der Belüftungsanlage mit Sauerstoff angereichert.

Nach diesem Vorgang gelangt das Wasser in das Reaktionsbecken, indem sich die im Wasser gelösten Eisen- und Manganverbindungen mit dem Sauerstoff verbinden und als Flocken am Grund des Becken absetzen. Dieser Vorgang dauert nur 15 bis 60 Minuten und läuft relativ schnell ab. In der darauffolgenden Schnellfilteranlage werden die Eisenflocken und das Mangan durch eine zwei Meter dicke Kiesschicht aus dem Wasser gefiltert. Von hier aus fließt das Wasser in den Reinwasserbehälter indem es zunächst gespeichert wird. Der Reinwasserbehälter dient auch als Ausgleichsbecken, da der Trinkwasserverbrauch im Laufe des Tages immer unterschiedlich ist. Als letztes gelangt das Wasser in das Maschinenhaus. Dort wird es von Reinwasserpumpen, die von Elektro- oder Dieselmotoren angetrieben werden, in die Haushalte gepumpt. Diese eigene Energieversorgung gewährleistet, dass die Pumpen auch im Falle eines Stromausfalles in der Stadt arbeiten.

Durch diese Vorgange wird der Durchschnittswasserverbrauch jedes Berliners, der am Tag 130 Liter beträgt gewährleistet. Dies bedeutet, dass pro Tag 650000 m3 Trinkwasser bereitgestellt werden müssen.

Die Abwasserentsorgung

In Berlin gibt es insgesamt sieben Klärwerke. Bis auf die Anlagen Falkenberg und Ruhleben befinden sie sich alle außerhalb der Stadt. Daher muss das Abwasser zum Teil über sehr große Strecken transportiert werden. Das ist auch der Grund dafür, warum das Kanalnetz der Berliner Wasserbetriebe eine Gesamtlänge von 9000 km hat. Dazu gehören 4000 km Schmutzwasserkanäle, 3100 km Regenwasserkanäle und 1900 km Mischwasserkanäle. Hinzu kommen die vielen Sonderbauwerke wie Regenüberläufe, Regenbecken und Dükeranlagen. Der Bau von Dükeranlagen wird erforderlich, wenn ein Kanalrohr auf unterirdische Hindernisse wie Wasserläufe, Untergrundbahnen oder unterirdische Bauwerke trifft, die zu unterfahren sind. Die Größe der Kanäle ist wie das Material aus dem sie gebaut sind sehr verschieden. Die größten Kanäle sind beispielsweise 3,4 m mal 4,4 m groß, während die kleinsten einen Durchmesser von 20 cm haben.

Als Baumaterial werden Steinzeug, Beton oder Stahlbeton, Faserzement, Mauerwerk, Kunststoff und metallische Werkstoffe verwendet. Mit 61,2% hat Steinzeug den größten Anteil am Baumaterial, Beton oder Stahlbeton werden zu 24,5%, Faserzement zu 6,4%, Mauerwerk zu 4,7%, Kunststoffe zu 2,8% und Metallische Werkstoffe zu 0,4% verwendet. Damit das Schmutz- und Regenwasser ungehindert von angeschwemmtem Sand fließen kann, müssen die Entwässerungskanäle regelmäßig gereinigt werden. Die Säuberung wird durch eine Hochdruckspülung, die einen Wasserdruck von bis zu 100 Bar hat, durchgeführt. Weiter besteht die Möglichkeit einen Reinigungsapparat mit einer Seilwinde durch den Kanal zu ziehen. Sind die Kanäle groß genug können auch Räumgeräte eingesetzt werden.

In Berlin gibt es zwei verschiedene Kanalisationssysteme. Das eine ist die Kanalisation im Trennsystem, die andere die Kanalisation im Mischsystem. Im Trennsystem wird das stark verschmutzte Abwasser der Haushalte getrennte von dem weniger verschmutzten Regenwasser entsorgt. Das Regenwasser fließt ungereinigt in die Flüsse. Da aber durch Öl, Benzin- und Schmierstoffrückstände, Reifen- und Straßenabrieb, Exkremente von Tieren und weiteren Oberflächenverschmutzungen das Regenwasser ebenfalls verunreinigt wird, wird das Wasser vor der Einleitung in die Flüsse zunächst in Regenbecken eingeleitet in den sich der Schmutz absetzten kann. Die Abwässer des Trennsystems werden ebenso wie alle Abwässer des Mischsystems im Klärwerk gereinigt. Zunächst wird das Wasser im Abwasserpumpwerk aus denn Abwasserrohren in die Kläranlage gepumpt. Von dort aus gelangt es in die Rechenanlage und fließt nacheinander durch den Grobrechen durch den Feinrechen.

