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Mittwoch, den 8.03.2000

Nach der Ankunft im Verwaltungsgebäude der Siemens AG Berlin, begrüßte uns Herr Wild, der Verantwortliche für Kunden- und Besucherbetreuung. Zu Beginn der Veranstaltung wurden wir über die Geschichte der Mosaikhalle informiert. Diese entstand in den Jahren 1913 bis 1916. Die Halle fungiert hauptsächlich als Raum, in dem Kunden aus aller Welt empfangen wurden und werden. Ebenfalls nutzte die Stadt Berlin den Saal vor dem 2. Weltkrieg als Empfangshalle politischer Delegationen. So wurde z.B. 1926 König Amanula von Afghanistan hier begrüßt. Die Halle hat den 2. Weltkrieg gut überstanden lediglich das Dach wurde durch den Einschlag einer Bombe in der Nachbarschaft zerstört. Heute werden die Räumlichkeiten für Ausstellungen genutzt.
Nach diesem ersten Teil begaben wir uns in einen Konferenzraum. Hier wurde die Firmengeschichte durch viele Folien erläutert. Gegründet wurde die Firma im Oktober 1847 durch Werner von Siemens und Johann Georg Halske. Der Betrieb existierte zunächst unter dem Namen "Telegraphenbauanstalt Siemens und Halske". Die Partner hatten eine strenge Arbeitsteilung, so war Siemens der Denker und Erfinder, Halske hingegen der Praktiker (gelernter Feinmechaniker). Revolutionär für die Industrie der damaligen Zeit war die durch Siemens eingeführte Firmenrente. Eine Veränderung im Betrieb gab es nach 20 Jahren Firmenexistenz: Halske stieg aus der Partnerschaft aus und ließ sich auszahlen.
Entscheidend für die fortschreitende Entwicklung des Industriebetriebes Siemens war die Erfindung des Zeigertelegraphen (1847) und die Entdeckung des Dynamo-Elektrischen-Prinzips (1866).
Erster Dynamo
Siemens erster Dynamo von 1866.
Um die Jahrhundertwende beschäftigte das Unternehmen bereits 6000 Mitarbeiter.
Heute gehört Siemens zu den größten Firmen der Welt im Bereich Elektrotechnik (Platz 3 von 10). Der Jahresumsatz beträgt rund 135 Mrd. DM. Noch im vergangenen Jahr gehörten zu Siemens 443000 Angestellte in 190 Ländern ( davon 43% in Deutschland). In Berlin ist Siemens mit 16000 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber.
Auch zur Ausbildung trägt die Siemens AG bei, es gibt in Berlin allein 700 Auszubildende. Dies sind mehr, als später übernommen werden. Somit fördert Siemens den Nachwuchs. Mit 15 Fabriken ist Berlin der weltweit größte Siemensstandort.
Das Unternehmen ist in der Hand von 570000 Aktionären, davon halten 10% die Mitarbeiter und 6% die Familie Siemens. Durch die Beteiligung der Mitarbeiter am Unternehmen verfolgt Siemens das 150 Jahre alte Konzept des Firmengründers weiter. Damals war Siemens eines der ersten Unternehmen, das so gegen die Ausbeutung der Angestellten vorging.
Nach diesem Vortrag führte uns Herr Wild in die Produktionshalle für Hochspannungsschalter. Auf einer speziell gekennzeichneten Besucherstraße wurden wir von dem Leiter des Produktionskomplexes durch die Anlagen geführt. Dieser war sehr erfreut einer Gruppe aus Warendorf seinen Arbeitsbereich zu zeigen, da er gebürtig aus Ostbevern stammt und dort auch jetzt noch Verwandtschaft hat.
Zum Beispiel zeigte er uns, wie bei der Entwicklung und Herstellung von Hochspannungsschaltern auch extreme Bedingungen wie Erdbeben und starke Temperaturschwankungen in den möglichen Einsatzgebieten berücksichtigt werden. So werden die Schalter beispielsweise vor ihrer Auslieferung bei verschiedenen Erdbebenstärken getestet. Im weiteren erklärte uns der Mitarbeiter noch verschiedene Stationen der Produktion bis in zum fertigen Schalter.

Erstellt von: Daniel Woste, Christoph Schwarz, Stefan Konegen, Markus Gewering, Thomas Weil

 

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