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Deutsche und Ausländer in einem Stadtbezirk - eine multikulturelle Gesellschaft?

Die Projektgruppe SW2 beschäftigte sich mit dem o.g. Thema und besuchte hierzu ein Nachbarschaftshaus im Stadtteil Kreuzberg, der durch einen hohen Ausländeranteil (42%), eine hohe Arbeitslosigkeit (2/3 aller Jugendlichen sind arbeitslos) und durch zum Teil stark sanierungsbedürftige Wohnbauten geprägt ist.
In diesem Nachbarschaftshaus arbeiten seit November 1998 drei Vereine zusammen, die sich in unterschiedlicher Weise um Probleme von Ausländern kümmern und deren Integration fördern.
Der Verein "Wohnen und Leben e.V. / Otur ve Yasa" entstand 1977 im Rahmen des Wettbewerbs "Strategien für Kreuzberg" und macht es sich zur Aufgabe, die Wohnverhältnisse zu verbessern, soziale Brennpunkte zu entschärfen und die Situation der Arbeitslosen positiv zu verändern. Beispielhaft für die Arbeit sind Projekte, wie Säuberung des Stadtteils durch Jugendliche, Rechtsberatung und Hilfen bei Bewerbungen und Ausbildungsangelegenheiten.
Der "Verein der Eltern aus Kurdistan in Berlin e.V. Yekmal" wurde 1993 von Eltern gegründet, die in sozialpädagogischen Bereichen tätig sind. Dieser Verein berät Eltern und Kinder bei ihren jeweiligen Problemen, gibt in Zusammenarbeit mit den Schulen Hausaufgabenhilfe, unterrichtet Deutsch und bietet zahlreiche Freizeitangebote an.
Der 1991 speziell für Mädchen und Frauen gegründete Verein "Elisi Evi e.V." ermöglicht u.a. die Teilnahme an folgenden Projekten: Beratungsgespräche aller Art, Hilfen für Mädchen bei Problemen in der Schule und im Elternhaus, Unterstützung bei der beruflichen Weiterbildung und Deutschkurse für Frauen mit Kinderbetreuung.
Das Kernproblem, mit dem alle drei Vereine zu kämpfen haben, ist die Finanzierung ihrer zahlreichen Projekte, denn die Stadt Berlin ist mit 40 Milliarden DM Schulden kaum noch in der Lage solche Projekte aufrechtzuerhalten. Diese Schulden führten in den letzten Jahren immer wieder zu Mittelkürzungen für das Nachbarschaftshaus, welches somit nicht alle geplanten Projekte perfekt durchführen konnte. Eine weitere Verschärfung dieses Problems wird im Jahre 2001 mit dem Zusammenschluss der beiden Stadtbezirke Kreuzberg und Friedrichshain auftreten. Denn Friedrichshain hat nur einen vergleichsweise geringen Ausländeranteil und das bedeutet, dass für den neu entstehenden Bezirk die Aufwendungen im integrativen Bereich sehr wahrscheinlich erheblich gekürzt werden.
Im Anschluss an das Gespräch mit den drei Vertretern dieser Vereine wurde eine themenspezifische Straßenbefragung durchgeführt, deren Ergebnisse im Folgenden dokumentiert werden.

Referenten: Tobias Mörth, Fiete Röer, Falko Zimmermann und Marcel - Philippe Werdier

 

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Fragebogen zum Thema: " Berlin - Multikulturelle Gesellschaft?"

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