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China Arbeitsgemeinschaft am Laurentianum

Seit Anfang Dezember 2003 wird am Gymnasium Laurentianum eine China-Arbeitsgemeinschaft angeboten. Isabell Meyer-Nowack ist Sinologin und Volkswirtin (M.A.) und leitet diese Arbeitsgemeinschaft.

Nach einem Studium an der Ruhr-Universität Bochum war sie ein Jahr in Taiwan. Private und geschäftliche Reisen führten sie immer wieder u.a. nach China, Taiwan, Hongkong, Singapur, Malaysia und Vietnam. Seit 2003 ist Isabell Meyer-Nowack selbstständige Unternehmensberaterin im Bereich Marktberatung China (u. im Reitsport für die Olympiade 2008 in Beijing).

Mit Blick auf die zunehmende Globalisierung und den Kenntnissen der heimischen Wirtschaft entschied sich Isabell Meyer-Nowack, Schülern ihr Wissen und ihre Erfahrungen zur Verfügung zu stellen. Obwohl es Richtlinien für dieses Unterrichtsfach in der gymnasialen Oberstufe gibt, sind kaum Schulen bekannt, die diese Sprache anbieten. Mit einer Arbeitsgemeinschaft zu beginnen und zu prüfen, ob in Zukunft mehr daraus werden kann, das waren im Oktober letzten Jahres die Vorstellungen von Isabell Meyer-Nowack. Die Schulleiterin des Gymnasium Laurentianum Marlis Ermer ließ sich sofort von diesem Vorhaben überzeugen. Knapp 20 Schüler meldeten Interesse an dieser Arbeitsgemeinschaft an. Im November startete die Arbeitsgemeinschaft und trifft sich seitdem wöchentlich donnerstags in der 7. Unterrichtsstunde. Für den Tag der offenen Tür wurde bereits eine kleine Präsentation vorbereitet.

Die neuen Erfahrungen, die Isabell Meyer-Nowack mit Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 6 bis 11 sammeln kann, erweitern ihr Tätigkeitsspektrum im Umgang mit motivierten Jugendlichen und bieten der Gruppe vielfältige Möglichkeiten das wirtschaftlich, kulturell und politisch interessante Land China näher kennen zu lernen. Erstaunt stellte die Kursleiterin fest, dass die Schülergruppe großes Interesse an den chinesischen Schriftzeichen hat, sich für Geschichte, Kunst, Literatur und Philosophie interessiert.

Bei der Sprachvermittlung wird zunächst die Aussprache durch Vorsagen und Wiederholen geübt, ganz häufig begleitet durch Gelächter. Dazu muss erklärt werden, dass eine chinesische Silbe auf vier verschiedene Weisen betont werden kann und die Bedeutung völlig unterschiedlich ist. Chinesisch ist eine sehr melodische Sprache, die Grammatik ist hingegen von großer Einfachheit.

Die Schriftzeichen werden Strich für Strich geübt, sie bestehen aber alle aus einer geringen Anzahl von Grundstrichen, so dass, wenn man diese einmal kennt, alle Zeichen nachgeschrieben werden können. Das Üben ist allerdings eine Fleißarbeit. Insgesamt gibt es 60.000 Schriftzeichen, in einem heutigen Wörterbuch sind nur noch ca. 9.000 Zeichen zu finden. Es wird geschätzt, dass ca. 1.500 Zeichen ausreichen, um eine Zeitung zu lesen.

Aus einem vagen Angebot im Oktober wurde eine Arbeitsgemeinschaft mit zahlreichen interessierten Jugendlichen, die ihre Kenntnisse über das uns noch immer relativ unbekannte Land China erweitern wollen. Mit Eifer und Freude an der Sache haben sie schon einfache Sätze und Fragen gelernt und beherrschen schon einige Schriftzeichen.


China-AG am Lau, Foto: M.Ermer




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