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Museum für Kindheit und Jugend

Das Leben und Arbeiten in einer Bürgerfamilie im 19. Jahrhundert


Im 19. Jahrhundert gab es in Deutschland sowohl reiche, bürgerliche Familien als auch einfache Arbeiterfamilien, die sich stark voneinander unterschieden. Im folgenden soll auf das Leben einer Bürgerfamilie eingegangen werden. Die Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen werden anhand verschiedener Gesichtspunkte wie zum Beispiel Kindheit und Erziehung, Schule und Berufsperspektiven erörtert werden.

Kindheit und Erziehung der Kinder während des 19. Jahrhunderts werden gleichermaßen von Schule und Elternhaus gelenkt und bestimmt. Sowohl Jungen als auch Mädchen werden autoritär erzogen. Eine besondere Erziehungsmaßnahme stellt das Spielzeug der Kinder dar, durch das schon frühzeitig Interessen und Neigungen, dem Willen der Eltern entsprechend, herausgebildet und kontrolliert werden können. Während Jungen zumeist mit Zinnsoldaten und Militärfahrzeugen spielen, bedachten die Eltern ihre Töchter eher mit Puppen und Puppenkleidern.
Da Bürgerfamilien finanziell recht gut gestellt sind, wachsen die Kinder mit allem Lebensnotwendigen auf. Die Kleidung der Jungen entspricht der von Matrosen, Mädchen tragen häufig Röcke und lange Hemden. Die Kleider sind zwar im Alltag recht unpraktisch, entsprechen aber den Vorstellungen der Eltern.
Die Wohnverhältnisse haben einen durchgehend hohen Standart. Es gibt sowohl eine gute Küche, Schlafmöglichkeiten für die Familie , das Dienstpersonal, als auch Wohn- und Aufenthaltsräume. Kindermädchen, die aus Arbeiterfamilien stammen, kümmern sich um das Wohl der Kinder.
In der Schule, die neben dem Elternhaus eine bedeutende Rolle bei der Erziehung der Kinder einnimmt, werden den Kindern Fleiß, Disziplin und Ordnung beigebracht. Diese Eigenschaften sind für das spätere Berufsleben und eine gehobene Stellung in der Gesellschaft notwendig. Jungen bereitet man in der Schule auf eine Karriere beim Militär vor, Mädchen lernen zusätzlich zu stricken, waschen und kochen, um sie auf die Rolle der Frau, wie in dieser Zeit üblich ist, vorzubereiten.

Von: Helge Richter und Frederik Claas

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Migration und Probleme der Integration von Ausländern
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