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Das ehemalige Reichssportfeld


Das Olympiastadion wurde 1934 - 1936 von Werner March geplant und fertiggestellt. Da das Stadion aber nach dem 2. Weltkrieg zum teil zerstört war, wurde es 1974 von Friedrich Wilhelm Krahe erneuert.

Das Reichssportfeld sollte als "Stätte nationaler Feste" mit der Verwendung antiker Bautypen wie z.B. der Kampfbahn, der Freilichtbühne und anderen griechischen Statuen, formale Bezüge zur Anlage des antiken Olympia herstellen.

Die eigentliche Einweihung fand wie gesagt 1936 statt. Das Olympiastadion diente hauptsächlich der Propaganda, welche sich Hitler fast nur durch Kunst sicherte. Links neben dem Olympiastadion ist das Haus des deutschen Sports zu finden, wo alle Sportler verschiedener Nationen beherbergt wurden.

Eine weitere wichtige Fläche im Stadion ist das Maifeld, wo die Aufmärsche der Nationalsozialisten stattfanden, und die Führerkanzel zu finden war. Das Stadionoval ist über 300m lang, und die Tribünen und Säulen sind mit Muschelkalk verkleidet. Das Zentrum der gesamten Anlage ist das Marathontor.

Auf dem Platz des Tores befindet sich die "Schale". In ihr wurde 1936 das Olympische Feuer entzündet.

1936 wurde schon beim Einmarsch der verschiedenen Nationen ins Olympiastadion, welches zu dieser Zeit als Reichssportstätte bekannt war, der politische Hintergrund dieser Spiele deutlich. Beim Vorbeimarschieren an der Führerkanzel entschieden sich Österreich, Bulgarien und Italien für den Hitlergruß, welches sie jedoch später bestritten, und erhielten dafür prasselnden Beifall von den Rängen. Für Hitler selbst hatte die Feier zwei Höhepunkte .

  • Verkündung der Eröffnungsformel
  • Dem ersten Marathonsieger der neuzeitlichen oplympischen Spiele überreichte Hitler den Zweig eines Ölbaums aus dem Heiligen Hain von Olympia.

Obwohl manche Zeitungen auch Skepsis zeigen, bekommt Hitler teilweise begeisterte Anerkennung für den Ablauf der Spiele. Die französische Presse rundet das Lob ab. Obwohl die Nationalsozialisten die deutlichen Erfolge überschwenglich feiert, wird ein amerikanischer Athlet, der farbige Jesse Owens, zur herausragenden Figur dieser Sommerspiele. Dieser bekommt keinen Glückwunsch, da Hitler bei ihm auf einen Händedruck, wie bei den anderen Olympiasiegern wegen seiner nicht ins Rassenbild passender Hautfarbe, verzichtet.

 

Kunst in der Zeit des Nationalsozialismus

Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden viele Plastiken von mehreren Künstlern hergestellt. Die Plastiken sollten vor allem die Herausbildung einer Gesellschaft ohne Klassen und nationaler Grenzen hervorheben. Sie dienten ebenso als ein Propaganda Instrument, um auf den Nationalsozialismus hinzuführen. Hitler wollte, das die Künstler und Bildhauer in ihren Plastiken ebenfalls eine Auflegung des Geistes des römischen Imperiums verewigten und sie eine Szenerie für Massenlandgebung seien. Insgesamt sollten sie eine Wiederspiegelung an Vereinheitlichung der NS- Logik sein.

Die Plastiken wurden folgendermaßen dargestellt: Die Körper wurden mit vielen Muskel ausgestattet. Der Blick war nach vorne gerichtet und starr. Die Körperform war stets aufrecht und geschlossen. Meist wurden die Figuren Überlebensgroß geschaffen.

Man muß jedoch die Plastiken der Frauen von denen der Männer deutlich unterscheiden.Die Männer sollten vor allem als Machtpersonen, sowie Träger des NS Regimes sein. Nur sie durften Kriege austragen, und durch ihren kraftvollen Körper vermitteln sie den Eindruck als seien sie "Übermänner", die siegessicher alles und jenen bezwingen können. Das genau Gegenteil finden wir bei den Frauen. Sie wirken recht "damenhaft" und werden zart und reizvoll dargestellt. Ihr Gesichtsausdruck ist sanft und beruhigend. Die Skulptur der Frau steht in erster Hinsicht für Schönheit, Kinder und Anmut.

Zur Zeit des NS sollte die Staatsgunst eine bestimmte Aufgabe erfüllen. Für Hitler, der schon immer Architekt werden wollte, war es besonders wichtig Symbole der Zeit zu schaffen. Schon während des Krieges machte er sich Gedanken über große Bauprojekte nach dem Krieg. Seinen Drang nach großen Bauwerken sieht man an dem Olympiastadion, welches Hitler nach der Olympiade noch weiter ausbauen wollte.

Die Kunst sollte eine Verkörperung des gesandten, kraftvollen und lebensbejahenden Menschen nachvollziehen, was wiederum die Disziplin der NS darstellt. Durch die Stofflichkeit wollte man die innere Ausstrahlung eines bedeutenden Willens sichtbar machen. Ebenso hatte die Staatskunst die Aufgabe, die Gestaltung des weltzugewandten, weltoffenen, philosophischen und kundenden Geist zu überbringen. Die Werke der Künstler sollten der neuen Weltanschauung Gestalt geben, und der Frauen Anmut und den Männer Kraft verleihen. Insgesamt läßt sich sagen, daß die Plastiken mit den Motiven der Kameradschaft und der Familie die Eckpfeiler des Baues gaben, und umrissen die tragenden Kräfte des Reiches, dessen Adlersymbol Bau und Pfeiler überkrönte.

Quelle: "Kunst im 3. Reich" , Funkkolleg Kap. Plastik

 

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Kunst in der Zeit des Nationalsozialismus - Das Olympiastadion

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