Dort werden größere sich im Wasser befindende Abfälle wie Papier, Textilien, Sand oder Plastik herausgefiltert. Die ausgerechten Abfälle werden zu den umliegenden Müllhalden gebracht. Das Abwasser wird in den Sandfang geleitet. Im Sandfang setzten sich grobe, mineralische Stoffe wie Sand, Kies oder Steine am Boden ab. Das Abwasser fließt nun in das Vorklärbecken. Hier sinken bei einer extrem langsamen Fließgeschwindigkeit von 1,5 cm/sec alle leichten und ungelösten Stoffe zu Boden. In dem darauffolgenden Belebungsbecken befinden sich Mikroorganismen die zunächst unter starkem Sauerstoffentzug leben, was sie bei Sauerstoffzugabe zur Aufnahme von Phosphorverbindungen anregt. Stickstoffverbindungen werden von anderen Bakterien aufgenommen die ebenfalls unterschiedlichen Lebensbedingungen ausgesetzt sind. Diese Biologische Stufe gibt es allerdings noch nicht in allen Berliner Klärwerken. Die letzte Stufe ist das Nachklärbecken. Hier hat der belebte Schlamm Zeit sich abzusetzen. Der zu Boden gesunkene Schlamm wird zurück in das Belebungsbecken gepumpt. Dies geschieht so lange, bis sich keine Partikel mehr absetzen. Das Oberflächenwasser wird direkt in die Flüsse gepumpt.

Abschließende Bewertung

Die Auseinandersetzung mit diesem Thema im Rahmen des Berlinprojektes war für uns sehr informativ und hat uns auch sehr viel Spaß gemacht. Wir fanden zwar Aspekte, wie die Abwasserreinigung, die uns schon durch den Differenzierungskurs Erdkunde/Biologie/Chemie, durch Wissenschaftssendungen im Fernsehen oder durch den sonstigen Schulalltag bekannt waren. Jedoch halfen uns diese Erfahrungen das Thema und seine Komplexität besser zu verstehen. Ein wenig enttäuscht waren wir von dem Vortrag im Museum der Berliner Wasser Betriebe (BWB). Der erste Vortrag über die Bedeutung der Wasserbetriebe war zum einen nicht ganz einfach zu verstehen, da die aufgelegten Folien in Englisch waren. Wir waren somit fast ausschließlich auf den Vortrag von Herrn Rohrbach angewiesen, der zu unserem Thema recht wenig sagte. Wir fanden es Schade, dass hauptsächlich über die Wasserreserven im Ausland geredet wurde, jedoch nicht so viel über die Berliner Wassersituation.

Wenn hier etwas erwähnt wurde, hörte sich dieses wie in einem Werbefilm an, mit dessen Aussagen wir für unser Redaktionelles Thema Abwasserver- und -entsorgung nicht viel neues erfuhren. Der zweite Vortrag über die Geschichte der Wasserpolitik in Berlin war hingegen besser erklärt, interessanter und informativer. Vielleicht auch gerade deshalb, weil wir durch sehr viel Bilder und Ausstellungsstücke die Geschichte viel näher miterleben konnten. Insgesamt war der Besuch des Wasserwerkes eine gute Bereicherung und Informationsquelle zu unserem Thema. Es hat uns bei der Auswertung der Materialien gewundert, dass auch heute noch nicht ganz Berlin über ein lückenloses Abwasser- und Kanalnetz verfügt. Für uns war es ebenfalls interessant, dass noch im vergangenen Jahrhundert in der Bevölkerung eine große Ablehnung gegenüber der Verbesserung der Rinnsteine und somit der Hygiene existierte.

Man musste sich erst einmal in diese Zeit zurückversetzen lassen in der man noch glaubte Krankheitserreger von Cholera oder Pest würden in der Luft herumfliegen, sodass man das Abwasserproblem überhaupt nicht erkannte. All diese neugewonnenen Erfahrungen durch die Auseinandersetzung mit diesem Thema haben unser Wissen erweitert und korrigiert. Somit sollten wir in der Zukunft wissen, warum man beispielsweise zeitweise vorschrieb in der Stadt zu rauchen. Dies geschah aus keinem anderem Grund, weil man so glaubte, die in der Luft herumfliegenden Krankheiten, vertreiben zu können. Schließlich können wir behaupten, dass wir trotz der doch sehr großen und umfangreichen Arbeit wieder einmal etwas dazugelernt haben.


Kristin Stienemeier im Mai 2001




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