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Unterricht zwischen Ku-Damm und jüdischem Friedhof

Im Klassenzimmer Berlin Hauch der Geschichte gespürt



Warendorf/Berlin. Überwältigt von den Impressionen der Bundeshauptstadt, kehrten am Samstagabend 105 gut gelaunte Laurentianer aus Berlin zurück. Die Konrad-Adenauer-Stiftung hatte mit ihrer finanziellen und organisatorischen Unterstützung den Jugendlichen und sieben begleitenden Lehrern ein sechstägiges Programm unter der Thematik "Der soziale Wandel im 19. und 20. Jahrhundert am Beispiel Berlin" ermöglicht.

Der Gedanke zu diesem Projekt war schon in den vergangenen Jahren in den Köpfen der Lehrer gereift. Vor einem halben Jahr wurde die konkrete Planung dieser fächerübergreifenden Unterrichtsveranstaltung in Angriff genommen. Dem großen Engagement des Projektleiters Gerd Waibel - Lehrer am Gymnasium Laurentianum , der von den Teilnehmern wegen seiner organisatorischen Ideen Mr. Matrix getauft wurde - dankten die Schüler ein nahezu perfektes Gelingen der Lehrfahrt.

Quartier bezog die Gruppe im St. Michaels-Heim im Berliner Villenviertel Grunewald. Die optimale Nahverkehrsstruktur in der Bundeshauptstadt ermöglichte es den Laurentianern, mit Bahn und Bus eigenverantwortlich alle Veranstaltungsorte anzufahren. Auch wenn die Freizeit knapp bemessen war, hatten die Schülerinnen und Schüler doch die Möglichkeit, das Einkaufserlebnis auf dem Ku-Damm zu genießen und am Abend in das Nachtleben der Großstadt einzutauchen - natürlich nur so lange, wie es die Hausordnung des Jugendgästehauses zuließ.

Während zu Beginn und gegen Ende der Woche gemeinsame Aktivitäten auf der Tagesordnung standen, waren der Mittwoch und der Donnerstag durch die gruppenspezifische Arbeit geprägt. Gemeinsam schaute man sich die multimediale Ausstellung "The Story of Berlin" und das Musical "Der Glöckner von Notre Dame" an, dessen Besuch der Verein Alter Laurentianer mit Fördergeldern unterstützt hatte. Auch eine Stadtrundfahrt zum Thema der Industrialisierungsgeschichte Berlins, eine Besichtigung des neuen Reichstags und verschiedene Podiumsdiskussionen, unter anderem mit je einem Politiker der CDU, SPD und PDS und einer Bürgerrechtlerin, durften nicht fehlen.

Mitte der Woche fanden sich die Schüler dann in ihren Gruppen mit den zuvor persönlich gewählten Schwerpunktthemen, die sich an den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern Geschichte, Religion, Sozialwissenschaften, Erdkunde, Kunst und Erziehungswissenschaften orientierten, ein. Die drei größten Themenbereiche betrafen das jüdische Leben in den verschiedenen Epochen, das Zusammenleben von Einheimischen und Ausländern insbesondere in den Stadtteilen mit sozialen Brennpunkten, sowie die Industriestruktur in West- und in Ostberlin. Gespräche mit verschiedenen Zeitzeugen, Besuche von Museen, Treffen mit Gleichaltrigen, Straßenbefragungen und Besichtigungen, teils begleitet durch professionelle Reiseführer, verschafften den Schülern einen detaillierten Einblick in die soziale, politische, industrielle und kulturelle Situation der 3,4 Millionen Einwohner zählenden Metropole. "Gerade bei den gruppenspezifischen Themen haben die Schüler großes Interesse und Engagement bewiesen", so Organisator Gerd Waibel.

Die Ergebnisse der Fahrt sind auch in Kürze im Internet auf der Homepage des Gymnasium Laurentianum (www.laurentianum.waf-online.de) zu finden. Daneben sind auch ein Videofilm, eine Radiosendung für den Bürgerfunk in Radio WAF sowie eine fotografische Dokumentation und eine Wandzeitung entstanden.

 

...weiter geht es in der Führung mit einem Artikel über
Das St. Michaels-Heim
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