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Von den Füßen auf die Schienen,
von der Mundnachricht zur Telefonverbindung

Bericht über den Besuch des Technikmuseums


Am Dienstag den 7.3.2000 stand unter anderem für zwei Teilgruppen des Gesamtprojektes die Besichtigung des Deutschen Technikmuseums auf dem Programm.

Der Besuch wurde genutzt, um den Gesichtspunkt der Auswirkungen infrastruktureller Veränderungen auf den Wirtschaftsstandort Berlins im 19. Jahrhundert zu untersuchen.

Zu erfüllen waren folgende Arbeitsanweisungen:

Zunächst einmal sollten sich die Schüler über die Funktion und Bedeutung, die der Standort des Museums in 19.

und Anfang des 20. Jahrhundert hatte, informieren.

Früher war das Technikmuseum Fabrikationsort für Stangeneis, das an die meisten Berliner Kneipen und Restaurants verkauft wurde. Stangeneis war das einzige Kühlungsmittel, das man in die Kühlräume gab, da es noch keine modernen elektrischen Kühlschränke gab. Der größte Teil des Geländes wurde für den Güterbahnverkehr genutzt, da hier das sogenannte Gleisdreieck direkt hinter dem Anhalter Bahnhof liegt. Nach der Trennung in Ost- und Westberlin war der Bahnhof sinnlos und wurde geschlossen, auch nach der Wiedervereinigung wurde er nicht mehr in Betrieb genommen. So kam man zu dem Entschluss, die leerstehenden Stellplätze zum Museum umzufunktionieren.

Die Hauptaufgabe der Schülergruppe lag allerdings darin, verschiedene Infrastruktursysteme zu untersuchen.

Darunter fallen folgende Unterpunkte:

Verkehrsnetze

Elektrotechnik

Nachrichtentechnik

Natürlich können wir nicht den kompletten Prozess der Wandlung wiedergeben, da es viel zu umfangreich wäre und der Überblick verloren ginge. Also stellen wir hier einen kleinen Ausschnitt einiger wichtiger Ereignisse im Bereich Technik vor, die sich natürlich auch auf Berlin und sein Wachstum und seine Entwicklung ausgewirkt haben.

Die Verkehrsnetze:

Am Anfang hatten die Menschen nur die Möglichkeit ihre Waren zu Fuß oder per Pferd zu transportieren. Die einzige Hilfe waren Pferdewagen oder vom Menschen gezogene Karren.

Um 1810 gab es Reisekutschen, die sich allerdings nur begüterte Bürger und Adelige leisten konnten. Erst 1856 etablierte sich die Kutsche als typisches Verkehrsmittel für Nachrichten und Personen.

Diese schlechten Verkehrsbedingungen führten zu einer Zusammenballung der rasch wachsenden Bevölkerung im engen Bereich der Stadtgrenzen und rings um die Industriebetriebe. Der rasche Bevölkerungswachstum war eine Konsequenz des florierenden Handels, der durch eine wichtige Handelsstraße durch ganz Europa hervorgerufen wurde.

1829 wurde die erste brauchbare Dampflok, die "Rocket" mit einer Spitzengeschwindigkeit von 22,5 km/h entwickelt.

Später wurde die Eisenbahn in Berlin fest im Verkehrsnetz verankert, so dass die Waren nun schneller transportiert werden konnten.

Elektrotechnik:

1831 entdeckte Michael Faraday (1791-1887) die elektromagnetisch Induktion. 32 Jahre später lieferte der elektrische Generator Strom für Leuchttürme. Weitere drei Jahre später entwickelte Werner von Siemens die Dynamomaschine. 1885 wurde nach dem Vorbild von New York die erste Kraftzentrale in Berlin eröffnet. Die Leitung hatte E. Rathenau. 1885-1899 wurden vier weitere Kraftwerke in Berlin gebaut. 1899 konstruierte der AEG-Ingenieur Michael von Dolivo-Dobrowolsky den Drehstrommotor, der Vorgänger der heutigen Elektromotoren.

Nachrichtentechnik:

- Telegraphentechnik

Der erste brauchbare Apparat zum Telegraphieren wurde von Samuel B. Morse im Jahre 1837 vorgestellt. In Amerika wurde 1843 der Bau der ersten Telegraphenlinie mit Morsesystem begonnen.

- Telefontechnik

Die Weiterentwicklung der Kommunikationstechnik förderte der amerikanische Taubstummenlehrer Alexander Graham Bell. Er entwickelte die ersten brauchbaren Telefone, die in der Berliner Geschäftswelt die Verständigung sehr vereinfachte und beschleunigte.

 

...weiter geht es mit dem
Berliner Leben zu Beginn des 20. Jahrhunderts
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